St.Pölten : Mahnmal im Hammerpark

 

image

 

image

 

image

 

image

 

image

 

image

Fotos : p.k.

Links :

St.Pölten 1945 – Stadtmuseum St. Pölten

Letzte Kriegstage (Geheimprojekte)

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil 1 ( Truppendienst )

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil 2 ( Truppendienst)

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil3 ( Truppendienst )

St. Pölten : Sowjetischer Soldatenfriedhof – sie starben noch  in den letzten Tagen eines sinnlosen Krieges (apikorostyrol)

Niederösterreich : Gedenkstätte für ermordete Juden–errichtet auf Initiative eines Tatzeugen (apikorostyrol )

“ Mühlviertler Hasenjagd “ ( Wikipedia )

 

HOME

1928 : Arthur Schnitzler–ein Schicksalsschlag–der Tod seiner Tochter Lilly

Vor beinahe 90 Jahren , am 26. Juli 1928, erhielt der Wiener Arzt und Schriftsteller Arthur Schnitzler die Nachricht vom Tod seiner Tochter Lilly. Während in der “ Neuen Freien Presse “ noch von einem Unfall die Rede war, widmeten Zeitungen unterschiedlicher Qualitätsklassen dem angeblichen Freitod der jungen Frau breiten Raum :

image

image

Weiterlesen : Neue Freie Presse , 30. Juli 1928, Seite 4 (OENB/Anno)

image

Oben : Neue Freie Presse, 30.Juli 1928, Seite 6 (OENB/Anno)

image

image

Weiterlesen : Der Morgen- Wiener Montagblatt, 30 Juli 1928, Seite 1-2 (OENB/Anno)

Über die Hintergründe dieser menschlichen Tragödie spekuliert das Neue Wiener Journal vom 30. 7. 1928 auf Seite 2 unter der Überschrift :

image

image

” Unfall, Selbstmord oder Hitzepsychose ” – fragt die Kleine Volks-Zeitung vom 31.Juli 1928 auf Seite 6.

Die Eheschließung Lilly Schnitzlers mit  Kapitän Capellini  , einem Offizier der faschistischen Miliz und  Teilnehmer des Marsches auf Rom, stieß durchaus nicht auf allgemeine Zustimmung.  So schreibt etwa das Tagblatt am 31.Juli 1928 :

image

image

1928 war im faschistischen Italien die Ehe eines hochrangigen Kommandanten der faschistischen Miliz mit einer Nicht- Arierin noch möglich. Rassengesetze (1) , mit zahlreichen Ausnahmebestimmungen (2) ,  traten in Italien erst 1938 in Kraft.

Lilli Capellini-Schnitzler fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Cimitero Santo Nicolo di Lido   in Venedig.

Auch in unserer Zeit beschäftigt das Schicksal der Tochter Arthur Schnitzlers, die im blühenden Alter von 19 Jahren verstarb, die Phantasie so mancher Autoren :

Von  Liebe und Einsamkeit, Erinnerung und Tod – Gabriele Weingartners Roman »Fräulein Schnitzler«

Innsbruck/Wien: Haymon Verlag, 2006. 247 Seiten. ISBN: 3-85218-499-1. 19,90 Euro

Profil : Arthur Schnitzler: Tagebücher als monumentales Zeitdokument , 5.5.2012

Söhne und Töchter bedeutender Künstler : Lili Cappellini – Schnitzler

(1)  Leggi razziali fascisteLegge 5 septembre 1938 –n 1390

Elenco dei principali documenti e regi decreti legge in chiave antisemita

Großer Rat des Faschismus – Eklärung zur Rassenfrage :  Neue Freie Presse,Seite 2,  8.Oktober 1938 (OENB/Anno)

(2) Aus :   Dichiarazione sulla razza :

……..Nessuna discriminazione sarà applicata – escluso in ogni caso l’insegnamento nelle scuole di ogni ordine e grado – nei confronti di ebrei di cittadinanza italiana – quando non abbiano per altri motivi demeritato – i quali appartengono a:

• 1) famiglie di Caduti nelle quattro guerre sostenute dall’Italia in questo secolo; libica, mondiale, etiopica, spagnola;

• 2) famiglie dei volontari di guerra nelle guerre libica, mondiale, etiopica, spagnola;

• 3) famiglie di combattenti delle guerre libica, mondiale, etiopica, spagnola, insigniti della croce al merito di guerra;

• 4) famiglie dei Caduti per la Causa fascista;

• 5) famiglie dei mutilati, invalidi, feriti della Causa fascista;

• 6) famiglie di Fascisti iscritti al Partito negli anni 19-20-21-22 e nel secondo semestre del 24 e famiglie di legionari fiumani.

• 7) famiglie aventi eccezionali benemerenze che saranno accertate da apposita commissione.

Gli altri ebrei

I cittadini italiani di razza ebraica, non appartenenti alle suddette categorie, nell’attesa di una nuova legge concernente l’acquisto della cittadinanza italiana, non potranno:

• a) essere iscritti al Partito Nazionale Fascista;

• b) essere possessori o dirigenti di aziende di qualsiasi natura che impieghino cento o più persone;

• c) essere possessori di oltre cinquanta ettari di terreno;

• d) prestare servizio militare in pace e in guerra. L’esercizio delle professioni sarà oggetto di ulteriori provvedimenti.

Il Gran Consiglio del Fascismo decide inoltre:

• 1) che agli ebrei allontanati dagli impieghi pubblici sia riconosciuto il normale diritto di pensione;

• 2) che ogni forma di pressione sugli ebrei, per ottenere abiure, sia rigorosamente repressa;

• 3) che nulla si innovi per quanto riguarda il libero esercizio del culto e l’attività delle comunità ebraiche secondo le leggi vigenti;

• 4) che, insieme alle scuole elementari, si consenta l’istituzione di scuole medie per ebrei.

Immigrazione di ebrei in Etiopia

Il Gran Consiglio del Fascismo non esclude la possibilità di concedere, anche per deviare la immigrazione ebraica dalla Palestina, una controllata immigrazione di ebrei europei in qualche zona dell’Etiopia. Questa eventuale e le altre condizioni fatte agli ebrei, potranno essere annullate o aggravate a seconda dell’atteggiamento che l’ebraismo assumerà nei riguardi dell’Italia fascista……………

 

1935(!) kritisierte das antisemitische Hetzblatt “ Der Stürmer “ in der Nummer 10, Seite 2, dass Juden in Italien immer noch hohe Positionen innehätten :

image

p.k.

HOME

Niederösterreich : Gedenkstätte für ermordete Juden–errichtet auf Initiative eines Tatzeugen

In Dorna bei Mank wurden Ende April 1945 drei jüdische Zwangsarbeiter brutal ermordet – Alois Will war damals ein kleiner Junge. Bis heute erinnert er sich an das Grauen von damals….

Weiterlesen : meinbezirk

Bei der Exekution mussten wir alle zuschauen” ( Der Standard, 13.Juni 2010 )

Poly Mank-Melk erhält für Projekt Mahnmal Dorna den NÖ Bildungspreis

image

image

image

GPS – Koordinaten : N 48’05.819’ , O 015’19.161 ‘
Fotos : p.k.

HOME

Jüdisches Museum Hohenems : Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Video (HIER abrufbar ) + Foto Mag. Thöny : Yitzchak M. Feuerstein

Do, 18. Jan 2018, 19:30-21:30 Uhr
Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben
Präsentation der Edition Skispuren Nr. 1 des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider.

image

image

Mitte  : Hannes Schneider , Rechts :   Rudolf Gomperz (1)

Im Rahmen des von der Diözese Feldkirch und dem Vorarlberg Museum initiierten Projekts “Leuchtende Bilder” fand im Sommer 2016 in der Pfarrkirche Stuben am Arlberg eine Veranstaltung statt, bei der die Geschichte der Kirche und insbesondere der drei Glasfenster im Mittelpunkt stand. Der Fokus wurde dabei vor allem auf jenes Fenster gerichtet, das 1934 von Georg Eisenschimmel, einem aus Wien stammenden jüdischen Industriellen, gestiftet wurde. In den 1930-er Jahren hatte sich derselbe am Arlberg niedergelassen, wo die von Hans Feßler geplante Villa Eisenschimmel in St. Anton errichtet wurde.

image

Die Eisenschimmel Villa in St. Anton, wurde arisiert, und ist schließlich verschwunden (Umbau in ein Hotel ? )

Nachdem er mit seiner Familie noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach Übersee emigrieren konnte, überdauerten seine wertvolle Kunstschätze die Kriegsjahre, indem sie in Stuben am Arlberg versteckt und vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt werden konnten. Eisenschimmel nannte sich seit den 1940-er Jahren George Encil und wurde in Kanada zu einem bedeutenden Förderer des Skisports. Seine Lebensgeschichte und die Verknüpfungen mit dem Skilauf am Arlberg sind Inhalt einer Publikation des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider, die an diesem Abend von Mag. Christof Thöny präsentiert wird.

image

Mag. Christoph Thöny

Eine gemeinsame Veranstaltung der Foundation Friends of Hannes Schneider, des Jüdischen Museums Hohenems und der Katholischen Kirche Vorarlberg.

(1) Hanno Loewy : Wunder des Schneeschuhs? (WINA)

      Hanno Loewy:  Wahres Drama um eine verdrängte Geschichte ( Vorarlberger Nachrichten )

Felix Mitterer : Kein schöner Land

HOME

Was im Geschichtsunterricht oft übergangen wird : 1930 – Wo Juden unerwünscht sind – 1938- " Heil Hitler " des Kardinals ….”

Wo Juden unerwünscht sind : Die Wahrheit , 6.6.1930

1934 , vor dem “ Anschluss “ :

image

Oben : Der Morgen , 5. November 1934

Derselbe, 1938 , nach dem “ Anschluss “ :

image

Oben : Reichspost , 13.März 1938, Seite 5

Unten  : “ Das Kleine Blatt “ (Wien) – 2. April 1938 :

image

Wie manche glauben, wollte der Kardinal mit dieser Loyalitätserklärung  Schlimmeres verhindern (1) . Er wurde bereits  wenige Wochen später  vom damaligen  Gauleiter eines Besseren belehrt :

image

Vollständiger Text der Rede des  Gauleiters  Bürckel : Kleine Volkszeitung , 14. Oktober 1938

Nach 1945 wurde Kardinal Innitzer scharf  kritisiert :

image

Oben : Österreichische Volksstimme , 29.Oktober 1946 , Seite 2 (2)

image

 Oben  : Österreichische Volksstimme , 17.Dezember 1946 , Seite 2 ,

image

Wie so manche  andere Kleriker (3)  sah Kardinal Innitzer, angesichts der Gefahr des Bolschewismus, möglicherweise  im Nationalsozialismus das kleinere Übel, ein Irrtum, wie er letztendlich bemerken musste :

image

Oben : Ausschnitte aus  Österreichische Volksstimme , 3.Februar 1946, vollständiger Text Seite 2

Fußnoten :

(1) 1938 gutgläubig und überfordert – aber danach mutig gegen das NS-Regime .( Die Presse, 30.03.2008 )

ZEITGESCHICHTE / KARDINAL INNITZER : Zu aufrichtig  ( DER SPIEGEL, 10.4. 1967 )

 (2)  Kardinal Stepinac ( Wikipedia )

Würdigung für Kardinal Stepinac – Holocaust-Überlebende kritisieren Papst ( DER SPIEGEL, 5.06.2011 )

Empörung über Aufhebung des Urteils gegen Kardinal Stepinac ( DER STANDARD, 26.Juli 2016 )

Alois Stepinac – Ökumenisches Heiligenlexikon

(3)  Österreichs Bischöfe bejahen den Nationalsozialismus….

Links :

1929 : Patti Lateranensi (testo)Lateranverträge ( Wikipedia )

Lateranverträge – der Pakt mit dem Teufel  ( Der Stern, 11. Februar 2004 )

1933 : Reichskonkordat ( Wikipedia )

Vatikan und NS-Regierung – Nichts hören, nichts sehen, vertragen ( DER SPIEGEL, 18.07.2013 )

Nach 1945 :

Rattenlinie ( Wikipedia )

Wie der Vatikan Nazis zur Flucht verhalf

Nazis auf der Flucht-Exodus der Massenmörder ( Der Spiegel, 09.08.2017 )

Monsignore Hudal ( Wkipedia )

Krunoslav Draganović ( Wikipedia )

p.k.

HOME

Die Ruinen von Döllersheim : Sollte hier ein Geheimnis Adolf Hitlers vertuscht werden – Gerüchte um Hitlers jüdische Abstammung

Dort, wo heute das Österreichiche Bundesheer auf dem  TÜPL- Allentsteig  übt,  lebten bis 1939 Menschen, die das Gebiet um Döllersheim seit Generationen ihre Heimat nannten. Mehr dazu in :  Döllersheim – und die Rückkehr wäre möglich gewesen   . Weshalb schon kurz nach dem “ Anschluss “ die Bevölkerung zwangsausgesiedelt wurde und Döllersheim sowie mehrere umliegende Orte (siehe Liste der ausgesiedelten Ansiedlungen ) als Truppenübungsplatz benutzt wurden – darüber gibt es Spekulationen, die mit der angeblichen  Familiengeschichte des “ Führers” in Verbindung stehen, worüber die “Waldviertler Bilder“ ausführlich berichten. Dazu schreibt  DER SPIEGEL in einem SPECIAL aus 2001 unter dem Titel “ HITLERS FRÜHE JAHRE “ : Zitat “..Hitler habe, behauptet sein Biograf Werner Maser, schon auf Fronturlaub in Spital 1918 erhellende Gespräche mit den Schmidts über die eigene, hochgradig inzestuös belastete Sippe geführt. Dabei habe er erfahren, dass Johann Nepomuk Hüttler, der Bruder des offiziellen Großvaters Johann Georg Hiedler, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Opa väterlicherseits, aber gleichzeitig auch der Opa von Adolfs Mutter Klara Pölzl sei. Die wäre demzufolge sowohl Ehefrau als auch Nichte von Adolf Hitlers Vater gewesen. Die Verbindung von Hitlers Eltern ist erst durch den Vatikan vom Verdacht der Blutschande freigesprochen worden. Johann Schmidt und der Rest der Waldviertler Sippe werden ab Ende 1938 in kollektivem, großdeutschem Schweigen begraben. Der Führer befürchtet Enthüllungen. Seine im Wortsinn bucklige Verwandtschaft – sowohl Tante Johanna als auch der Cousin Eduard Schmidt gehen gekrümmt – erbittet vergebens ein Treffen auf der Münchner Landwirtschaftsausstellung 1937 und in Nürnberg 1938. …” (Zitatende )

1967, in der Ausgabe Nr.:31 des SPIEGEL schaffte es die Abstammung Hitlers auf die Titelseite  :

Titelbild

Zitat :“ Diese Leute dürfen nicht wissen, wer ich bin”, belehrte Adolf Hitler einst seinen Neffen William Patrick Hitler: “Sie dürfen nicht wissen, woher ich komme und aus welcher Familie ich stamme.”

Zweifel an Hitlers arischer Herkunft befielen nun auch den Reichsführer der SS Heinrich Himmler, des Dritten Reiches obersten Aufnorder. Am 4. August 1942 schickte er insgeheim Kundschafter aus, um die “Abstammung des Führers” zu ergründen…” (Zitatende )

Bereits im Juli 1933, kurze Zeit nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland, behauptete  ein der austrofaschistischen Heimwehrbewegung nahestehendes Blatt  Beweise für Adolf Hitlers jüdische Herkunft gefunden zu haben :

Weltsensation um Hitlers Abstammung ( Österreichisches Abendblatt – 12. Juli 1933 ) – Titelseite :

image

Seite 2:

image

Sensationelle Spuren des Juden Hitler in Wien   ( Österreichisches  Abendblatt – 14.Juli 1933 –Titelseite) :

image

Österreichisches Abendblatt – 13.Juli 1933 – Seite 3 :

image

Zentralfriedhof – Jüdische Abteilung – Hitlergrab ( Österreichisches Abendblatt – 14.Juli 1933 – Titelseite ) :

image

Seite 2:

image

Österreichisches Abendblatt – 19.Juli 1933 – Titelseite :

image

Se non è vero, è (molto) ben trovato.  [Giordano Bruno]!

Was von Döllersheim blieb :

2016 sind es die Nachkommen der 1939 Vertriebenen, die sich gegen das Vergessen wehren, so wird der Friedhof hinter der ehemaligen Kirche St. Peter liebevoll  gepflegt und vor einigen Jahren wurde  ein Ausgesiedelter in seiner alten Heimat bestattet :

image

 

image

Foto_4

Foto_5

Foto_6

Foto_7

Einst das  Bürgerspital  von Döllersheim :

Foto_8

Kirche  St.Peter , die ältesten Bauteile stammen angeblich aus dem 12. Jahrhundert .

Im Bereich der Kirche und dem des angrenzenden Friedhofes besteht militärisches Übungsverbot !

Foto_9

Foto_10

Hier lebten und arbeiteten  einst Menschen :

Foto_11


Text+Fotos© : p.k.

HOME

St. Pölten : Sowjetischer Soldatenfriedhof

Sie starben noch  in den letzten Tagen eines sinnlosen Krieges :

image

image

image

image

 

Unten : Hier ruhen Soldaten der Sowjetarmee, der Identität nicht geklärt werden konnte :

image

image

Unten : Galina Alexandrowna Barakova – verstarb in Österreich 1954 , es war ihr nicht mehr vergönnt, die Heimat wiederzusehen .

image

Unten : Was erzählt dieser Grabstein ?

image

image

Fotos : p.k.

HOME

Het verhaal van een onwankelbaare liefde : Galina’s laatste wens ( Die Geschichte einer unerschütterlichen Liebe : Galina’s letzter Wunsch )

image

Oben : Auf dem Russischen Soldatenfriedhof nahe Amersfoort (NL)

( Es ist Liebe auf den ersten Blick, als der Koch Pjotr Koval  in einem Sanatorium auf der Krim der Serviererin Galina in die Augen schaut. Nach kaum einem Jahr sind die beiden verheiratet und gegen Ende der Dreißigerjahre kommt ihr Söhnchen Anatoli zur Welt. Total verliebt sind Pjotr und Galina Koval immer noch, als der 2. Weltkrieg das Ehepaar  nach sieben Jahren Beisammensein auseinanderreißt . Pjotr muss an die Front, aber nicht, bevor Galina ihre beiden Armbanduhren angehalten hat. Bis zur Rückkehr ihres Geliebten steht für Galina die Zeit still. Was Pjotr nicht weiß , ist, dass Galina mit ihrem zweiten Kind, einer Tochter, schwanger ist. Aber die Lebensverhältnisse auf der Krim sind nach der Besetzung durch die Deutschen elendiglich, medizinische Hilfe gibt es kaum und ihre Tochter stirbt zwei Wochen nach der Geburt. Auch Söhnchen Anatoli überlebt den Krieg nicht, er stirbt an Diphterie. Was alles noch schlimmer macht, Pjotr kommt auch nicht nach Hause als der Waffenstillstand bereits lange unterzeichnet ist, er wurde nach Gefechten am Dnjepr als vermisst gemeldet. Galina hegt die Hoffnung, dass er noch am Leben ist. Deshalb bewahrt sie die beiden Armbanduhren auf und setzt sie nicht mehr in Gang. Aber Pjotr kommt nicht zurück. Er ist nach Jahren der Kriegsgefangenschaft, nach der Befreiung durch die Amerikaner, in einem deutschen Krankenhaus an Tuberkulose gestorben. Amerikanische Soldaten nehmen seinen Leichnam mit, weg aus dem Feindesland, nach Margraten im niederländischen Limburg. Im Jahr 1947 wird Pjotr auf dem Russischen Soldatenfriedhof bei Rusthof wieder begraben. Niemandem gelingt es, seine Familie zu informieren. Galina, mittlerweile 86 Jahre alt, hat auf ihrem Sterbebett einen letzten Wunsch : Die Armbanduhren, die sie 1941 angehalten hatte, möchte sie in ihr Grab mitnehmen. Und so geschieht es, als sie 1990 , arm und einsam , stirbt. Dreitausend Kilometer entfernt , auf dem Russischen  Soldatenfriedhof nahe Amersfoort , ruht ihr geliebter Pjotr. Galina hat davon niemals gehört. )

image

image

Pjotr Koval, geboren am 25. Juni 1910 in Aloesjta, Russisches Kaiserreich,  gestorben am 25. Mai 1945 in Lüdenscheid, fand hier seine letzte Ruhestätte .

image

Besucherinnen tragen sich ins Gästebuch ein :

image

image

Unten : Der Marmor zu diesem Ehrenmal wurde in der ehemaligen Sowjetunion gebrochen.

image

Unten ( Ru+NL) : Den Kämpfern der Sowjetarmee, die im Kampf mit den deutschen
Eroberern umgekommen sind.
1941-1945

image

image

Unten : Lob den Helden

image

image

( Russischer Soldatenfriedhof Amersfoort – auf diesem Platz befinden sich die Gräber von 865 russischen Soldaten. Von ihnen  starben  101 während der deutschen Besetzung im nahen “ Kamp Amersfoort “, einem berüchtigten Lager , welches am “ Appelweg “ errichtet war.

image

( Polizeiliches Durchgangslager )

Seit 2004 verfügt die Stiftung  “ Nationaal Monument Kamp Amersfoort “ über ein Besucherzentrum in dem ausführlich über die Geschichte  des Lagers und über seine Überreste informiert wird. Die 101 Russen wurden durch die deutsche Armee gefangengenommen und im September 1941 als lebendes Propagandamaterial in Viehwaggons nach Amersfoort transportiert. Nach einer Zugfahrt von vierzehn Tagen kamen sie ausgehungert an und wurden danach in einer Kolonne durch die Stadt zum Lager getrieben. Die Bwohner von Amersfoort reagierten darob  mit Abscheu. Sie kamen aus ihren Häusern mit Wasser, Früchten und Brot, aber sie bekamen keine Gelegenheit,  den Gefangenen davon zu geben. Von diesen russischen  Soldaten starben 24 innerhalb fünf Monaten an Hunger, Krankheit und Misshandlungen. Die Überlebenden wurden am 9.April 1942 in Gruppen von jeweils vier Mann erschossen. Am Ort der Erschießung , am Waldrand nahe dem Ende des “ Appelwegs “ steht eine Gedenksäule – Monument “ Koederist “ oder “ Russenmonument “ , die an die Massenexekution erinnert.

image

image

image

image

Die anderen an diesem Ort begrabenen russischen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften  starben zum großen Teil an den Folgen von Erschöpfung und Krankheit, nachdem sie bereits von amerikanischen Truppen befreit worden waren. Ihre sterblichen  Überreste wurden vorerst auf dem amerikanischen Militärfriedhof in Margraten beerdigt. Später wurden sie hierher überführt. )

image

Fotos : p.k.

Links :

Stichting Russisch EreveldNIEUWS

Oorlogsgravenstichting

Nationaal Monument Kamp Amersfort

Durchgangslager Amersfoort

Gedenken in BENELUX : Polizeiliches Durchgangslager Amersfoort

Nationaldenkmal Lager Amersfoort

p.k.

HOME