Wien, bis zum " Anschluss " : Hella Mittler – heute : Nomi Meron- Jerusalem – Lebensgeschichte einer starken Frau

Nomi Meron  verstarb am 14.Jänner 2019 (8.Tevet 5779 ) im 95. Lebensjahr nach langer Krankheit !

Ein Beitrag, erschienen im Juli 2016 :

Ich bin dankbar, dass ich meine alte Freundin Nomi Meron in Jerusalem noch  besuchen und mit ihr einige Tage verbringen konnte . Trotz ihres fortgeschrittenen Alters ist Nomi noch sehr agil !

Hier die Lebensgeschichte dieser bemerkenswerten Frau – > lettertothestars .  Daraus  einige Zitate  :

…….Und das „durchschnittliche Volk“ hat genauso wenig vom Unterschied zwischen Juden und Christen verstanden.Mein Papa hat im April 1938 noch an Rohr im Gebirge geschrieben, dass wir, wie jedes Jahr, gerne wieder auf Sommerfrische kommen wollen, und „ich betone, wir sind Juden.“ Die prompte Antwort war: „Das ist uns ganz wurscht, ob Sie ein Jude oder ein Christ sind, die Hauptsache: Arier müssen Sie sein.“ Das hat das Volk verstanden, also null. Und das ist meine große Entschuldigung für viele. Nicht für die Regierung, nicht für die Antisemiten, aber für das durchschnittliche Volk. Die haben überhaupt nicht gewusst, worum es ging. Das war eine Massensuggestion….

……Südlich von Berlin liegt Luckenwalde und Ahrensdorf und dort waren wir auf Hachschara, ein Vorbereitungslager für Palästina. Und wir haben keine Ahnung, wir müssen ja mit der Bahn gefahren sein, aber wie sind wir zur Bahn gekommen? Hat man uns hin gebracht, hat man uns abgeholt? Das ist doch eigentlich komisch, dass wir beide (nicht nur ich, wir beide) keine Ahnung haben. Wie sind wir zur Bahn gekommen? Oder die Bahnfahrt: Es muss eine Bahnfahrt gegeben haben, aber keine Ahnung……..

..Von Haifa wurden wir dann mit einem Autobus nach Massada in den Kibbuz (קבוץ מסדה  ) gebracht. Das war ein ganz alter kleiner Autobus mit ganz kleinen vergitterten Fenstern, weil man schon damals Steine geworfen hat. Es war eine wahnsinnige Hitze im Autobus. Als wir dann Stunden später mitten in der Wüste anhielten, habe ich gefragt, warum wir hier stehen bleiben an diesem Platz, wo nichts ist? Die Antwort war: „Hier sind wir am Ziel unserer Reise. Hier ist unser neues Zuhause.“ Also, das war wirklich ein Riesenschock für uns. Unsere Reaktion war aber nicht Verzweiflung, nein, wir sind ausgestiegen und sind in einen Freudentanz ausgebrochen. Wir haben getanzt. Wir haben getanzt vor Freude.

Kibbuz :

…Zuerst haben wir in Zelten gewohnt und dann in Holzbaracken. Dann hat man zwei Häuser gebaut. Aber in dieser Hitze war es unmöglich in den Häusern zu schlafen, also haben wir draußen geschlafen. Und wir bekamen Moskitonetze, die wir übers Bett gespannt haben. Die haben wir immer vor dem Schlafengehen nass gemacht und dadurch eine Aircondition gebildet. Der Luftzug durch die nassen Moskitonetze, das war unsere Aircondition….

Militär und Musik :

…Mein Mann, Lipa Gawse,(1) war einer der Gründer der פלמחPalmach (der ersten Armee; bevor die israelische Armee gegründet wurde). Er war die ganze Zeit in diesem Militär, in dieser Palmach, er war kaum zu Hause, so dass ich wirklich sehr sehr alleine war. Ich war auch bei der Palmach, aber nicht mit ihm. Ich hab einen Tommy Gun gehabt, ein schweres Gewehr, und ich hab Morsen gelernt, ich konnte mit den Fahnen von einem Kibbuz zum andern morsen, man ist hinauf auf den Wasserturm und hat von einem Kibbuz zum andern mit Fahnen Zeichen gemacht. Und dann kam auch schon langsam elektronisches Morse… Und so hab ich mit den anderen Kibbuzim Kontakt gehabt. Als Wächter hat mein Mann damals ein Pferd bekommen. Und da hab ich auch eines bekommen, damit ich mit ihm mitreiten kann. Und wir sind sehr viel geritten, das war ein großes Vergnügen! Ich hab das ausgenützt und bin mit diesem Pferd in benachbarte Kibbuzim geritten, wo es ein Klavier gab und konnte dort Klavier üben. Und ein Member dieses benachbarten Kibbuzes hat mir auch Lektionen gegeben. Dann bin ich mit dem Pferd in einen anderen Kibbuz geritten, wo es ein Mandolinenorchester gab und hab dort Mandoline gespielt. Mit dem Leiter von diesem Mandolinenorchester hab ich Harmonie und Kontrapunkt studiert und Kompositionen gemacht. Und dann hatte ich wenigstens die Musik wieder. …..

Nomi Meron und ihr Mann Israel Meron (leider verstorben) verbrachten viele Sommer in Tirol. Nomi und Israel Meron waren bei den alljährlichen Friedensveranstaltungen in Mösern bei Seefeld stets Ehrengäste und Redner.

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Oben : Friedensgebet auf einer Insel im Möserer-See, Tirol. Israel Meron zwischen Bischof  Manfred Scheurer und Superindententin Luise Müller  :

Links :

Psalm unter der Friedensglocke

Nomi Meron erhielt das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich

Verleihung des Ehrenzeichens :

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Fotos : p.k.

Seite an Seite als Freund Israels ( Die Presse )

Video : Erzählabend mit Nomi Meron ( M.Y.Feuerstein ) – YouTube

(1) פלמחשורת הנופלים

p.k.

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Auf Kriegsverbrecherjagd im Ausseerland

#Terrorismus #Nachrichtendienste #Zeitgeschichte

Vor 70 Jahren wollten
österreichische Polizisten und israelische Agenten Adolf Eichmann in Altaussee
festnehmen. Die Aktion war ein Reinfall. Später ergaben sich jedoch Hinweise
auf den Aufenthaltsort des Massenmörders – wie Dokumente aus dem Staatsarchiv
belegen.



Es ist eine stockdunkle, eiskalte Winternacht im Ausseerland. Noch eine halbe Stunde, dann wird das neue Jahr 1949 eingeläutet. Aber den beiden Polizisten, die hinter den Bäumen am Rand der Grundlseer Straße auf der Lauer liegen, ist nicht zum Feiern zumute. Eine halbe Stunde vor Mitternacht lauschen sie plötzlich auf. Gegen den hellen Hintergrund des Schnees zeichnen sich die Silhouetten zweier Männern ab. Noch 150 Meter entfernt, kommt plötzlich ein dritter Unbekannter hinzu. Man unterhält sich kurz, dann verschwinden alle so schnell wie sie gekommen sind. Die Falle hat nicht zugeschnappt. Die deprimierende Nachricht erreicht bald die Einsatzleitung in einem Gasthaus in Bad Aussee. Dort ist auch der „Nazijäger“ Simon Wiesenthal. Der…

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Ermordet in den letzten Tagen der Naziherrschaft

Europa ,kurz vor Kriegsende. Berlin war bereits  von der Roten Armee eingeschlossen. In Gloggnitz (Niederösterreich ) begannen Vertreter der Sowjetunion mit Dr.Karl Renner (1) , dem späteren Bundespräsidenten der Republik Österreich , Gespräche über die Bildung einer provisorischen Regierung. (2)  In diesen Tagen wurden , nur wenige Kilometer davon entfernt, einige der letzten Gräueltaten verübt :

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Oben : Gedenktafel an der Wallfahrtskirche Klein-Mariazell ( Bezirk Baden, Niederösterreich )

Fußnoten :

(1)  Nach dem “ Anschluss “ – Überzeugung oder Opportunismus? –>  Staatskanzler a.D. Dr. Renner “ Ich stimme mit Ja “ ( Neues Wiener Tagblatt, 3. April 1938, Seite 3 ( OENB/ anno) .  Dr.Karl Renners möglicherweise antisemitische Äußerungen : Wikipedia

(2)  Am 15. April  erschien in Wien die  Österreichische Zeitung , 15. April 1945 ( OENB/anno) mit einem Aufruf an die Bevölkerung Österreichs :

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Als sich in Wien bereits eine demokratische Regierung im Aufbau befand, wurde in der  Oberdonau – Zeitung, 16. April 1945  ( OENB/anno ) , trotz der aussichtslosen militärischen Lage, zum Durchhalten aufgerufen:

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Auch das Vorarlberger Tagblatt, 16. April 1945 , Seite 3 ( OENB/anno ) verbreitete in diesen letzten Kriegstagen  verordneten Optimismus :

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Links :

Endphaseverbrechen ( Wikipedia )

Februar 1945 : Mühlviertler Hasenjagd (Wikipedia)

6. April 1945 : Das Massaker von Stein

7. April 1945 : Erschießung von 61 Menschen in Hadersdorf am Kamp (PDF )

St.Pölten : Mahnmal im Hammerpark

Niederösterreich : Gedenkstätte für ermordete Juden–errichtet auf Initiative eines Tatzeugen

p.k.

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St.Pölten : Mahnmal im Hammerpark

 

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Fotos : p.k.

Links :

St.Pölten 1945 – Stadtmuseum St. Pölten

Letzte Kriegstage (Geheimprojekte)

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil 1 ( Truppendienst )

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil 2 ( Truppendienst)

Gerold Keusch : Die letzten Gefechte – Teil3 ( Truppendienst )

St. Pölten : Sowjetischer Soldatenfriedhof – sie starben noch  in den letzten Tagen eines sinnlosen Krieges (apikorostyrol)

Niederösterreich : Gedenkstätte für ermordete Juden–errichtet auf Initiative eines Tatzeugen (apikorostyrol )

“ Mühlviertler Hasenjagd “ ( Wikipedia )

 

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1928 : Arthur Schnitzler–ein Schicksalsschlag–der Tod seiner Tochter Lilly

Vor beinahe 90 Jahren , am 26. Juli 1928, erhielt der Wiener Arzt und Schriftsteller Arthur Schnitzler die Nachricht vom Tod seiner Tochter Lilly. Während in der “ Neuen Freien Presse “ noch von einem Unfall die Rede war, widmeten Zeitungen unterschiedlicher Qualitätsklassen dem angeblichen Freitod der jungen Frau breiten Raum :

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Weiterlesen : Neue Freie Presse , 30. Juli 1928, Seite 4 (OENB/Anno)

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Oben : Neue Freie Presse, 30.Juli 1928, Seite 6 (OENB/Anno)

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Weiterlesen : Der Morgen- Wiener Montagblatt, 30 Juli 1928, Seite 1-2 (OENB/Anno)

Über die Hintergründe dieser menschlichen Tragödie spekuliert das Neue Wiener Journal vom 30. 7. 1928 auf Seite 2 unter der Überschrift :

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” Unfall, Selbstmord oder Hitzepsychose ” – fragt die Kleine Volks-Zeitung vom 31.Juli 1928 auf Seite 6.

Die Eheschließung Lilly Schnitzlers mit  Kapitän Capellini  , einem Offizier der faschistischen Miliz und  Teilnehmer des Marsches auf Rom, stieß durchaus nicht auf allgemeine Zustimmung.  So schreibt etwa das Tagblatt am 31.Juli 1928 :

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1928 war im faschistischen Italien die Ehe eines hochrangigen Kommandanten der faschistischen Miliz mit einer Nicht- Arierin noch möglich. Rassengesetze (1) , mit zahlreichen Ausnahmebestimmungen (2) ,  traten in Italien erst 1938 in Kraft.

Lilli Capellini-Schnitzler fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Cimitero Santo Nicolo di Lido   in Venedig.

Auch in unserer Zeit beschäftigt das Schicksal der Tochter Arthur Schnitzlers, die im blühenden Alter von 19 Jahren verstarb, die Phantasie so mancher Autoren :

Von  Liebe und Einsamkeit, Erinnerung und Tod – Gabriele Weingartners Roman »Fräulein Schnitzler«

Innsbruck/Wien: Haymon Verlag, 2006. 247 Seiten. ISBN: 3-85218-499-1. 19,90 Euro

Profil : Arthur Schnitzler: Tagebücher als monumentales Zeitdokument , 5.5.2012

Söhne und Töchter bedeutender Künstler : Lili Cappellini – Schnitzler

(1)  Leggi razziali fascisteLegge 5 septembre 1938 –n 1390

Elenco dei principali documenti e regi decreti legge in chiave antisemita

Großer Rat des Faschismus – Eklärung zur Rassenfrage :  Neue Freie Presse,Seite 2,  8.Oktober 1938 (OENB/Anno)

(2) Aus :   Dichiarazione sulla razza :

……..Nessuna discriminazione sarà applicata – escluso in ogni caso l’insegnamento nelle scuole di ogni ordine e grado – nei confronti di ebrei di cittadinanza italiana – quando non abbiano per altri motivi demeritato – i quali appartengono a:

• 1) famiglie di Caduti nelle quattro guerre sostenute dall’Italia in questo secolo; libica, mondiale, etiopica, spagnola;

• 2) famiglie dei volontari di guerra nelle guerre libica, mondiale, etiopica, spagnola;

• 3) famiglie di combattenti delle guerre libica, mondiale, etiopica, spagnola, insigniti della croce al merito di guerra;

• 4) famiglie dei Caduti per la Causa fascista;

• 5) famiglie dei mutilati, invalidi, feriti della Causa fascista;

• 6) famiglie di Fascisti iscritti al Partito negli anni 19-20-21-22 e nel secondo semestre del 24 e famiglie di legionari fiumani.

• 7) famiglie aventi eccezionali benemerenze che saranno accertate da apposita commissione.

Gli altri ebrei

I cittadini italiani di razza ebraica, non appartenenti alle suddette categorie, nell’attesa di una nuova legge concernente l’acquisto della cittadinanza italiana, non potranno:

• a) essere iscritti al Partito Nazionale Fascista;

• b) essere possessori o dirigenti di aziende di qualsiasi natura che impieghino cento o più persone;

• c) essere possessori di oltre cinquanta ettari di terreno;

• d) prestare servizio militare in pace e in guerra. L’esercizio delle professioni sarà oggetto di ulteriori provvedimenti.

Il Gran Consiglio del Fascismo decide inoltre:

• 1) che agli ebrei allontanati dagli impieghi pubblici sia riconosciuto il normale diritto di pensione;

• 2) che ogni forma di pressione sugli ebrei, per ottenere abiure, sia rigorosamente repressa;

• 3) che nulla si innovi per quanto riguarda il libero esercizio del culto e l’attività delle comunità ebraiche secondo le leggi vigenti;

• 4) che, insieme alle scuole elementari, si consenta l’istituzione di scuole medie per ebrei.

Immigrazione di ebrei in Etiopia

Il Gran Consiglio del Fascismo non esclude la possibilità di concedere, anche per deviare la immigrazione ebraica dalla Palestina, una controllata immigrazione di ebrei europei in qualche zona dell’Etiopia. Questa eventuale e le altre condizioni fatte agli ebrei, potranno essere annullate o aggravate a seconda dell’atteggiamento che l’ebraismo assumerà nei riguardi dell’Italia fascista……………

Difesa della razza (Periodico1938-1943)

1935(!) kritisierte das antisemitische Hetzblatt “ Der Stürmer “ in der Nummer 10, Seite 2, dass Juden in Italien immer noch hohe Positionen innehätten :

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p.k.

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Niederösterreich : Gedenkstätte für ermordete Juden–errichtet auf Initiative eines Tatzeugen

In Dorna bei Mank wurden Ende April 1945 drei jüdische Zwangsarbeiter brutal ermordet – Alois Will war damals ein kleiner Junge. Bis heute erinnert er sich an das Grauen von damals….

Weiterlesen : meinbezirk

Bei der Exekution mussten wir alle zuschauen” ( Der Standard, 13.Juni 2010 )

Poly Mank-Melk erhält für Projekt Mahnmal Dorna den NÖ Bildungspreis

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GPS – Koordinaten : N 48’05.819’ , O 015’19.161 ‘
Fotos : p.k.

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Jüdisches Museum Hohenems : Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Video (HIER abrufbar ) + Foto Mag. Thöny : Yitzchak M. Feuerstein

Do, 18. Jan 2018, 19:30-21:30 Uhr
Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben
Präsentation der Edition Skispuren Nr. 1 des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider.

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Mitte  : Hannes Schneider , Rechts :   Rudolf Gomperz (1)

Im Rahmen des von der Diözese Feldkirch und dem Vorarlberg Museum initiierten Projekts “Leuchtende Bilder” fand im Sommer 2016 in der Pfarrkirche Stuben am Arlberg eine Veranstaltung statt, bei der die Geschichte der Kirche und insbesondere der drei Glasfenster im Mittelpunkt stand. Der Fokus wurde dabei vor allem auf jenes Fenster gerichtet, das 1934 von Georg Eisenschimmel, einem aus Wien stammenden jüdischen Industriellen, gestiftet wurde. In den 1930-er Jahren hatte sich derselbe am Arlberg niedergelassen, wo die von Hans Feßler geplante Villa Eisenschimmel in St. Anton errichtet wurde.

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Die Eisenschimmel Villa in St. Anton, wurde arisiert, und ist schließlich verschwunden (Umbau in ein Hotel ? )

Nachdem er mit seiner Familie noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach Übersee emigrieren konnte, überdauerten seine wertvolle Kunstschätze die Kriegsjahre, indem sie in Stuben am Arlberg versteckt und vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt werden konnten. Eisenschimmel nannte sich seit den 1940-er Jahren George Encil und wurde in Kanada zu einem bedeutenden Förderer des Skisports. Seine Lebensgeschichte und die Verknüpfungen mit dem Skilauf am Arlberg sind Inhalt einer Publikation des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider, die an diesem Abend von Mag. Christof Thöny präsentiert wird.

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Mag. Christoph Thöny

Eine gemeinsame Veranstaltung der Foundation Friends of Hannes Schneider, des Jüdischen Museums Hohenems und der Katholischen Kirche Vorarlberg.

(1) Hanno Loewy : Wunder des Schneeschuhs? (WINA)

      Hanno Loewy:  Wahres Drama um eine verdrängte Geschichte ( Vorarlberger Nachrichten )

Felix Mitterer : Kein schöner Land

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Was im Geschichtsunterricht oft übergangen wird : 1930 – Wo Juden unerwünscht sind – 1938- " Heil Hitler " des Kardinals ….”

Wo Juden unerwünscht sind : Die Wahrheit , 6.6.1930

1934 , vor dem “ Anschluss “ :

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Oben : Der Morgen , 5. November 1934

Derselbe, 1938 , nach dem “ Anschluss “ :

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Oben : Reichspost , 13.März 1938, Seite 5

Unten  : “ Das Kleine Blatt “ (Wien) – 2. April 1938 :

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Wie manche glauben, wollte der Kardinal mit dieser Loyalitätserklärung  Schlimmeres verhindern (1) . Er wurde bereits  wenige Wochen später  vom damaligen  Gauleiter eines Besseren belehrt :

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Vollständiger Text der Rede des  Gauleiters  Bürckel : Kleine Volkszeitung , 14. Oktober 1938

Nach 1945 wurde Kardinal Innitzer scharf  kritisiert :

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Oben : Österreichische Volksstimme , 29.Oktober 1946 , Seite 2 (2)

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 Oben  : Österreichische Volksstimme , 17.Dezember 1946 , Seite 2 ,

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Wie so manche  andere Kleriker (3)  sah Kardinal Innitzer, angesichts der Gefahr des Bolschewismus, möglicherweise  im Nationalsozialismus das kleinere Übel, ein Irrtum, wie er letztendlich bemerken musste :

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Oben : Ausschnitte aus  Österreichische Volksstimme , 3.Februar 1946, vollständiger Text Seite 2

Fußnoten :

(1) 1938 gutgläubig und überfordert – aber danach mutig gegen das NS-Regime .( Die Presse, 30.03.2008 )

ZEITGESCHICHTE / KARDINAL INNITZER : Zu aufrichtig  ( DER SPIEGEL, 10.4. 1967 )

 (2)  Kardinal Stepinac ( Wikipedia )

Würdigung für Kardinal Stepinac – Holocaust-Überlebende kritisieren Papst ( DER SPIEGEL, 5.06.2011 )

Empörung über Aufhebung des Urteils gegen Kardinal Stepinac ( DER STANDARD, 26.Juli 2016 )

Alois Stepinac – Ökumenisches Heiligenlexikon

(3)  Österreichs Bischöfe bejahen den Nationalsozialismus….

Links :

1929 : Patti Lateranensi (testo)Lateranverträge ( Wikipedia )

Lateranverträge – der Pakt mit dem Teufel  ( Der Stern, 11. Februar 2004 )

1933 : Reichskonkordat ( Wikipedia )

Vatikan und NS-Regierung – Nichts hören, nichts sehen, vertragen ( DER SPIEGEL, 18.07.2013 )

Nach 1945 :

Rattenlinie ( Wikipedia )

Wie der Vatikan Nazis zur Flucht verhalf

Nazis auf der Flucht-Exodus der Massenmörder ( Der Spiegel, 09.08.2017 )

Monsignore Hudal ( Wkipedia )

Krunoslav Draganović ( Wikipedia )

p.k.

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Die Ruinen von Döllersheim : Sollte hier ein Geheimnis Adolf Hitlers vertuscht werden – Gerüchte um Hitlers jüdische Abstammung

Dort, wo heute das Österreichiche Bundesheer auf dem  TÜPL- Allentsteig  übt,  lebten bis 1939 Menschen, die das Gebiet um Döllersheim seit Generationen ihre Heimat nannten. Mehr dazu in :  Döllersheim – und die Rückkehr wäre möglich gewesen   . Weshalb schon kurz nach dem “ Anschluss “ die Bevölkerung zwangsausgesiedelt wurde und Döllersheim sowie mehrere umliegende Orte (siehe Liste der ausgesiedelten Ansiedlungen ) als Truppenübungsplatz benutzt wurden – darüber gibt es Spekulationen, die mit der angeblichen  Familiengeschichte des “ Führers” in Verbindung stehen, worüber die “Waldviertler Bilder“ ausführlich berichten. Dazu schreibt  DER SPIEGEL in einem SPECIAL aus 2001 unter dem Titel “ HITLERS FRÜHE JAHRE “ : Zitat “..Hitler habe, behauptet sein Biograf Werner Maser, schon auf Fronturlaub in Spital 1918 erhellende Gespräche mit den Schmidts über die eigene, hochgradig inzestuös belastete Sippe geführt. Dabei habe er erfahren, dass Johann Nepomuk Hüttler, der Bruder des offiziellen Großvaters Johann Georg Hiedler, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein Opa väterlicherseits, aber gleichzeitig auch der Opa von Adolfs Mutter Klara Pölzl sei. Die wäre demzufolge sowohl Ehefrau als auch Nichte von Adolf Hitlers Vater gewesen. Die Verbindung von Hitlers Eltern ist erst durch den Vatikan vom Verdacht der Blutschande freigesprochen worden. Johann Schmidt und der Rest der Waldviertler Sippe werden ab Ende 1938 in kollektivem, großdeutschem Schweigen begraben. Der Führer befürchtet Enthüllungen. Seine im Wortsinn bucklige Verwandtschaft – sowohl Tante Johanna als auch der Cousin Eduard Schmidt gehen gekrümmt – erbittet vergebens ein Treffen auf der Münchner Landwirtschaftsausstellung 1937 und in Nürnberg 1938. …” (Zitatende )

1967, in der Ausgabe Nr.:31 des SPIEGEL schaffte es die Abstammung Hitlers auf die Titelseite  :

Titelbild

Zitat :“ Diese Leute dürfen nicht wissen, wer ich bin”, belehrte Adolf Hitler einst seinen Neffen William Patrick Hitler: “Sie dürfen nicht wissen, woher ich komme und aus welcher Familie ich stamme.”

Zweifel an Hitlers arischer Herkunft befielen nun auch den Reichsführer der SS Heinrich Himmler, des Dritten Reiches obersten Aufnorder. Am 4. August 1942 schickte er insgeheim Kundschafter aus, um die “Abstammung des Führers” zu ergründen…” (Zitatende )

Bereits im Juli 1933, kurze Zeit nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland, behauptete  ein der austrofaschistischen Heimwehrbewegung nahestehendes Blatt  Beweise für Adolf Hitlers jüdische Herkunft gefunden zu haben :

Weltsensation um Hitlers Abstammung ( Österreichisches Abendblatt – 12. Juli 1933 ) – Titelseite :

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Seite 2:

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Sensationelle Spuren des Juden Hitler in Wien   ( Österreichisches  Abendblatt – 14.Juli 1933 –Titelseite) :

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Österreichisches Abendblatt – 13.Juli 1933 – Seite 3 :

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Zentralfriedhof – Jüdische Abteilung – Hitlergrab ( Österreichisches Abendblatt – 14.Juli 1933 – Titelseite ) :

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Seite 2:

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Österreichisches Abendblatt – 19.Juli 1933 – Titelseite :

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Se non è vero, è (molto) ben trovato.  [Giordano Bruno]!

Was von Döllersheim blieb :

2016 sind es die Nachkommen der 1939 Vertriebenen, die sich gegen das Vergessen wehren, so wird der Friedhof hinter der ehemaligen Kirche St. Peter liebevoll  gepflegt und vor einigen Jahren wurde  ein Ausgesiedelter in seiner alten Heimat bestattet :

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Einst das  Bürgerspital  von Döllersheim :

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Kirche  St.Peter , die ältesten Bauteile stammen angeblich aus dem 12. Jahrhundert .

Im Bereich der Kirche und dem des angrenzenden Friedhofes besteht militärisches Übungsverbot !

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Hier lebten und arbeiteten  einst Menschen :

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Text+Fotos© : p.k.

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