Satire : Der Barde Lasterix und “ Die Gallische “

Begeben wir uns doch auf eine Zeitreise, etwa 2000 Jahre zurück in die Vergangenheit : Das Imperium Romanum erstreckt sich vom Euphrat bis an den Donaulimes . Asterix und Obelix liefern Hinkelsteine, zum Zeitvertreib prügeln sich die beiden mit römischen Legionären . Ein unbedeutendes  oppidum in der Provinz Pannonia, vor den Toren des Castrum Vindobona . Hier lebt eine Gemeinschaft von Gallieren unter der weisen Führung ihres Häuptlings Germanix und des Chefdruiden Vulgarix. Die Tage könnten , zumindest aus Sicht der Obrigkeit , friedlich und harmonisch verlaufen , wäre da nicht der Barde Lasterix, Herausgeber des diarium interretialis Die Gallische “. Lasterix  wird  nicht nur von Galliern sondern auch von  indigenae advenaeque  gleicherweise geschätzt : Ein diurnarius, der sich kein folium vor den Mund nimmt ( libero ore loqui ) und der sich von niemandem eine fiscella verpassen lässt  . Dann und wann ( bitte die Ausdrucksweise des vulgus profanum zu verzeihen ! ) hält er es für geraten, ” heiligen Kühen ans Bein zu pinkeln “. Wer kann sich die Verwunderung so manchen Lesers (1) vorstellen , als Lasterix, angeblich auf  freundliches Ersuchen eines functionarius der gallischen Gemeinde , einen Artikel, der möglicherweise geeignet wäre die tranquilitas zu  stören , von seiner pagina interretialis entfernte ? Zur Frage der möglichen  intercessio  einer auctoritate superiore   wollen sich selbst erfahrene haruspices  nicht äußern. (2)

Wie eingangs erwähnt, könnte sich dies lange vor unserer Zeit zugetragen haben . Etwaige Ähnlichkeiten mit Institutionen, Personen oder mit Geschehnissen des 21. Jahrhunderts wären rein zufällig und unbeabsichtigt. Kaum vorstellbar, dass sich heutzutage ein Journalist beeinflussen lässt, selbst wenn ihm ein Angebot gemacht wird, das er keinesfalls ablehnen kann !!

(1)  Hier wird nur die maskuline Form benutzt. “ Gendern” war zur Zeit des Imperium Romanum noch nicht verpflichtend !

(2)  libertas imprimendi

p.k.

Links :

DIE JÜDISCHE

Die Parabel vom zweiten Chelm…… ( Aus : Die Jüdische )

Ein unbeugsamer Bergbewohner : www.dietiwag.org

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Die Geschichte Esaus und Jakobs , unfromm nacherzählt von einem Häretiker

“ It ain’t necessarily so
It ain’t necessarily so
The things that you’re liable
To read in the Bible
It ain’t necessarily so “

( George Gershwin : Porgy and Bess )

Streng  geht der Prophet Hosea im 8. Jahrhundert v.d.Z mit Stammvater Jakob ins Gericht :

הושע פרק יב: ג וְלִפְקֹד עַל-יַעֲקֹב כִּדְרָכָיו, כְּמַעֲלָלָיו יָשִׁיב לוֹ.

( Hosea 12,3: Darum geht der Herr mit Israel ins Gericht, / er straft Jakob für sein Verhalten / und zahlt ihm heim, wie es seine Taten verdienen.)

(1) ד בַּבֶּטֶן, עָקַב אֶת-אָחִיו

( Hosea 12, 4 : Schon im Mutterleib hinterging er seinen Bruder )

Damit bezog sich der Prophet Hosea  auf die Erzählung von der Geburt Jakobs und Esaus in  בראשית פרק כה  ( Gen. 25, 24- 26) :

(1)  וַיֵּצֵא הָרִאשׁוֹן אַדְמוֹנִי, כֻּלּוֹ כְּאַדֶּרֶת שֵׂעָר; וַיִּקְרְאוּ שְׁמוֹ, עֵשָׂו.  כו וְאַחֲרֵי-כֵן יָצָא אָחִיו, וְיָדוֹ אֹחֶזֶת בַּעֲקֵב עֵשָׂו, וַיִּקְרָא שְׁמוֹ, יַעֲקֹב

(Und der Erste kam heraus, rötlich, am ganzen Leibe wie ein härener Mantel; und man gab ihm den Namen Esau. Und danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus; und man gab ihm den Namen Jakob ) .

Die beiden Brüder wuchsen heran. Während Esau als Jäger durch das Gelände streifte ließ sich Jakob im “ Hotel Mama “ von seiner Mutter Rebekka verwöhnen. ( Gen. 25, 27-28 ). Er entdeckte die Vorliebe für leckeres Essen und entwickelte ein beachtliches Talent zur Komposition stets neuer , raffinierter Rezepte. Ob Jakob insgeheim von einer Karriere als Haubenkoch  in einem  Sterne-Restaurant träumte ? Darüber schweigt  die biblische Legende . Das in Gen. 25, 29 –30 erwähnte Gericht ( נְזִיד עֲדָֹשִׁים ) war der Gipfelpunkt seiner Kreativität – selbst für den verwöhntesten Gourmet eine kulinarische Grenzerfahrung :

עדשים אדומות – rote Linsen (2) , eine Nacht lang in Wasser eingeweicht, auf kleiner Flamme behutsam gekocht , bildeten die Grundlage. Dazu geröstetes Gazellenfleisch , fein würfelig geschnitten ( es konnte aber auch zartes Lamm verwendet werden ). Die exquisite Mischung von Gewürzen ( תַבְלִינִים ) – siehe Gewürze ( Bilder ) – verlieh dem Ganzen die unverwechselbare Geschmacksnote. Reichlich  Knoblauch (שום ) in der Rezeptur sollte Dämonen (שֵדִים ) abwehren.

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Gioacchino Assereto : Issak segnet Jakob ( 1640 ) – man beachte Rebekas Geste !

Jakob saß wieder einmal vor seinem Kochtopf und war  dabei, das, was darin köchelte,  mit  einigen  דודָאִים  zu verfeinern (3)  . Der Wind trug den Duft zu Esau, der soeben vom Feld heimkehrte .

“ Mhm, riecht lecker ! “ . “ Krieg ich was davon ab ? “ “ Gerne , Bruderherz, kostet aber eine Kleinigkeit” . “ So, was denn ? “. “ Nur dein Erstgeburtsrecht “. “ Lass den Quatsch, ich habe Hunger !”. “ Dann geh ins Küchenzelt, dort gibt es was Leckeres : Den dreimal aufgewärmten Fraß von vergangener Woche .”O.K., kannst mein Erstgeburtsrecht haben, aber ich kriege eine doppelte Portion . Deal ?“ Deal ! “. Esau aß mit Appetit , ließ sich noch Nachschlag geben und machte sich, fröhlich ein Liedchen trällernd, auf den Weg zu einem Rendezvous mit seiner neuesten Flamme . Den Handel mit Jakob tat er als bedeutungslose Neckerei unter Brüdern ab.  Jahre vergingen. An  Isaaks Wohnort wurden die wirtschaftlichen Verhältnisse schwierig, der Familienclan war zur Migration ins Land der Philister gezwungen . Die Story von Isaak, Rebekka und Abimelech, dem König der Philister und weshalb es Isaak vorzog, nach Beersheba ( באר שבע ) weiterzuziehen , finden wir in Gen.26, 1-33. Sehr zu Isaaks und Rebekkas Missvergnügen verguckte sich ihr älterer Sohn Esau in zwei dralle Hethiterinnen ( Gen,26,34 ). Was, wenn auch ihr Lieblingssohn Jakob eine שִׁיקסָה als Schwiegertochter nach Hause brächte ? Rebekka sah dringenden Handlungsbedarf ! Wie sie es in die Wege leitete, sowohl Isaak als auch Esau zu hintergehen, ist in Gen. 27,1-40 im Detail beschrieben. Als Jakob Zweifel an dem gewagten Plan äußerte , versprach sie, persönlich die Verantwortung  zu übernehmen( Gen27,13). Isaak wurde von Ehefrau und Sohn      gemeinsam  hinters Licht geführt. Für Esau blieb nur ein auf den ersten Blick fragwürdiger Segen  (4) . Als Esau klar wurde, dass er von seinem Bruder wieder einmal besch…en worden war,  stieß er Drohungen aus, die das Ausmaß  millieubedingter Unmutsäußerungen weit überschritten. Rebekka hielt es für besser, Jakob für einige Zeit von der Bildfläche verschwinden zu lassen und gab ihm  ein üppiges Lunchpaket, eine Garnitur warmer Unterwäsche sowie  die Adresse ihres Bruders in Paddan Aram ( פדן ארם ) . Jakob machte sich, versehen mit einem zusätzlichen Segen und einigen Ermahnungen Isaaks , auf den Weg . Sein Bruder Esau war stocksauer, aus purem דווקא  ( zum Trotz) nahm er sich noch zwei Hethiterinnen (im Doppelpack waren diese günstiger zu haben ). Jakob flüchtete  zu Rebekkas Bruder . Dort angekommen fiel sein Auge auf  die hübsche דוֹדָנִית  ( Cousine )  Rachel  ( רָחֵל  – Mutterschaf  ) . Er blieb  bei seinen Verwandten und  wurde von Onkel Laban kräftig übers Ohr gehauen ( Gen.29, 18 – 30 ). Im Gegenzug nutzte Jakob sein Know-How, das er sich in Jahren des Schafhütens erworben hatte, um sich auf Labans  Kosten beachtlichen Wohlstand zu verschaffen, was den Söhnen Labans sauer aufstieß ( Gen. 30, 25-43, Gen. 31, 1-18 ). Bevor sich Jakob deshalb samt Anhang heimlich davonmachte, wurde Laban auch noch von der eigenen Tochter beklaut ( Gen.31, 32 ). (5) Zu guter Letzt gab es für Jakob und Esau ein Happy – End : Die Brüder versöhnten sich ( Gen.33, 1- 15) !

Was wir daraus lernen können :

1. Bei Geschäften mit Verwandten äußerste Vorsicht walten lassen .

2. Unter keinen Umständen dem Arbeitgeber vertrauen

Fußnoten :

(1)  עקב (Subst. ) = Ferse , עָקְבָה – List, Nachstellung , weitere Bedeutung :

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Ein freundlicher kleiner Mann mit langem Bart, Rabbiner einer chassidischen Gemeinschaft, pflegte , um nicht an Jakobs List (siehe auch Gen.27,36) zu erinnern, dessen Namen nasal auszusprechen, das hörte sich wie Ja-n-kov ( Ursprung der Koseform “ Jankele “ ? ) an. Dieser Brauch aus dem Osten soll noch heute in  aschkenasisch – orthodoxen Gruppierungen lebendig sein.

(2) מבשלים עם עדשים כתומות

(3) דודָא  – Mandragora officinalis – über die dieser Pflanze zugeschriebene Wirkung muss hier, aus Gründen der Schicklichkeit, geschwiegen werden . Siehe auch Gen 30,14-17 .

(4) Dass Esaus Nachkommen  dereinst auf gewinnträchtigen Erdölvorkommen sitzen würden, das  konnte  nicht vorausgesehen werden.

(5) Das Wort »Familienbande« hat einen Beigeschmack von Wahrheit. ( Karl Kraus zugeschrieben )

Nachtrag : Die Bibel berichtet von Menschen mit allen ihren Tugenden und Fehlern. Hier wurde versucht, die Geschichte von Esau und Jakob aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und den kompakten biblischen Text ein wenig frei in der Sprache unserer Zeit darzustellen . Es ist keinesfalls beabsichtigt, religiöse Lehren herabzuwürdigen oder Gefühle zu verletzen.

Links :

לא רק טעם וריח: תבלינים שהם בריאות

Mujaddara  – ein uraltes orientalisches Linsengericht, das erstmals in der Bibel erwähnt wurde

Esaus Linsengericht ( Rezept )

p.k.

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Eerste 125 vrij te gebruiken oorlogsbronnen geselecteerd….

Tenminste honderdvijftig oorlogsbronnen rond thema’s als dagelijks leven, collaboratie, vervolging, verzet en bevrijding vrij van rechten en dus voor iedereen om te gebruiken. Dat is waar het project Open Data Depot WO2 naar streeft. Deze zomer startte het Netwerk Oorlogsbronnen met het verzamelen van beeld- en filmmateriaal, voorwerpen en archiefstukken op basis van aangedragen verzoeken door projectpartners. Kennisland geeft advies over de juridische kaders rond het rechtenvrij maken van oorlogsbronnen als publiek domein of via een CC-BY of CC-BY-SA licentie…

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Rabbis for Human Rights : Tree planting in the occupied territories with Palestinians!

Extremist settlers  try to destroy their agriculture  — but this Friday Israelis, Jews, and Palestinians will come together in the Jewish spirit of Tu B’Shevat to replant!

Tu B’Shevat, the Jewish holiday for tree planting, has just passed but the spirit of the holiday remains with us. This Friday we will honor its meaning and remember how we are obligated to treat the “stranger” by  joining a Palestinian village in the Northern West Bank for a special solidarity tree planting.

 

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Trouw : Kun je nog met een keppeltje op door Amsterdam?

Marinde van der Breggen

” Volgens Jacques Grishaver, voorzitter van het Nederlands Auschwitz Comité, kun je in Amsterdam ‘bijna helemaal niet meer over straat lopen met een keppeltje op’. Maar zijn uitspraak roept verbazing op bij verschillende Amsterdamse joden die een keppel dragen. Zij herkennen zich niet in Grishavers stelling……”

Lees het volledige bericht :  TROUW

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Rabbis for Human Rigths : Our father Abraham would speak out against Lieberman

Rabbis for Human Rights strongly condemns Defense Minister Avigdor Lieberman’s statement calling for the boycott of Arab residents of Wadi Ara following a handful of violence…..

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Link :

LIBERMAN CALLS FOR JEWISH BOYCOTT OF WADI ARA ARABS (Jerusalem Post )

 

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Rabbis for Human Rights : Some Israelis think human rights are incompatible with Judaism. They’re wrong

We must reject the false choice between giving up on our traditions and accepting narrow, tribal, and racist interpretations of Judaism.

By Yariv Mohar

Judaism and humanism are increasingly seen as diametrically opposed in Israel today. Labor Party chairman Avi Gabbay’s recent remarks, in which he echoed Netanyahu’s infamous comment that “the Left has forgotten what it means to be Jewish,” thrust back into the public discourse the sad and false notion that Judaism is incompatible with the belief in equality of all human beings…

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Rabbis for Human Rights : Last Week in the Field: A Partial Report from the Olive Harvest

Every year Rabbis for Human Rights works with Palestinian farmers to ensure they are able to complete their olive harvest free from violence and intimidation by Jewish extremists and unfair restrictions from the Israeli army. See below for a quick summary of olive harvested-related issues and successes from last week (October 22-28 2017). Additionally, see here to read about the scourge of theft that marred the opening weeks of the harvest...
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