Die Geschichte von David und Batseba, eine ketzerische Umdeutung

“ It ain’t necessarily so
It ain’t necessarily so
The things that you’re liable
To read in the Bible
It ain’t necessarily so “

( George Gershwin : Porgy and Bess )

Etwa um das Jahr 1000 v.d.Z: David ,der ehemalige Anführer einer Freischar, war als König etabliert. Es gab Zores mit entfernt Stammesverwandten, den Ammonitern und die Stadt Rabba (1) wurde, angeführt von Davids Neffen und Heermeister Joab, durch die israelitischen Truppen belagert, unter denen sich auch fremde Söldner ( Krethi und Plethi ) (2) befanden. Namentlich genannt wird in Samuel 2,11,3  der hetitische Militärberater Uriah ( אוריה החתי). David zog nicht selbst mit ins Feld, er blieb in seinem gemütlichen Palast, was so manchen seiner alten Kampfgefährten sauer aufgestoßen sein dürfte. Kritische Bemerkungen könnten im nicht sehr komfortablen Feldlager umgegangen sein : “ Wie frieren uns hier den A…. ab und der Chef lässt es sich bei Wein, Weib und Gesang gutgehen” ( Soldaten haben stets was zu meckern ! ).Nicht weit von Davids Residenz lebten in einer komfortablen Dienstwohnung ,  Swimmingpool und Fitnessraum inklusive , Uriah und seine attraktive Frau Batseba (בת שבע ) . Konnte es sein, dass Madame Batseba mit ihrer Situation unzufrieden war und beschloss, sich auf den Weg nach ganz oben zu machen, koste es was es wolle ? Aus dem blühenden Hofklatsch kannte sie die Schwäche König Davids für das “schönere ” Geschlecht und darauf basierte ihr Plan , mit dem sie den arglosen König umgarnen wollte :

שמואל ב יא :  וַיְהִי לְעֵת הָעֶרֶב וַיָּקָם דָּוִד מֵעַל מִשְׁכָּבוֹ וַיִּתְהַלֵּךְ עַל גַּג בֵּית הַמֶּלֶךְ וַיַּרְא אִשָּׁה רֹחֶצֶת מֵעַל הַגָּג וְהָאִשָּׁה טוֹבַת מַרְאֶה מְאֹד.

( 2.Samuel , 11,  2 : Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Flachdach des Königspalastes hin- und herging, sah er von dort aus eine Frau, die badete. Die Frau war sehr schön anzusehen.)

Batseba kannte  die Gewohnheit Davids, nach dem Abendessen auf dem Flachdach seines Palastes einen Verdauungsspaziergang zu  machen und , sobald sie sicher war von ihm gesehen zu werden , begann sie damit, ihre unverhüllte,üppige  Schönheit ( בַּת־שֶׁבַע–Tochter der Fülle) ins rechte Licht zu setzen. Bald stellte sich der Erfolg ein und  König David ließ  zu einem romantischen Stelldichein bitten.  Der erste Teil war also geschafft, der Weg in das königliche Schlafzimmer frei.(2.Samuel, 11,  ) . Es gab nur noch ein kleines Problem  : Ihr Ehemann, der irgendwie entsorgt werden musste. Aber da würde sich schon ein Weg finden .

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Cornelis van Haarlem :  Batseba im Bad (1594 ) –  Rijksmuseum Amsterdam

An einem schönen Abend flüsterte Batseba dem König ihr “ süßes Geheimnis “ ins Ohr – sie war schwanger . “ Ja hast du denn nicht verhütet ? “ “ Mein König, ihr wisst doch, dass die Anti-Baby Pille erst in Jahrtausenden erfunden wird “. David gefror das Blut in den Adern, als  er sich der  möglichen Folgen bewusst wurde. Das Heer, darunter auch Batsebas Ehemann, war  an der Front und er trieb es mit der Frau eines seiner Offiziere – das hätte eine Militärrevolte auslösen und ihn den Kopf kosten können. Doch nach kurzem Nachdenken hatte er die scheinbar rettende Idee : “ Dein Mann wird zur Berichterstattung in den Palast zitiert. Das gibt ihm Gelegenheit, dich liebevoll in die Arme zu schließen, worauf  nach einigen Monaten der lange ersehnte Nachwuchs kommt. Eine Win-Win Situation für  alle. “ Dies war aber nicht im Sinne von Batseba und sie beschloss, durch diese Rechnung einen dicken Strich zu machen. Wie es weiterging, das entnehmen wir 2.Samuel, 11, 6-13 : Uriah erhielt seinen  Marschbefehl, kam zum König und erstattete ihm Bericht . “ Mein lieber  Uriah ”, mag David gesagt haben , “ deine Frau verzehrt sich sicherlich schon in Sehnsucht nach dir, also lass sie nicht länger warten “. Doch Uriah erlebte eine herbe Enttäuschung . Entweder hatte sein Holde ihre Migräne oder sie brach einen kleinen Streit vom Zaun ( “ Du bist mir untreu, du treibst es mit allen, die nicht bei drei auf dem Baum sind…..“ )- Uriah musste im Personalquartier übernachten. Kein Mann gibt gerne zu, dass er des ehelichen Schlafzimmers verwiesen wurde, deshalb schob Uriah einen Grund für die Nichterfüllung seiner ehelichen Pflichten vor ( 2.Samuel, 11,  11 ). König David ermunterte  Uriah jedoch  , es nochmals zu versuchen und Batseba zu zeigen, wer der Herr im Hause war. Dazu gab er Uriah die Gelegenheit, sich vorher reichlich Mut anzutrinken (2.Samuel, 11,13 ). Doch auch dies erwies sich als Fehlschlag. In dieser Situation musste Plan B aktiviert werden : So sehr es König David auch bedauert haben mochte ( schließlich würde er einen fähigen Truppenoffizier verlieren ), ihm blieb keine Wahl : Neffe und Heerführer Joab erhielt die Anweisung, Uriah auf ein Himmelfahrtskommando zu schicken ( 2.Samuel, 11,14 ). (3) Wie geplant,  starb Uriah den Heldentod und wurde von seiner (schwangeren ) Witwe gebührend betrauert ( 2.Samuel, 11, 28 ). Nun war der Weg frei, nach kurzer Schicklichkeitsfrist konnte Batseba Davids Frau werden und bald darauf kam ihr Sohn zur Welt.

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Michelangelo : Der Tod des Uriah (1509- Sixtinische Kapelle)

Der Prophet Natan ( נתן הנביא ) kam und las König David gehörig “ die Leviten “ ( 2.Samuel, 12, 1- 14 ). Nachdem Natan gegangen war, erkrankte das Kind. Hier  berichtet der biblische Text vom paradoxen Verhalten Davids ( 2.Samuel, 12,15-23 ). Hätte das Kind überlebt, dann als Beweis für den Ehebruch Davids und Batsebas. Nach einiger Zeit  gebar ihm Batseba den Sohn Salomo ( 2.Samuel, 12,24). (4) Für längere Zeit verschwindet Batseba aus der biblischen Erzählung. Erst als es gilt, ihrem Sohn Salomo den Thron zu sichern,  tritt sie wieder in Erscheinung ( 1.Könige, 1, 28-31 , 2, 13-22, ).

Nachtrag : Die Bibel berichtet von Menschen mit allen ihren Tugenden und Fehlern. Hier wurde versucht, die Geschichte von David und Batseba aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und den kompakten biblischen Text ein wenig frei in der Sprache unserer Zeit darzustellen . Es ist keinesfalls beabsichtigt, religiöse Lehren herabzuwürdigen oder Gefühle zu verletzen.

(1)   Video : Die Ruinen von Rabbath Ammon

(2) Krether und Plether unter ihrem Anführer Benaja bildeten die Leibwache König Davids ( 2. Samuel, 8,18 )

Weshalb legte sich König David eine Truppe von  Body-Guards  aus fremden Söldnern zu ? Hegte er Zweifel an der Loyalität der Stämme Israels ?

(3)  Uriasbrief – Wortherkunft

(4) Und diese wurden ihm in Jerusalem geboren: Schima, Schobab, Natan, Salomo – diese vier waren Söhne der Batseba, der Tochter Ammiëls  “ ( 1.Chronik 3,5)

Link :

Die Bene Chet ( Hethiter )

p.k.

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Josef in Ägypten , der Eunuch des Pharao und #MeeToo…

“ It ain’t necessarily so
It ain’t necessarily so
The things that you’re liable
To read in the Bible
It ain’t necessarily so “

( George Gershwin : Porgy and Bess )

Etwa 1410 Jahre v.d.Z : Der Hirtenjunge aus Kanaan , der  von Höherem träumte ( Genesis, Kap. 37, Vers 5- 11 ), hatte es geschafft : Midianitische Kaufleute ( heute würden wir sie Schlepper nennen ) brachten Josef an das damalige  Wunschziel so manches Wirtschaftsmigranten, nach Ägypten .  Das Glück war ihm gnädig ,er fand einen Job bei Herrn Potiphar, dem “ Obersten der Leibgarde “, der ihn von den Midianitern freikaufte. So weit, so gut, nur verschweigen die meisten Bibelübersetzungen ein Detail, welches sich für den Fortgang der Geschichte als bedeutungsvoll erweisen wird. Werfen wir daher einen Blick in den hebräischen Text des Buches Genesis  :

בראשית פרק לט : וְיוֹסֵף, הוּרַד מִצְרָיְמָה; וַיִּקְנֵהוּ פּוֹטִיפַר סְרִיס פַּרְעֹה שַׂר הַטַּבָּחִים, אִישׁ מִצְרִי, מִיַּד הַיִּשְׁמְעֵאלִים, אֲשֶׁר הוֹרִדֻהוּ שָׁמָּה

Josefs Brötchengeber war, laut Genesis, Kap39 (hebr.), ein סְרִיס ( Eunuch ) in hoher Position( שַׂר הַטַּבָּחִים ). In biblischer Zeit und auch später bekleideten Eunuchen nicht selten wichtige Ämter in Armee und Verwaltung  (1) . Musste sich Herr Potiphar, um dem Anforderungsprofil dieser prestigeträchtigen und gut dotierten Stelle zu  entsprechen, einem kleinen Eingriff unterziehen ? Machte ihm sein Dienstherr, der Pharao, ein ” Angebot , das er unmöglich ablehnen konnte ” ?

Zu Eunuchen ( סריסים ) in Bibel und Talmud verfasste Rabbiner Löwy aus Grosz-Kanisza in der  Neuzeit vom 2. März 1877 (OENB/anno) einen Beitrag :

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Jacopo Tintoretto : Josef und die Frau des Potiphar ( ca. 1544)

Josef war also im Hause des Potiphar,brachte es zum Chefbutler und hielt den Laden am Laufen . Sein Boss brauchte sich um nichts mehr zu bekümmern und konnte sich in aller Ruhe seinen Mahlzeiten widmen ( Genesis, Kap.39, Vers 6 ). Dieselbe Stelle erwähnt noch, dass Josef ein hübscher Bursche war,oder, wie seine Chefin fand, “ein leckeres Sahneschnittchen” . So ging alles seinen geregelten Gang, bis …. Benutzen wir doch unsere Fantasie und begeben wir uns auf eine  Zeitreise ins  Ägypten der 18. Dynastie ( Neues Reich ) , etwa in die Zeit des Pharao Amenophis II. ( 1425 – 1401 v.d.Z.). Die Reichshauptstadt Memphis im Nildelta, an einem heißen und schwülen Tag : Frau Potiphar langweilt sich  schrecklich ! Fernsehen und romantische Seifenopern gibt es noch nicht, von einem Smartphone, um mit den sieben besten Freundinnen Klatschgeschichten auszutauschen, war nicht einmal zu träumen. Ob sich die Damen der höheren Klassen des alten Ägyptens die Zeit mit Versandhauskatalogen und Regenbogenpresse zu vertreiben pflegten , das  ist keinem der bisher aufgefundenen Papyrii zu entnehmen. Vielleicht könnte ein kompetenter  Ägyptologe wie  Jan Assmann Licht ins Dunkel bringen.  Und seit ihr Eheherr im Dienste des Pharao seine Männlichkeit opferte, fühlt  sich die Gute ein wenig unausgefüllt. Aber da ist doch dieser junge Hebräer, den sie keinesfalls von der Bettkante stoßen würde..( tat sie doch noch nie ! ) Gehörte die persönliche Betreuung der Dame des Hauses etwa nicht zu seinem im Arbeitsvertrag festgelegten Aufgabenbereich ? Im Haus munkelt man ohnedies schon, dass , wenn sich der Chef auf Dienstreise in  Theben oder Elephantine  befindet …. . Leider schweigt sich der biblische Text darüber aus.

Und so könnte es sich zugetragen haben : Josef, der zur Zeit in einem Formtief steckt oder, was auch denkbar ist, soeben sein Pulver anderswo verschossen hat und deshalb ein wenig Zeit zum “ Aufmunitionieren “ bräuchte , schafft es nicht, den Wunsch von Frau Potiphar zu erfüllen und macht sich unter einem Vorwand aus dem Staub . Nach einer kurzen Schrecksekunde, denn so etwas war ihr bisher noch nie geschehen, kocht die Wut der enttäuschten Frau hoch ! Das von Josef zurückgelassene Hemd in der Hand, läuft sie durch das im tiefsten Mittagsschlaf liegende Haus, mit lautstarkem “ #MeToo, #MeToo, #MeToo  ! ! !….” alarmiert sie ihren Göttergatten, der soeben bei der Lektüre der Memphis – Krone eingenickt war , und klagt ihm tränenreich , Josef habe versucht, sie zu……….

Ob Herr Potiphar die Story, die ihm seine Holde auftischt, für bare Münze nimmt ?  Der Fortgang der Geschichte lässt daran zweifeln. Denn statt Josef  um einen Kopf zu kürzen oder ihn den heiligen Krokodilen vorzuwerfen (2) , macht er ihn zum Assistenten des Direktors des Staatsgefängnisses, von dem Genesis , Kap. 39, Vers 22 – 23, durchblicken lässt, dass dieser sehr  zur Bequemlichkeit neigt und froh ist, wenn ihm die lästige Büroarbeit abgenommen wird. ( Siehe Fußnote A) Und so beginnt Josefs Karriere, nicht zuletzt dank seiner Kenntnisse in psychoanalytischer Traumdeutung ( ein wenig Hofklatsch liefert  wertvolle Informationen ) ! Über seine Funktion bei Getreidespekulationen zu Lasten der bäuerlichen Bevölkerung  sind HIER einige kritische Anmerkungen zu lesen. Als kleines Dankeschön für seine Mitwirkung bei der Einführung des Feudalsystems wird Josef mit der Priestertochter Asenat verheiratet ! (3 )

(1)  Unter den Heerführern König Sanheribs im Feldzug gegen Jerusalem findet sich der רב סריס ( Obereunuch ) – 2.Könige, Kap. 18, Vers 17 .:

וַיִּשְׁלַח מֶלֶךְ אַשּׁוּר אֶת תַּרְתָּן וְאֶת רַב סָרִיס וְאֶת רַבְשָׁקֵה מִן לָכִישׁ אֶל הַמֶּלֶךְ חִזְקִיָּהוּ בְּחֵיל כָּבֵד יְרוּשָׁלָםִ וַיַּעֲלוּ וַיָּבֹאוּ יְרוּשָׁלַםִ וַיַּעֲלוּ וַיָּבֹאוּ וַיַּעַמְדוּ בִּתְעָלַת הַבְּרֵכָה הָעֶלְיוֹנָה אֲשֶׁר בִּמְסִלַּת שְׂדֵה כוֹבֵס: וַיִּקְרְאוּ אֶל הַמֶּלֶךְ וַיֵּצֵא אֲלֵהֶם אֶלְיָקִים בֶּן חִלְקִיָּהוּ אֲשֶׁר עַל הַבָּיִת וְשֶׁבְנָה הַסֹּפֵר וְיוֹאָח בֶּן אָסָף הַמַּזְכִּיר

(2) Die Strafe der Mumifizierung bei lebendigem Leib war den höheren Klassen vorbehalten

(3) Die spätere rabbinische Tradition macht Asenath zur Tochter Dinas und Sichems, die von Potifera lediglich adoptiert wurde. Damit wird das exegetische Problem gelöst, dass Josef mit einer Nichtjüdin, gar der Tochter eines heidnischen Priesters verheiratet gewesen sei.

(A) Zitat aus ISLAMIC SOURCES : “ Aber Yusuf  war sogar dankbar dafür, dass er im Gefängnis seine Ruhe hat. Er betete zu Gott: „Mein Herr für mich ist die Bleibe im Gefängnis schöner als das was sie von mir wollen und wenn du nicht die List dieser Frauen von mir abwendest, werde ich auch zu den Unklugen gehören.“( Zitatende)

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Friedrich Delitzsch : Die große Täuschung–antisemitische Bibelkritik ??? ( 1921 )

Friedrich Delitzsch ( Wikipedia )

Babel-Bibel-Streit ( Wikipedia )

Ausbruch des Bibel-Babel-Streits ( 1902 )

Die große Täuschung   (PDF – 12 MB , Hyperlink anklicken ) (1)

 

Siehe auch :

Sigmund Freud: Der Mann Moses und die monotheistische Religion ( Gutenberg – Projekt –Hyperlink anklicken )

Jan Assmann : Moses der Ägypter – Entzifferung einer Gedächtnisspur

Fischer Taschenbuch Verlag , ISBN : 978-3-596-14371-9

(1) Einige Stellen in Delitzsch’s  Werk werden heute zweifellos  als antisemitisch gebrandmarkt ,für den Beginn des 20. Jahrhunderts waren ,besonders in einem christlichen Umfeld, derartige Aussagen durchaus “ salonfähig “. Die Präferenzen des Autors für Assyrien/Babylon mögen einige wenig freundliche Bemerkungen über das Volk Israel erklären, dessen sollte sich der kritische Leser bewusst sein.

p.k.

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Galizien 1868 : Der Fluch des Rabbiners , der “ Cherem “ als letzte Konsequenz

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Aus : Die Debatte, 15.1.1868, Seite 2 (OENB-Anno)

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Weiterlesen : Der Morgen – Wiener Morgenblatt – 31.1.1927, Seite 4 (OENB-Anno)

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Oben : Linzer Zeitung , 3.April 1844, Seite 3 (OENB-Anno)

Nachlese :

Rabbinerin Antje Yael Deusel :    Cherem (Jüdische Allgemeine )

חרם- ויקיפדיה

1882 : Einige Bemerkungen über Jaffa und Jerusalem – Die Neuzeit, 31.3.1882-Seite 2 (OENB-Anno)

1918 : Der “ Cherem “ in Suwalki – Rabbinischer Bannfluch gegen Lebensmittelspekulanten und Wucherer- Jüdische Korrespondenz 7.11.1918 (OENB-Ann0)

Gehört Spinoza zum Judentum ? ( Die Wahrheit, 17. Jänner 2008 )

Baruch de Spinoza (Wikipedia)Ebenfalls 1927 erklärte Joseph Klausner, ordentlicher Professor für hebräische Literatur an der Hebrew University in Jerusalem, das jüdische Volk habe mit dem Cherem gegen Spinoza eine schreckliche Sünde begangen und solle den Ketzer-Bannfluch aufheben. Aus seiner Rede: „Spinoza, dem Juden, rufen wir … zu: …(Wikipedia)

The Text of Spinoza’s Excommunication

Asa Kasher and Shlomo Biderman : WHY WAS BARUCH DE SPINOZA EXCOMMUNICATED?

Why Baruch Spinoza is still excommunicated ( THE JEWISH CHRONICLE)

p.k.

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Ben Sira’s ethical teachings and his attitude towards women….

Ben Sira (aka Jesus son of Sirach ) – a misogynist ?

 Ben Sira, Chapter 25 : (Women – Evil and Virtuous)

12 Worst of all wounds is that of the heart, worst of all evils is that of a woman.
13 Worst of all sufferings is that from one’s foes, worst of all vengeance is that of one’s enemies:
14 No poison worse than that of a serpent, no venom greater than that of a woman.
15 With a dragon or a lion I would rather dwell than live with an evil woman.
16 Wickedness changes a woman’s looks, and makes her sullen as a female bear.
17 When her husband sits among his neighbors, a bitter sigh escapes him unawares.

Ben Sira, Chapter 26 :

5 There are three things at which my heart quakes, a fourth before which I quail:
Though false charges in public, trial before all the people, and lying testimony are harder to bear than death,
6 A jealous wife is heartache and mourning and a scourging tongue like the other three.
7 A bad wife is a chafing yoke; he who marries her seizes a scorpion.
8 A drunken wife arouses great anger, for she does not hide her shame.
9 By her eyelids and her haughty stare an unchaste wife can be recognized.
10 Keep a strict watch over an unruly wife, lest, finding an opportunity, she make use of it;
11 Follow close if her eyes are bold, and be not surprised if she betrays you:
12 As a thirsty traveler with eager mouth drinks from any water that he finds,
So she settles down before every tent peg and opens her quiver for every arrow.

 

The Jewniverse   : “…believe it or not, the fact that the prophet Jeremiah is both Ben Sira’s father and grandfather is not the weirdest thing about him. ….”

Read more : The Jewniverse

See also :

THE BOOK OF BEN SIRA

 Alphabet of Ben Sira (JEWISH VIRTUAL LIBRARY )

Alphabet of Ben Sira: mocking learning with justice (purple motes – a journal of whimsy  and hope )

 

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