NICHT von Martin Buber : Die Jungfrauen von Lublin und die Cholera

Drei Geschichten, ausgewählt aus zahlreichen anderen Beiträgen dieser Art , wie sie in Zeitungen des 19. Jahrhunderts häufig erschienen. Ob  deren Wahrheitsgehalt vor Veröffentlichung sorgfältig überprüft wurde, das lässt sich heute nicht mehr feststellen. Steht es uns “ Aufgeklärten “ zu, über  abergläubische Praktiken  dieser Zeit und dieses Kulturkreises die Nase zu rümpfen ? In unserer angeblich von rationalem Denken und Handeln bestimmten Gesellschaft lukrieren Energetiker, esoterische Lebensberater ,  alternative Heiler und nicht zuletzt die Hersteller und Verkäufer fragwürdiger Wundermittel  tagtäglich beträchtliche Summen. (1)

Aus : Welt-Blatt, 30.September 1892, Seite 6 (OENB/anno ) :

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Aus : Die Neuzeit, 27.Juli 1866, Seite 3 (OENB/anno) :

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Aus : Die Neuzeit, 19. September 1862, Seite 6 (OENB/Anno) :

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:מאת קיצור שולחן ערוך סימן ג

יֵשׁ לזַהֵר שֶלא יֵלךְ אִשׁ בין שְׁתּי נַשִים , ולא בין שְנֵי כלבים או שְנֵי חַזִרים. וכן לאיַניחו האמשִים שֶתּלֵךְ בּנֵיהֵם אִשַׂ או כלב או חַזִיר

Text oben – siehe Fußnote 2

sowie :

: קיצור שולחן ארוך סימן ה

גּוּף הָאִשָּׁה, כָּל מָקוֹם שֶׁדַּרְכָּהּ לְהִתְכַּסּוֹת, אִם נִתְגַלָּה שָׁם שִׁעוּר טֶפַח, וְכֵן שְׂעָרוֹת שֶׁלא אִשָּׁה נְשׂוּאָה אֲשֶׁר דַּרְכָּהּ לְכַסּוֹתָן, אִם נִתְגַלָּה קְצָת מֵהֶן, חָשׁוּב כְּמוֹ עֶרְוָה לְגַבֵּי אִישׁ. וְאֵין חִלּוּק בֵּין שֶׁהִיא אִשְׁתּוֹ אוֹ אִשָּׁה אַחֶרֶת. אֲבָל לְגַבֵּי אִשָּׁה, לָא חָשִׁיבֵי כְּמוֹ עֶרְוָה. קוֹל זֶמֶר שֶׁל אִשָּׁה, חָשׁוּב גַּם כֵּן כְּמוֹ עֶרְוָה. וּמִכָּל מָקוֹם בִּשְׁעַת הַדְּחָק שֶׁהוּא שׁוֹמֵעַ נָשִׁים מְזַמְּרוֹת וְאִי אֶפְשָׁר לוֹ לִמְחוֹת, לֹא יִתְבַּטֵּל מִשּׁוּם זֶה מִקְּרִיאַת שְׁמַע וּתְפִלָּה וְתוֹרָה, אֶלָּא יִתְאַמֵּץ לְכַוֵּן כָּל לְבָבוֹ לְהַקְּדֻשָּׁה שֶׁהוּא עוֹסֵק בָּהּ, וְלֹא יִתֵּן לֵב עֲלֵיהֶן

Fußnoten &Links :

Kizzur Schulchan Aruch Hebräisch – Deutsch ( Freimann Sammlung Universität Frankfurt/Main) , Download als PDF

Rabbiner Salomon Ganzfried ( Wikipedia )

Abraham von Worms – Die wahren Praktiken der Magie

Practical Kabalah

קבלה מעשית_- סגולות וקמעות

ההבדל בין אמונה תפלה, מנהג וסגולה – שאל את הרב

Schützende Hand ( Jüdische Allgemeine )

ספר רפואות וסגולות

Spucken gegen den bösen Blick ( Jüdische Allgemeine )

Compendium rarissimum totius Artis Magicae sistematisatae per celeberrimos…

(1) Theodor Much: Aberglaube und Astrologie ( Wiener Zeitung )

(1)  Theodor Much : Der große Bluff

(1)   Kurt Lussi : Anderswelten

(2) Mit dieser unglücklich formulierten Aussage wollte der Verfasser des קיצור שולחן ארוך sicherlich nicht diskriminieren oder verletzen

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Proselyten und ihre Akzeptanz im Judentum–Theorie und Praxis

(1)  תלמוד בבלי , יבמות דף מז, ב : דאמר רבי חלבו” קשים גרים לישראל כספחת

(T..B.Jewamot , 42, b : „Rabbi Chelbo sprach :  Die Proselyten sind für Israel schwer wie ein Ausschlag  ” )

Dieser Ausspruch des Rabbi Chelbo mag, aus dem Zusammenhang gerissen, ein verzerrtes Bild ergeben, deshalb empfiehlt sich die Lektüre des kompletten Abschnitts :  בבלי יבמות דף מז

Eine gegenteilige Aussage finden wir in T.B., Pesachim 87 :

ואמר ר”א לא הגלה הקדוש ברוך הוא את ישראל לבין האומות אלא כדי שיתוספו עליהם גרים שנאמר (הושע ב, כה) וזרעתיה לי ארץ :

תלמוד בבלי,פסחים פז ב

(Rabbi Elasar sprach: Der Heilige, gelobt sei er, hat Israel nur darum unter die Völker verbannt, damit ihnen Proselyten hinzugefügt werden, denn es steht geschrieben ” Ich will sie mir in die Erde einsäen ” (Hosea 2,25a )

Aus : Judenthum und jüdische Religion ( B.Felsenthal ) in : Die Wahrheit , 3.1. 1902 :

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(2)

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(1) ספחת – היא אחד הנגעים

‘אדם כי יהיה בעור בשרו שאת או ספחת או בהרת והיה בעור בשרו לנגע צרעת…’ (ויקרא יג,ב)

שאת, ספחת ובהרת שמות נגעים הם ולבנות הם זו מזו (רש”י)

חולי שיתחבר (שיסתפח) אל מקום אחד (ר”א אבן עזרא)

קטע מאת :  דעת

(2)  So kann etwa ein Mamzer ( ממזר )  nur eine Mamzeret oder eine Proselytin (גיורת ) ehelichen –> נישואין עם גיורת .

Es gilt im Judentum als verpönt, einen Proselyten seine nichtjüdische Vergangenheit fühlen zu lassen. Die Praxis sieht manchmal ein wenig anders aus !

Nachlese :

Henryk M. Broder : Zur Hölle mit den Konvertiten!

p.k.

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Wien : Samuel Laster und die dunkle Seite der Macht…

Von der Persona non grata zum „Staatsfeind Nr. 1“!

von Ernst M. Stern

“..Samuel Laster ist ein streitbarer Journalist, einer von der notorisch „unbequemen“ Sorte, und Betreiber der Internetzeitung „Die Jüdische“. Was ihn auszeichnet, ist sein „G’spür“ für interessante Stories und Aufgreifen für andere Medien zu brisanter Themen. ….”

Nachzulesen in  Die Jüdische und  der bund .

Mag es auch so mancher der “ Parnassim “ bedauern –  kritische Journalisten , wie in Saudi – Arabien geschehen , zu  2000 Peitschenhieben zu verurteilen – das sieht unsere Rechtsordnung, zumindest derzeit , nicht vor !

Erst heute musste  ich  einen lieben Bekannten in der IKG Innsbruck auf die in Österreich noch geltende Meinungs – und Pressefreiheit hinweisen und ihm die Lektüre von

Medien und Grundrechte “ in VÖZ nahelegen.

Empfohlen  : Gustav Freytag : Die Journalisten (Projekt Gutenberg )

p.k.

Ägypten : Getreidespekulation im 19. Jahrhundert, in biblischen Zeiten sowie , global , im 21.Jahrhundert.

Aus : “ Die Gegenwart “ – 24.Dezember 1845 :

Dazu  FOODWATCH :

“…schon von den ersten ägyptischen Pharaonen im dritten Jahrtausend vor Christus ist überliefert, dass sie eine staatliche Getreideverwaltung unterhielten. Die biblische Geschichte vom findigen Joseph, der im Auftrag des Pharao Getreidespeicher anlegte und damit für Mangelzeiten vorsorgte, geht vermutlich auf diese Zeit zurück. Ob Joseph damit der „erste Spekulant“ war, wie vielfach beschrieben, dazu sagt der Bibeltext nichts aus. Aber sehr wahrscheinlich ist, dass Ägyptens frühe Herrscher ihre Getreidevorräte nutzten, um ihre Kassen zu füllen und ihre Macht zu sichern.

Und hier einige laienhafte Gedanken eines ungebildeten עם הארץ :

Bei kritischer Betrachtung der entsprechenden biblischen Textpassagen sind eindeutige kapitalistische Praktiken nicht zu übersehen :

Gen, Kap 41, Vers 49 : “ … so speicherte Josef Getreide in sehr großer Menge auf, wie Sand am Meer, bis man aufhören musste, es zu messen, weil man es nicht mehr messen konnte ..”.

Um, wie im Text beschriebene , in Zeiten des Überflusses billig gekaufte Getreidemengen zu speichern und für späteren Verzehr brauchbar zu erhalten , wurden entsprechende Lagerkapazitäten benötigt. Diese zu schaffen erforderte KAPITAL , über das nur die herrschende Klasse verfügte.

Und dann stiegen, wie vorhergesehen (Gen, Kap 41, Vers 53 ) , die Marktpreise für Getreide , der Verkauf von Getreide ins Ausland (1) wurde lukrativ (Gen, Kap 41, Vers 57 ) .

Die Jahre der Hungersnot boten, so man dem biblischen Bericht Glauben schenken darf , die Gelegenheit zu Einführung des Feudalsystems, die  Möglichkeit, aus freien Bauern Leibeigene ( 2) zu machen und sämtliches Ackerland in den Besitz Pharaos zu bringen : Genesis Kapitel 47, Vers 13 – 23 .

Im Text wird jedoch erwähnt, dass Josef den Besitz der Priesterschaft unangetastet ließ :

Genesis Kapitel 47, Vers 22 : “.. Nur das Ackerland der Priester kaufte er nicht auf ..”

Sich mit dem Klerus anzulegen war schon zu pharaonischen Zeiten nicht ratsam, dies musste , einige Zeit später, der Pharao Amenhotep IV ( Echnaton)  erfahren. Ob Josef, als Belohnung für sein Entgegenkommen , die Priestertocher Asenat (3) bekam ???

1ספר בראשית פרק מב

…… וַיַּרְא יַעֲקֹב כִּי יֶשׁ שֶׁבֶר בְּמִצְרָיִם וַיֹּאמֶר יַעֲקֹב לְבָנָיו לָמָּה תִּתְרָאוּ:

ב : וַיֹּמֶר הִנֵּה שָׁמַעְתִּי כִּי יֶשׁ שֶׁבֶר בְּמִצְרָיִם רְדוּ שָׁמָּה וְשִׁבְרוּ לָנוּ מִשָּׁם וְנִחְיֶה וְלֹא נָמוּת

(Gen. Kap 42, Vers 1- 3)

2 .- וְאֶת הָעָם הֶעֱבִיר אֹתוֹ לֶעָרִים מִקְצֵה גְבוּל מִצְרַיִם וְעַד קָצֵהוּ

“ . und das Volk  verbrachte (הֶעֱבִיר ) er  in die Städte (לֶעָרִים) ….. “ ,d.h. die bisherige bodenständige Landbevölkerung machte er zum entwurzelten Proletariat.

Andere lesen  :“. .das Volk aber machte er ihm leibeigen ( das wäre dann הֶעֱבִיד p.k. ) von einem Ende Ägyptens bis zum anderen..” Gen. Kap 47, Vers 21– aus der  in Österreich kostenlosen Schulbuchausgabe des “ Alten Testaments “ .

Da, vor allem in ungenau geschriebenen Manuskripten, der hebräische Buchstabe ר mit dem ד verwechselt werden kann sind solche Deutungen möglich.

Im “ Siddur “ ist das ד im “ Shema Israel ” besonders deutlich gedruckt :

שְׁמַע יִשְׂרָאֵל, יְהֹוָה אֱלהֵינוּ, יְהֹוָה אֶחָד

als ר gelesen würde es einen gegensätzlichen Sinn ergeben .

3 – Die Erzählung von Josef und Asenat – die Priestertochter Asenat war, so meldet dieser frühe  “Roman”, anfangs von der Aussicht, einen Hebräer zu ehelichen, nicht sonderlich begeistert.

Wie eingangs erwähnt , sind  dies  nur einige laienhafte und, zugegeben, ein wenig klassenkämpferische Betrachtungen eines UNGEBILDETEN   עם הארץ.

p.k.

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