Jüdisches Museum Hohenems : Holy War in Judaism

By courtesy of  Yitzchak M. Feuerstein & Jüdisches Museum Hohenems

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Professor Reuven Firestone lecturing

From Militancy to Quietism and Back Again. Many people have peculiar impression about Judaism and war: “Jews don`t fight” is one. Another is: “The God of the Jews is a violent and vengeful God (as opposed to the “God of love” of the Christians), and that God demands bloody wars.” The truth is more complicated than either of these impressions. In fact, Judaism began as a very militant religion. Jews were considered prized mercenaries during the Second Temple period and occupied garrisons for the Persian emperor in Egypt (1)  and elsewhere. But Judaism changed radically in late Antiquity and is going through another radical change in the modern period. Why the Changes, and how can a religion alter its position on such a basic issue of war and violence? These are issues that we will study in this session…”

Complete lecture (video footage ) –>  HERE <- Videoaufzeichnung des Vortrags

(1) The Jewish garrison in Elephantine

Links :

Reuben Firestone – Hebrew Union College

Reuven Firestone – Universität Zürich

Adventures of a Rabbi Who Knows Koran – Reform Judaism

Jüdisches Museum Hohenems

Europäische Sommeruniversität für jüdische Studien, Hohenems

 

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Jüdisches Museum Hohenems : Macht der Rabbinen – eine innerjüdische Erfolgsgeschichte

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Text : Jüdisches Museum Hohenems – Foto & Video : Yitzchak M.Feuerstein

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Langer (Wien) im Rahmen der Europäischen Sommeruniversität für jüdische Studien, Hohenems Die rabbinische Bewegung war klein und wahrscheinlich in den Anfängen nur mäßig verbreitet. Und doch gelingt es ihr über die Jahrhunderte, zur prägenden Bewegung des Judentums und zur Begründerin der jüdischen Tradition schlechthin zu werden. Wie konnte dies gelingen? Welche Mechanismen haben der Bewegung geholfen, wie hat sie sich selbst verstanden und auf welche Weise konnte sie Macht erlangen? Ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis der rabbinischen Bewegung war ihre Fähigkeit, in allen Bereichen des Lebens vernünftige und identitätsstiftende Angebote zu offerieren, die es möglich machten, jüdisch zu leben, ohne Tempel, ohne Land, ohne völlige Abkapselung von der Umwelt. Die Rabbinen schufen einen Raum homogener Identität und damit die Voraussetzung für eine Zeiten und Grenzen überwindende Jüdischkeit auf der Basis des Lernens und Lebens nach klar umrissenen und nachvollziehbaren Geboten.

Links :

Videoaufzeichnung des Vortrags –> HIER

Jüdisches Museum Hohenems

Europäische Sommeruniversität für jüdische Studien, Hohenems

Prof.Dr. Gerhard Langer ( Wikipedia)

AUSTRIAN SYNAGOGUES – HOHENEMS

” Aus den Memoiren eines Rabbiners ” – Aaron Tänzer, Hohenems (1900)

Vakante Stelle eines Oberrabbiners – mit einem kleinen Haken ( 1938 )

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Jüdisches Museum Hohenems : Doron Rabinovici–Lesung aus “ Die Außerirdischen “

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Doron Rabinovici liest aus seinem neuen Roman „Die Außerirdischen“

Erschreckend die Nachricht, die eines Morgens von sämtlichen Sendern gemeldet wird: Eine extraterrestrische Macht hat über Nacht die Erde erobert. Sol, Mitbegründer eines Online-Magazins, ist sofort von der Wahrheit der Meldung überzeugt, seine Frau Astrid ist skeptisch. Nach der ersten allgemeinen Panik sickern Neuigkeiten durch: Die Außerirdischen sind sanftmütig; sie meiden scheu jeden Kontakt; sie bringen Aufschwung und Frieden. Da ist nur ein kleiner Haken – sie bitten um Menschenopfer auf freiwilliger Basis. Überall werden Spiele ausgerichtet, um die Auserwählten zu bestimmen. Wer mitmacht, dem winken enorme finanzielle Vorteile. Doron Rabinovici, 1961 in Tel Aviv geboren, in Wien aufgewachsen, ist Schriftsteller und Historiker. Sein Werk umfasst Kurzgeschichten, Romane und wissenschaftliche Beiträge. In Österreich hat er immer wieder prominent Position gegen Rassismus und Antisemitismus bezogen. Für sein Werk wurde er zuletzt mit dem Anton-Wildgans-Preis und dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

Pressestimmen: »Doron Rabinovici, der Meister des »fein austarierten Spiels der Übertreibung« erzählt mit der ihm eigenen Rasanz und Ironie von einer Gesellschaft, die keine Außerirdischen braucht, um sich selbst unheimlich zu werden.« FAZ » … eine böse und unterhaltsame Gesellschaftssatire.« taz

Das Buch: Doron Rabinovici: Die Außerirdischen Suhrkamp Verlag 2017, Gebunden, 255 Seiten, 22,70 € (A)

ISBN 978-3-518-42761-3

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet!“ in Zusammenarbeit mit dem Theater am Saumarkt

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Doron Rabinovici im Gespräch mit Hanno Loewy

Eine Videoaufzeichnung des Gesprächs mit dem Autor kann HIER abgerufen werden. Aus urheberrechtlichen Gründen  durfte die Lesung selbst nicht auf „Youtube“ veröffentlicht werden.

Text : Jüdisches Museum Hohenems

Fotos & Videoaufzeichnung : Yitzchak M. Feuerstein

Links :

Jüdisches Museum Hohenems : Sag “ Schibbolet “

Theater am Saumarkt Feldkirch

Doron Rabinovici ( Wikipedia )

Doron Rabinovici – Website des Autors

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Jüdisches Museum Hohenems : Lizzie Doron – Sweet Occupation

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Fotos & Videoaufzeichnung : Yitzchak M. Feuerstein

Di, 24. Apr 2018, 20:15-22:00 Uhr :

Lesung der Schauspielerin Johanna Lonsky  aus Lizzie Dorons neuem Roman,

anschließend Lizzie Doron im Gespräch mit Hanno Loewy :

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“Die Begegnung mit dem Fremden – eine Begegnung mit dem Fremden in sich selbst. Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die »Friedenskämpfer-Bewegung« gründeten, entschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf, und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen. Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie manchen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen. Lizzie Doron, geboren 1953 in Tel Aviv, studierte Linguistik, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr erster Roman Ruhige Zeiten wurde mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeannette Schocken Preis. Pressestimme »Lizzie Dorons Buch Sweet Occupation läse man am liebsten in einem Zug. So spannend ist, was die Ich-Erzählerin zu sagen hat, was ihre Gesprächspartner zu erzählen haben.” ( Süddeutsche Zeitung )

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Von li. nach re.: Lizzy Doron, Johanna Lonsky

Eine Veranstaltung des Jüdischen Museums Hohenems im Rahmen der Ausstellung „Sag Schibbolet!“ in Zusammenarbeit mit der Bücherei Hohenems.

Eine Videoaufzeichnung des Abends kann HIER abgerufen werden !

Vorschau  – EMSIANA Hohenems, Mai 2018 :

Daniel Kahn: Ein Londoner Jid was lebt in Berlin

Arbeitslosenmarsch: https://www.youtube.com/watch?v=JDmFGXutgo8

Arbeitslosenmarsch: https://www.youtube.com/watch?v=6KFVVKFxr60

Konzertausschnitt: https://www.youtube.com/watch?v=_6xBgkwcCjU

Liliy Marlen Yiddish: https://www.youtube.com/watch?v=XrkM7BCY7mY

Links :

Jüdisches Museum Hohenems : “ Sag Schibbolet “

EMSIANA – 10 Jahre Hohenemser Kulturfest

Lizzy Doron ( Wikipedia )

Lizzy Doron : “Sweet Occupation”-  Den Hass verstehen lernen ( DER STANDARD )

Lizzy Doron : “In meinen Träumen jagen mich entweder Nazis, Araber oder Tiere” (ZEIT- Magazin )

 

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Jüdisches Museum Hohenems : Robert Menasse – Lesung aus “ Die Hauptstadt “

Text : Jüdisches Museum Hohenems

Fotos und Video ( HIER abrufbar ) : Yitzchak M. Feuerstein

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit : SPIELBODEN , Dornbirn , 27. 02. 2018

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Robert Menasse

In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Straßen. Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; »zu den Akten legen« wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und großen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Straßen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.

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Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Preise:
 Deutscher Buchpreis (Shortlist) 2017, Österreichischer Buchpreis (Longlist) 2017, Max-Frisch-Preis 2014, u.v.m

 

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Robert Menasse : “  Die Hauptstadt “ ,  erschienen bei SUHRKAMP – ISBN: 9783518427583

Pressestimmen :

“ Robert Menasse legt seinen mit Spannung erwarteten Europa-Roman vor. “Die Hauptstadt” bietet von allem etwas: Politik, Mord, Verschwörungen, Klamauk, Kolportage, Polemik und Analyse. Große Unterhaltung….”

Aus : PROFIL, 7.9.2017

Wie Robert Menasse Europa kaputtschreibt ( DIE ZEIT )

Der erste große EU-Roman ( Deutschlandfunk )

Weitere Werke des Autors :

Robert Menasse : Die Vertreibung aus der Hölle

Selige Zeiten, brüchige Welt

Das war Österreich – Gesammelte Essays zum Land ohne Eigenschaften

u.a.m.

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Jüdisches Museum Hohenems : Die Teilacher……

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Fotos + Video ( HIER abrufbar ) : Yitzchak M. Feuerstein

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Oben : Michel Bergmann

Was wurde aus den Überlebenden des Holocaust, die als DPs, als Displaced Persons in Frankfurt, München oder auch in Hohenems landeten? Michel Bergmann hat seine – gerade unter dem Titel „Es war einmal in Deutschland“ verfilmte – Romantrilogie, die mit dem Buch „Die Teilacher“ begann, mit schelmischem Witz diesem „Leben danach“ gewidmet.

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ISBN : 978-3-423-14030-0

1946, Frankfurt am Main.” Sie hausen in ausrangierten Güterwaggons, in Kellern, halben Ruinen, ehemaligen Krankenhäusern. Die Treppen baufällig, die Nachbarn grimmig. Das politische Klima frostig, der Blick in die Zukunft schemenhaft. Fast alle sind sie aus den Lagern gekommen, oft als einzige Überlebende in ihrer Familie. Doch jetzt ist Aufbruch angesagt: Bei Eis und Schnee, bei Regen und Sonnenschein, mit Citroën und Horch, mit Volkswagen, Opel und Tempo-Dreiradpritsche sind sie Tag für Tag unterwegs, um allerlei Dinge zu verkaufen. Wie viel Kraft hat es gekostet, wieder an Liebe, Nestbau und Zukunft zu glauben?Michel Bergmann, 1945 als Kind jüdischer Eltern in einem Internierungslager in der Schweiz geboren, zog mit seinen Eltern nach einigen Jahren in Paris nach Frankfurt am Main. Nach journalistischen Anfängen arbeitet er als Autor, Regisseur und Produzent. Seit über 15 Jahren schreibt er Drehbücher für Film und Fernsehen. Alle seine Bücher sind als Taschenbücher bei dtv, München erschienen. Wir zeigten den Film „Es war einmal in Deutschland“ in Kooperation mit dem Filmforum Bregenz am 31.1.2018 um 20 Uhr im Metrokino Bregenz ►<http://www.jm-hohenems.at/veranstaltungen/es-war-einmal-in-deutschland>, mit anschließendem Gespräch mit Michel Bergmann. Am 2.2. fand eine weitere Filmvorführung um 22 Uhr ►<http://www.jm-hohenems.at/veranstaltungen/es-war-einmal-in-deutschland-2> statt (ohne Gespräch).

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Michel Bergmann : Machloikes Arche Verlag, Zürich 2011. ISBN 9783716026663

Weitere Titel von Michel Bergmann :

Weinhebers Koffer ( Amazon )

Alles was war ( Amazon)

Herr Klee und Herr Feld ( Amazon)

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Jüdisches Museum Hohenems : Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Video (HIER abrufbar ) + Foto Mag. Thöny : Yitzchak M. Feuerstein

Do, 18. Jan 2018, 19:30-21:30 Uhr
Vom Arlberg nach Kanada. Georg Eisenschimmel und die Pfarrkirche Stuben
Präsentation der Edition Skispuren Nr. 1 des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider.

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Mitte  : Hannes Schneider , Rechts :   Rudolf Gomperz (1)

Im Rahmen des von der Diözese Feldkirch und dem Vorarlberg Museum initiierten Projekts “Leuchtende Bilder” fand im Sommer 2016 in der Pfarrkirche Stuben am Arlberg eine Veranstaltung statt, bei der die Geschichte der Kirche und insbesondere der drei Glasfenster im Mittelpunkt stand. Der Fokus wurde dabei vor allem auf jenes Fenster gerichtet, das 1934 von Georg Eisenschimmel, einem aus Wien stammenden jüdischen Industriellen, gestiftet wurde. In den 1930-er Jahren hatte sich derselbe am Arlberg niedergelassen, wo die von Hans Feßler geplante Villa Eisenschimmel in St. Anton errichtet wurde.

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Die Eisenschimmel Villa in St. Anton, wurde arisiert, und ist schließlich verschwunden (Umbau in ein Hotel ? )

Nachdem er mit seiner Familie noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach Übersee emigrieren konnte, überdauerten seine wertvolle Kunstschätze die Kriegsjahre, indem sie in Stuben am Arlberg versteckt und vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt werden konnten. Eisenschimmel nannte sich seit den 1940-er Jahren George Encil und wurde in Kanada zu einem bedeutenden Förderer des Skisports. Seine Lebensgeschichte und die Verknüpfungen mit dem Skilauf am Arlberg sind Inhalt einer Publikation des Vereins Foundation Friends of Hannes Schneider, die an diesem Abend von Mag. Christof Thöny präsentiert wird.

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Mag. Christoph Thöny

Eine gemeinsame Veranstaltung der Foundation Friends of Hannes Schneider, des Jüdischen Museums Hohenems und der Katholischen Kirche Vorarlberg.

(1) Hanno Loewy : Wunder des Schneeschuhs? (WINA)

      Hanno Loewy:  Wahres Drama um eine verdrängte Geschichte ( Vorarlberger Nachrichten )

Felix Mitterer : Kein schöner Land

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Jüdisches Museum Hohenems : Weibliche Aspekte G-ttes und religiöse Praxis im Judentum

Vortrag und Gespräch mit Rabbinerin Elisa Klapheck (Frankfurt am Main)

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Text : Jüdisches Museum Hohenems
Foto : Yitzchak M.Feuerstein

Macht es für ein modernes religiöses Verständnis Sinn, die weibliche Seite Gottes hervorzuheben? In den 1980er Jahren führten jüdische Feministinnen viele Formulierungen in den Gottesdienst ein, um Gottes weibliche Seite, die Schechina oder den Aspekt der Barmherzigkeit (Rachamim) anzureden. Der Bibelforschung zufolge war die Weiblichkeit Gottes auch schon in der Antike von zentraler Wichtigkeit. Sind das Inspirationen für heute oder bestätigen sie nur eine Geschlechter-Dichotomie? Elisa Klapheck ist Rabbinerin des „egalitären Minjans“ der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und Professorin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung „Die weibliche Seite G-ttes“.

Videoaufzeichnung des Abends –> HIER

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Jüdisches Museum Hohenems : Natur und Weiblichkeit

Text : Jüdisches Museum Hohenems
Foto und Video : Yitzchak M. Feuerstein

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Buchpräsentation  von Katharina Waibel (Hohenems)

So wie der weibliche Körper sich zyklisch erneuert, wird auch die stetige Erneuerung unserer pflanzlichen Umwelt im Zusammenhang mit dem Zyklus des Mondes wahrgenommen. Historisch wurde das Weibliche immer wieder mit der Natur, ihren undurchsichtigen Geheimnissen und oftmals zweideutig mit todbringenden oder heilenden Kräften in Verbindung gebracht. Die Autorin Katharina Waibel stellt im Gespräch mit Anika Reichwald ihre in Hohenems erschienenen Bücher wildes weiber wissen (2014) und wilde weiber wünsche (2015) vor und spricht über die Kräfte der Natur und die starke Präsenz des Weiblichen in diesem Kontext. Katharina Waibel lebt als Autorin und Kräuterkundlerin in Hohenems. Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung „Die weibliche Seite Gottes“

Video “ Natur und Weiblichkeit “ ( 38 min. ) –> HIER abrufbar.

Zu Katharina Waibel :

Über mich sowie

Wildes Weiber Wissen

Wilde Weiber Wünsche

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Jüdisches Museum Hohenems : 400 Jahre Schutzbrief Hohenems

Von Dr.Hanno Loewy
Fotos und Video: Yitzchak M. Feuerstein

Während sich Adelsherrschaften und Reiche zu Nationen wandelten, überschritten die europäischen Juden – manchmal freiwillig und oftmals erzwungen – alle nationalen und kulturellen Grenzen. Und suchten zugleich einen Ort des Bleibens. Hohenems war ein solcher Ort, in der Mitte und an der Peripherie Europas zugleich.
In der Geschichte der Hohenemser Juden erscheint die Geschichte Europas wie unter einem Brennglas. Und in einer Zeit der Verunsicherung, in der die Gestalt Europas mehr Rätsel aufgibt denn je, ist der Blick auf diese Geschichte ein möglicher Schlüssel für die Antworten nach denen wir suchen.

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Oben : Jüdischea Museum Hohenems – Hanno Loewy – Festakt im Palast Hohenems – Sonntag, 2. Juli 2017

Einleitung , als Video HIER abrufbar.

400 Jahre Hohenemser Schutzbrief – Festakt Festvortrag von Dan Diner (Tel Aviv)

Von der Vormoderne in die Moderne, am Beispiel des jüdischen Hohenems.

Die jüdische Geschichte in Hohenems begann an der Schwelle zur Neuzeit, im Übergang der Epochen. Jüdisches Leben entwickelte sich hier an einem Schnittpunkt europäischer Räume, zwischen Norden und Süden, Westen und Osten.
Während sich Adelsherrschaften und Reiche zu Nationen wandelten, überschritten die europäischen Juden – manchmal freiwillig und oftmals erzwungen – alle nationalen und kulturellen Grenzen undnd suchten zugleich einen Ort des Bleibens. Hohenems war ein solcher Ort, in der Mitte und an der Peripherie Europas zugleich.
In der Geschichte der Hohenemser Juden erscheint die Geschichte Europas wie unter einem Brennglas. Und in einer Zeit der Verunsicherung, in der die Gestalt Europas mehr Rätsel aufgibt denn je, ist der Blick auf diese Geschichte ein möglicher Schlüssel zu den Antworten, nach denen wir suchen.

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Festrede als Video – HIER

Dan Diner lehrte zuletzt Moderne Europäische Geschichte an den Universitäten in Jerusalem und Leipzig. Er leitete das Institut für Deutsche Geschichte an der Universität Tel Aviv und das Simon-Dubnow-Institut in Leipzig. Dan Diner ist u.a. der Herausgeber der Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur und Autor zahlreicher Standardwerke zur europäischen, nahöstlichen und jüdischen Geschichte, z.B. Das Jahrhundert verstehen. Eine universalhistorische Deutung (München 1999), Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt (Berlin 2005), Rituelle Distanz. Israels deutsche Frage (München 2015).

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400 Jahre Hohenemser Schutzbrief – Festakt –  Konzert mit jüdischer Musik des Barocks.

Begegnungen: Venezianische Barockmusik und hebräische Liturgie
Ein Konzert mit jüdischer Musik des Barock von

Salomone Rossi (1570–1630), Francesco Cavalli (1602–1676),
Marco Uccellini (1603–1680) und Benedetto Marcello (1686–1739)
Ensemble »La Dafne«
Michele Andaló, Countertenor / Stefano Rossi, Violine
Ayako Matsunaga, Violine / Rosita Ippolito, Viola da Camba
Valeria Montanari, Clavicembalo
Vokalensemble Animantica
Lucia Schwarz / Sarah Morandini / Ramona Häfele

Über die Biografie des Komponisten Salomone Rossi aus der Familie der »Haadoumim« (1) ist nur wenig bekannt: als gläubiger Jude im ausgehenden 16. Jahrhundert, dem Übergang von der Renaissance zur Barockzeit, gehörte er einer Kultur und einem Glauben an, die gerade noch im Zeichen der Inquisition verfolgt worden waren. Umso bemerkenswerter ist es, dass dieser hochtalentierte Komponist, der sich »Il ebreo« nannte, mit Hilfe von christlichen und israelitischen Mäzenen eine fundierte musikalische Ausbildung am Hof von Mantua absolvieren und sich eine angesehene Reputation in der europäischen Musiklandschaft erarbeiten konnte.
Seine Werke wurden bis nach Portugal gefeiert und hatten ähnliche Bedeutung wie die seines Zeitgenossen Claudio Monteverdi. Rossi reformierte die hebräische Liturgie seiner Zeit mit seinen von der christlichen Harmonie und Kontrapunktlehre inspirierten Werken. Er war des Italienischen ebenso mächtig wie des Hebräischen und verarbeitete beide Sprachen musikalisch gleichwertig.

(1) Siehe auch : l’Institut Européen des Musiques Juives

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