וּשְׁאַבְתֶּם-מַיִם בְּשָׂשׂוֹן -שמחת בית השואבה – Sukkot und das Fest des Wasserschöpfens

Die Feier, die das Wasseropfer begleitete, wurde simchat beit ha scho’ewa genannt, „Feier des Ortes, an dem Wasser geschöpft wird“. Das Wasser für das Opfer auf dem Altar wurde den Quellen von Schiloach entnommen. Dieses Wasser nannte man „Wasser der Erlösung“ nach dem Vers Und ihr sollt fröhlich Wasser schöpfen aus den Quellen der Erlösung (Jeschajahu 12:3). Die Könige des Hauses David wurden an diesen Quellen gesalbt, und von ihnen kommt Israels Erlösung…..”

Weiterlesen – > Chabad.org (Hyperlink anklicken !)

וּשְׁאַבְתֶּם-מַיִם בְּשָׂשׂוֹן
מִמַּעַיְנֵי הַיְשׁוּעָה.
מַיִם, מַיִם, מַיִם, מַיִם,
הוֹי מַיִם בְּשָׂשׂוֹן
הֵי, הֵי, הֵי, הֵי,
מַיִם, מַיִם,
מַיִם, מַיִם,
מַיִם, מַיִם בְּשָׂשׂוֹן

( ישעיהו פרק יב )

וידאו : ושאבתם מים בששון מרים אביגל שמשון בר נוי

וידאו :  שלומית בונה סוכה- בית הספר לאמנויות ונעמי שמר

ראו גם : שמחת בית השואבה-אנציקלופדיה היהודית

Links :

וידאו : תפילת הגשם

  וידאו : ברכנו – משיב הרוח ומוריד הגשם

תפילת גשם- אנציקלופדיה היהודית

Sukkot : Regen bringt Segen ( Jüdische Allgemeine )

Rabbiner Dr. Walter Rothschild : Eine apokalyptische Vision zum Laubhüttenfest.

Jesaija 12, 3 : Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude / aus den Quellen des Heils. ( Univ. Innsbruck )

Bilder zu Sukkot und zum Fest des Wasserschöpfens

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Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen !

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Ben Sira, Kap. 25, Vers 16 – Holzschnitt 1571 ( Wikipedia – gemeinfrei )

Waren die sehr deutlichen  Aussprüche über Frauen in den Kapiteln 25 und 26 des Buches “Ben Sirah – Jesus Sirach “ (1) der Grund , weshalb diese Schrift , im 2. Jhdt v.d.Z. entstanden , keinen Eingang in den Kanon des “ Tanach “ fand ? In christlichen Bibeln ist das Werk auch unter  Ecclesiasticus  ( nicht zu verwechseln mit Ecclesiastes ) bekannt. Verzichteten die Kompilatoren des Tanach um des ehelichen Friedens willen auf die Aufnahme des Ben Sirah in das Verzeichnis der heiligen Schriften ? Smiley  Bereits  in talmudischer Zeit waren sich die Gelehrten darüber uneins, ob dieses Buch in der Synagoge gelesen werden dürfe oder nicht.  1870 verfasste Rabbiner Löwy aus Groß-Kanisza ( 2 ) dazu eine Abhandlung :

Aus : Die Neuzeit, 4. Februar 1870, Seite 8 (OENB/anno) :

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-> WEITERLESEN

 (1)   Das Buch Jesus Sirach – Einheitsübersetzung ( Univ.Innsbruck )

( 2 )  Filiale der Leopoldstadt ( Wiener Zeitung )

Links :

בן סירא  -אנציקלופדיה יהודית

Alphabet of Ben Sira 78: Lilith

Das Alphabet des Ben Sira (HaGalil)

Alphabet of Ben Sira: mocking learning with justice

Alphabet of Ben Sirah ( Jewish Virtual Library )

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לקראת הימימ הנוראים: פיוט – אדון הסליחות

אֲדוֹן הַסְּלִיחוֹת בּוֹחֵן לְבָבוֹת
גּוֹלֶה עֲמוּקוֹת דּוֹבֵר צְדָקוֹת
חָטָאנוּ לְפָנֶיךָ רַחֵם עָלֵינוּ

הָדוּר בְּנִפְלָאוֹת וָתִיק בְּנֶחָמוֹת
זוֹכֵר בְּרִית אָבוֹת חוֹקֵר כְּלָיוֹת
חָטָאנוּ לְפָנֶיךָ רַחֵם עָלֵינוּ

טוֹב וּמֵטִיב לַבְּרִיּוֹת יוֹדֵעַ כָּל נִסְתָּרוֹת
כּוֹבֵשׁ עֲוֹנוֹת לוֹבֵשׁ צְדָקוֹת
חָטָאנוּ לְפָנֶיךָ רַחֵם עָלֵינו

מָלֵא זַכִּיּוֹת נוֹרָא תְהִלּוֹת
סוֹלֵחַ עֲוֹנוֹת עוֹנֶה בְּעֵת צָרוֹת
חָטָאנוּ לְפָנֶיךָ רַחֵם עָלֵינוּ

פּוֹעֵל יְשׁוּעוֹת צוֹפֶה עֲתִידוֹת
קוֹרֵא הַדּוֹרוֹת רוֹכֵב עֲרָבוֹת
שׁוֹמֵעַ תְּפִלּוֹת תְּמִים דֵּעוֹת
חָטָאנוּ לְפָנֶיךָ רַחֵם עָלֵינוּ

 

סליחות הם תפילות מיוחדות לבקשת מחילה מהקב”ה וחזרה בתשובה. תפילות אלו נאמרות בעיקר בימי חודש אלול, ולמנהגים שונים, גם בעשרת ימי תשובה, וכן בימי תענית ציבור. הימים שבסיום חודש אלול, בהם נוהגים האשכנזים להתחיל באמירת הסליחות, נקראים על שמם ימי הסליחות

קטע מאת :   חב”דפדיה  

איך מתכוננים לראש השנה  

 אדון הסליחות   (ויקיפדהי)  

וידאו :   הפיוט אדון הסליחות בבית הכנסת חיים חביב בחיפה     

   

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Flavius Josephus – Verräter oder Held ?

Die Frage , wie Flavius Josephus,  der Kommandant der Festung Jotapata , damals noch יוסף בן מתתיהו‎ , dem laut Überlieferung kollektiven Suizid entkam , wird wohl niemals mit Sicherheit beantwortet werden können. Mit dem Aufkommen von Computern benutzten Programmierer  die “  Flavius  Josephus“ Legende um Programmiertechniken zu demonstrieren .

Ein Beispiel aus einem Standardwerk, in der Programmiersprache C++  erstellt , finden sie weiter unten . Die Fehlerfreiheit des Codes kann  jedoch nicht garantiert werden !

Weitere Quellcodes zum “ Josephusrätsel “ , gleichfalls in C++ geschrieben, sind unter diesen Links verfügbar  :
http://users.cis.fiu.edu/~weiss/adspc++2/code/Josephus.cpp

http://www.dreamincode.net/forums/topic/191266-c-josephus-2/ sowie an vielen anderen Stellen .

C/C++   Compiler/ Linker  verschiedener Plattformen sind im Netz meist kostenlos erhältlich !!

Und hier noch  ein  Beispiel für ADA (1) : http://rosettacode.org/wiki/Josephus_problem

Zitat aus : C/C++ – Professionell programmieren
Autor : Dirk Louis
Markt + Technik Verlag 2002
ISBN : 3- 8272 – 6335 – 2 :

“..von dem jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus (geboren um 37 n. Chr.) ist überliefert, dass er während der jüdischen Aufstände gegen Rom (70 n. Chr.) mit 39 weiteren Juden in eine Höhle eingeschlossen wurde. Allen drohte die Sklaverei, und um dieser zu entgehen, entschieden sie sich für den kollektiven Freitod. Sie wollten sich in einem Kreis aufstellen und dann sollte jeder Siebente getötet werden, bis nur noch einer übrig blieb. Dieser sollte dann Selbstmord begehen.
Josephus stellte sich so auf, dass er als Letzter übrig blieb. Und da die Geschichte überliefert wurde und sich Josephus zum hellenistischen Römer wandelte, können wir davon ausgehen, dass Josephus den letzten Schritt nicht getan hat.
Es steht uns nicht an, über Josephus Verfehlung zu urteilen, aber wir sollten uns fragen, an welcher Position wir uns aufgestellt hätten?

/* Josephus.cpp Lösung des Josephus-Problems */
#include <stdio.h>
#include <stdlib.h>
#include <alloc.h>
void anleitung()
{
printf(“Algorithmus zur Loesung des Josephus-Prob!emsnn”); printf(“n”);
printf(“Das Programm fragt von Ihnen die Gesamtzahl der n”); printf(“teilnehmenden Personen sowie die Laenge des Abzaehlreims”);
printf(“zaehlreims ab.n”);
printf(“Dann werden der Reihe nach die Positionen ausgeben”);
printf(“geben, die herausfallen. nn”);
printf(“Zuletzt wird die Position ausgegeben, die ” “uebrig bleibt.nn”);
}
int main() int gesamtzahl, Silben,i;
int *pO; // Zeiger auf vollst. Personenkreis
int *p; // Zeiger auf aktuelle Person
int a[100];

anleitung();
printf(“Geamtzahl der Personen: “);
scanf(“%d”,&gesamtzahl);
printf(“Anzahl der Silben in Abzaehlreim: “);
scanf(“%d”,&siIben);
/* reserviere Feld für die Personen */
/* jede Person ist durch einen int-Wert vertreten, der */
/* den Abstand zu seinem Nachfolger angibt */
p0= (int*) malloc(gesamtzahl*sizeof(int));

// anfangs ist der Abstand zwischen den Personen 1
p=p0;
for (i=1; i <=gesamtzahl -1; i++)
{
*p=1;
p++;
}
// Abstand vom Letzten zum Ersten ist 1-n !!
*p = p0-p;
// Jetzt beginnt das Auszaehlen
while (*p!=0
{
// Abzaehlreim aufsagen
for ( i= 1; i<silben-1;i++)
{
p+=*p;
}
printf(” Ausgeschieden ist : %d n“,p-p0+1+*p);
p+=(p+(*p)); // Ueberspringt eine Person( ausscheiden)
printf(” Ausgeschieden ist : %d n“, p-p0+1+*p);
}
printf(” Uebrig ist %d n“,p-p0+1);
free(p0);
return 0;
}

Das Programm illustriert noch einmal den Umgang mit Zeigern. Wenn Sie es ausführen und mit einer Gesamtzahl von 40 Personen und einem Abzählreim von 7 Silben starten, verrät es Ihnen auch, an welcher Position sich Josephus aufgestellt hat. Was es uns allerdings nicht verrät, ist, wie Josephus so schnell herausfinden konnte, an welcher Position er sich aufstellen musste…” (Zitatende )

(1) Programmiersprache , benannt nach Lady Ada Lovelace

Links :

Flavius Josephus ( Wikipedia )

Flavius Josephus: Über den jüdischen Krieg – (PDF, Uni Bochum )

Flavius Josephus Werke: Altertümer, Krieg, Apion, Leben. Übersetzt von Heinrich Clementz  ( archive.org)

יוסף בן מתתיהו

תולדות מלחמת היהודים עם הרומאים

נגד אפיון

p.k.

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שבת נחמו – " Tröstet, Tröstet mein Volk "

שבת נחמו – der Shabbat nach dem 9. Av, ist nach der an diesem Tag gelesenen הפטרה ( Haftarah )- ישעיה מ’, א’-כ”ו , welche mit den Worten “ נחמו, נחמו עמי “ – ( Tröstet, tröstet mein Volk …, Jes. 40.1 – 40 , 26 ) beginnt, benannt.   Musikvideo, mit dem “ singenden Rabbiner “ SHLOMO CARLEBACH שלמה קרליבך נחמו עמי  <- (ז.ל. )   und hier in einer anderen Version .

Vor mehr als 20 Jahren kam R. Carlebach, auf Einladung der Christlich – Jüdischen Zusammenarbeit, nach Innsbruck und trat, zusammen mit seinem “ Asistenten “ Rabbi Witte , in einer katholischen Kirche (!) auf. Seiner Ausstrahlung konnte kaum jemand widerstehen, gegen Schluss tanzten  behäbige Damen gesetzteren Alters einen ריקוד ( Rikud ) im Altarraum der Kirche !

ישעיה מ’, א’-כ”ו : נַחֲמוּ, נַחֲמוּ עַמִּי

נַחֲמוּ, נַחֲמוּ עַמִּי יֹאמַר אֱלֹהֵיכֶם.
דַּבְּרוּ עַל-לֵב יְרוּשָׁלִַם וְקִרְאוּ אֵלֶיהָ
כִּי מָלְאָה צְבָאָהּ, כִּי נִרְצָה עֲו‍ֹנָהּ,
כִּי לָקְחָה מִיַּד אֲדֹנָי כִּפְלַיִם בְּכָל-חַטֹּאתֶיהָ.

הִתְעוֹרְרִי, הִתְעוֹרְרִי, קוּמִי יְרוּשָׁלִַם,
אֲשֶׁר שָׁתִית מִיַּד אֲדֹנָי אֶת-כּוֹס חֲמָתוֹ,
אֶת-קֻבַּעַת כּוֹס הַתַּרְעֵלָה שָׁתִית מָצִית.

בְּרֶגַע קָטֹן עֲזַבְתִּיךְ וּבְרַחֲמִים גְּדֹלִים אֲקַבְּצֵךְ.
בְּשֶׁצֶף קֶצֶף הִסְתַּרְתִּי פָנַי רֶגַע מִמֵּךְ,
וּבְחֶסֶד עוֹלָם רִחַמְתִּיךְ – אָמַר גֹּאֲלֵךְ, אֲדֹנָי.

אֶפְתַּח עַל-שְׁפָיִים נְהָרוֹת וּבְתוֹךְ בְּקָעוֹת מַעְיָנוֹת;
אָשִׂים מִדְבָּר לַאֲגַם-מַיִם וְאֶרֶץ צִיָּה לְמוֹצָאֵי מָיִם.
אֶתֵּן בַּמִּדְבָּר אֶרֶז, שִׁטָּה, וַהֲדַס, וְעֵץ שָׁמֶן;
אָשִׂים בָּעֲרָבָה בְּרוֹשׁ, תִּדְהָר וּתְאַשּׁוּר יַחְדָּו.

עִבְרוּ, עִבְרוּ בַּשְּׁעָרִים, פַּנּוּ דֶּרֶךְ הָעָם;
סֹלּוּ, סֹלּוּ הַמְסִלָּה, סַקְּלוּ מֵאֶבֶן,
הָרִימוּ נֵס עַל-הָעַמִּים.

וּפְדוּיֵי אֲדֹנָי יְשׁוּבוּן, וּבָאוּ צִיּוֹן בְּרִנָּה,
וְשִׂמְחַת עוֹלָם עַל-רֹאשָׁם.

נַחֲמוּ, נַחֲמוּ עַמִּי

Links :

ימי בין המצרים

Fasten am 17. Tammusצום שבעה עשר בתמוז

Schabbat Chazonשבת חזון

דיני שבת חזון

Tisha B’Avתשעה באב

 The 15th of Av: Love and Rebirth ט”ו באב חג האהבה

p.k.

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Lag B’Omer, Peter Pan und der Zaddik

Handlung und Personen dieser Geschichte sind nicht gänzlich frei erfunden  !

Lag B´Omer 198x

Srulik (1) fühlt sich schon als richtiger Mann ! Denn unter den Geschenken, die er zu seinem achten Geburtstag bekam, waren auch ein Bogen und ein Köcher voller Pfeile mit bunten Federn am Schaft. Es sind nur mehr wenige Tage bis Lag B’Omer, dann würden die Kinder der Religionsschule auf die große Insel im Fluß fahren, dort ein Lagerfeuer anzünden, Lieder singen und selbstverständlich würde Srulik seine Pfeile hoch in die Luft , sogar bis zum Regenbogen hinauf schießen. Im Unterricht am Sonntag erzählt Miriam, die Lehrerin, vom 33. Tag des Omerzählens , warum man an diesem Tag fröhlich war und warum viele Leute an diesem Tag heirateten, von den Schülern des Rabbi Akiba, die aufeinander neidisch waren und deshalb starben, vom Rabbi Shimon Bar Jochai, der viele Jahre in einer Höhle verbrachte. Besonders gefallen dem Srulik die Geschichten von Bar Kochba und seinen Giborim (Helden) und Srulik ist fest entschlossen, sobald er erwachsen sein wird, nach Eretz Israel zu gehen  um als tapferer Chajal (Soldat) sein Land zu verteidigen. Erwachsen werden ist jedoch etwas, das Srulik ein wenig Sorgen macht. Die Erwachsenen, findet er, sind eigentlich zu bedauern. Nie haben sie Zeit, sind immer sooo schrecklich beschäftigt, und statt am Wochenende in den großen Vergnügungspark zu gehen, den Srulik über alles liebt, sitzen sie in, wie Srulik es empfindet, vollkommen sinnlosen Ko­mi­tees und schwatzen sich die Ohren voll. Wenn sie dann nach vielen Stunden heimkommen, dann sind sie gereizt und man kann mit ihnen kein vernünftiges Wort mehr reden. Daher hat Srulik beschlossen, genau wie der Peter Pan im Film von Walt Disney, niemals erwachsen zu werden. Das heißt – ein wenig schon, gerade so viel , dass er ein schweres Motorrad fahren darf und Pilot oder vielleicht Lokomotivführer werden kann, mehr aber auf keinen Fall. Soweit Sruliks Meinung über die Welt der Erwachsenen. Da ist auch die Lehrerin Miriam, von der seine Mutter immer sagt, sie sei ein verrücktes Huhn, doch Srulik weiß es genau – Miriam will auch nicht richtig erwachsen werden. Sie ist in Sruliks Augen ganz toll, macht jeden Unsinn mit, mit ihr kann man Pferde stehlen.

Und Sruliks Großvater – seitdem er in Pension ist und nicht mehr jeden Tag zur Arbeit gehen muss hat er richtig viel Zeit. Wenn Großvater nicht über seinen Büchern sitzt, dann findet man ihn sicher auf dem alten jüdischen Friedhof, dort sorgt er ein wenig für Ordnung. Großvater bekommt für diese Arbeit nichts bezahlt, tut sie jedoch gerne, er sagt, es sei eine wichtige Mitzvah. Was eine Mitzvah ist, weiß Srulik noch nicht so genau, aber Miriam wird es früher oder später erklären. Dazu kommt, dass der Großvater nie in Eile ist, stets findet er Zeit, die unzähligen Fragen von Srulik zu beantworten.

Der letzte Sonntag vor Lag B`Omer, alle Kinder sind schon da, wo aber bleibt Miriam ? Endlich kommt sie, ist aber ganz anders als sonst. Sie tritt vor die Klasse hin, schweigt einen Moment, dann sagt sie : ” Kinder, ich habe leider eine sehr schlechte Nachricht. Wir können am Lag B´Omer nicht auf die Insel im Fluß fahren, die Stadtverwaltung erlaubt es nicht, und-Kinder – verzeiht mir- es war mein Fehler – ich habe nicht rechtzeitig die richtigen Leute gefragt. ” Srulik bemerkt, daß ihr dabei Tränen über die Wangen rinnen. Da läuft Srulik nach vorne, klettert schnell auf den Stuhl, welcher neben Miriam steht, fällt ihr um den Hals und flüstert ihr ins Ohr: “Miriam, nicht weinen, ich hab dich doch soo lieb !”. Auch die anderen Kinder drängen sich um Miriam und sagen ihr, wie sehr sie sie lieben. Da lächelt Miriam wieder ein wenig, aber trotzdem, die große Vorfreude auf Lag B´Omer ist dahin.

Srulik ist fest entschlossen, den Lag B´Omer zu retten. Aber was tun ?

Richtig- der Großvater. Und gleich nach dem Unterricht bittet er die Mutter, ihn zum Großvater zu bringen, denn alleine darf er noch nicht in der Untergrundbahn fahren. Die Mutter ist damit durchaus einverstanden, denn am Nachmittag hat sie ohnedies ein “Meeting” mit ” furchtbar wichtigen Leuten”. Daher ist sie froh, wenn Srulik nicht alleine zuhause sitzt. Die Fahrt zum Großvater dauert nicht lange, man muss nur einmal umsteigen und schon ist man da. Srulik kann es kaum erwarten, bis sich die Mutter verabschiedet hat und er mit dem Großvater alleine ist. ” Nu, Srulik, wo drückt der Schuh”, fragt der Großvater, und zündet gemächlich seine Pfeife an. Srulik weiß, dass das Pfeifenrauchen dem Großvater am Sonntag besondere Freude macht, schließlich hat er den ganzen Sabbat über auf diese Vergnügen verzichtet. Und Srulik erzählt dem Großvater, warum es am Lag B´Omer keinen Ausflug auf die Insel geben wird und warum Miriam, die er so liebt, traurig ist.

Der Großvater streicht sich den Bart, schweigt einen Augenblick, der Srulik wie eine Ewigkeit vorkommt, und dann sagt er : ” Dann müssen wir also den Zaddik um Hilfe bitten.” Srulik weiß, wer der Zaddik ist, Großvater hat von ihm viele wundersame Geschichten erzählt. Der Rebbe Menachem Mendel Epstein ist schon seit vielen Jahren in der “wahren” Welt, aber immer noch kommen Leute zu seinem Grab und bringen ein “Kvitel”, ein Blatt Papier, auf welches sie ihre Nöte und Sorgen schreiben und hoffen, daß die Fürsprache des Zaddik helfen wird. Also löscht der Großvater seine Pfeife, holt vom Haken an der Wand einen großen Schlüssel und die beiden machen sich auf den Weg. Um zum alten jüdischen Friedhof zu gelangen, müssen sie erst an einer Reihe christlicher Gräber vorbei, Srulik bleibt von Zeit zu Zeit stehen, und versucht, die prächtigen verschnörkelten Inschriften zu entziffern. ” H-i-e-r r-u-h-e-t i-n F-r-i-e-d-e-n……..” Dem Großvater ist dies ein wenig peinlich. ” Srulik, komm weiter, was sollen denn die Leute  denken, so ein großer Junge und kann noch nicht richtig lesen.” Dabei kann Srulik sogar sehr gut lesen, aber nur die gewöhnliche Druckschrift in seinen Büchern . Sogar die hebräischen Buchstaben kennt er schon, so wie er sie von Miriam lernt. Auch der Großvater unterrichtet ihn ein wenig im Hebräischen. Nur, was bei Miriam ein Spiel ist, mit viel Gesang, das ist beim Großvater etwas strenger, aber auch da gibt es einige Merksätze. ” Kometz – Aleph -O, Patach- Bet-Bah”- das lernt er vom Großvater, so wie dieser es von seinem Großvater gelernt hat. Sie gehen also weiter, bis sie zu einem großen eisernen Tor kommen. Der Großvater steckt den Schlüssel in das Schloss, ganz leicht lässt sich das Tor öffnen. “Ja, der Großvater macht seine Sache schon richtig, alles ist in guter Ordnung” denkt Srulik und ist auf ihn mächtig stolz.

. Der alte jüdische Friedhof den die beiden jetzt betreten, Großvater nennt ihn ” Bet Chaijm” und Srulik weiß, dass die Bezeichnung irgendwas mit Leben zu tun hat, ist nicht so reich geschmückt wie der Friedhof der Christen. Steinplatten mit hebräischen Schriftzeichen stecken in der Erde, viele davon bereits sehr schief. Dass hier trotz der Einfachheit alles sehr sauber wirkt,das ist das Werk des Großvaters. Aber Srulik sieht keine Blumen und auch keine Kerzen , stattdessen sind auf vielen Gräbern kleine Steine aufgeschichtet. Srulik hat vom Großvater gehört, dass diese Sitte noch aus der Zeit stammt, als das Volk Israel in der Wüste wanderte. Ein Grab unterscheidet sich von allen anderen. Anstelle eines einfachen Grabsteines steht hier ein  Bau mit einem kleinen Dach, der Großvater nennt es das “Zelt”. Es ist das Grab des Zaddik, und Srulik merkt sofort, dass  öfter Leute hierher  kommen. Unter kleinen Steinen finden sich Papierblätter mit vom Regen verwaschenen Schriftzeichen.

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(Symbolfoto )

” So,Srulik, jetzt schreib du deinen Kvitel, schreib, was dich bedrückt, und wenn du ganz fest daran glaubst, dann wird dir sicher geholfen.” Oh, weh, da fällt dem Srulik das Herz in die Hose. Schreiben, also das tut er wirklich nicht gerne, schon die Schulaufgaben sind ihm eine Qual. ” Großvater, kannst du nicht für mich …?”. “Nein, Srulik, das musst du schon selbst machen.” Der Großvater geht mit ihm etwas zur Seite, kramt aus seiner Tasche ein Blatt Papier und einen Bleistift und langsam, mit ungelenken Buchstaben, beginnt Srulik zu schreiben. Ein wenig hilft der Großvater doch und nach einiger Zeit ist der Kvitel fertig und wird unter einen Stein am Grabe des Zadik gelegt. ” Fest daran glauben” ermahnt ihn  der Großvater noch , dann verlassen sie den Friedhof.

In dieser Nacht träumt Srulik vom Zaddik. Ein alter Mann mit langem weißen Bart wie der Großvater und auch das gütige Lächeln ist wie das vom Großvater. Srulik fragt sich, ob der Zaddik auch eine Pfeife wie der Großvater hat. ” Srulik “, sagt der Zaddik, “wenn du fest entschlossen bist, nicht erwachsen zu werden, so wie der Peter Pan, dann kannst du auch zur Insel “Nimmerland” fliegen, so wie der Peter Pan, und mit dir alle deine Freunde. Aber ihr braucht dazu viel Glauben und Mut, denn du weißt ja, dass ihr mit dem Kapitän Hook und seinen Piraten kämpfen müsst.” Srulik ist einen Augenblick verwundert. Woher weiß der Zaddik nur, dass er immer und immer wieder den Videofilm vom Peter Pan ansieht, mit seinen Freunden Peter Pan spielt und die Wendy- das ist natürlich die Miriam ?. ” Bald beginnt Lag B´Omer “, sagt der Zaddik, “ihr müsst euch beeilen, denn ihr habt nur diesen einen Tag Zeit um die Insel zu erobern. Seid mutig und stark wie die Helden des Bar Kochba.” ” Was muss ich tun? “, fragt Srulik den Zaddik. ” Hole alle deine Freunde, auch die Miriam, und dann fliegt los.” ” Und wie finden wir den Weg zur Insel Nimmerland ?” ” Ganz einfach – immer der Nase nach, so und jetzt lebewohl “. “Ach, Zaddik”, ruft Srulik rasch, “werde ich auch krähen können, wie der Peter Pan ?” “Natürlich wirst du das können, du musst nur fest glauben, dass du es kannst.” Der Zaddik winkt ihm noch einmal freundlich zu und ist ganz plötzlich verschwunden. An seiner Stelle steht Miriam mit der ganzen Klasse da. Sie fassen einander an den Händen, werden ganz leicht und – fliegen. ” Ist nur gut “, denkt Srulik, dass ich mir Pfeil und Bogen auf den Rücken gehängt habe”, denn er muss doch mit Kapitän Hook und seinen Piraten kämpfen. Bei diesem Gedanken wird ihm ein wenig bange, aber da sind ja alle seine Freunde und das ist – Miriam. Bald sehen sie die Insel, es sind schon die Schiffe der Piraten zu erkennen, klein wie Spielzeug, sie kommen näher- aber da unten ist doch gar nicht der Kapitän Hook. Srulik kennt diese Gestalt nur zu gut. Die Brille auf der Nase , ein schwarzes Buch unter dem Arm- der Schulinspektor Dr.Hecht, den Srulik gar nicht ausstehen kann. Immer hat er an den Kindern etwas zu bemängeln, auch Miriam mag den Dr.Hecht nicht, weil er immer sagt, dass sie mit den Kindern nicht streng genug sei. Der Dr.Hecht öffnet sein Buch, deutet auf eine Seite und ruft dem Srulik zu. ” Was ihr da macht ist verboten, das ist gegen die Vorschriften, das ist verboten, verboten, verboten …..!”. “Stockfisch” ruft Srulik dem Dr.Hecht zu, “Stockfisch”, genauso wie es der Peter Pan gemacht hätte.

Und weiter ruft der Dr.Hecht ” Verboten, verboten, sofort aufhören, das ist verboten.” Srulik holt jetzt tief Luft und kräht-genau wie der Peter Pan. Da spürt er einen Griff auf der Schulterm, erwacht und sieht die Mutter neben seinem Bett stehen. ” Srulik, was ist mit dir, hast du schlecht geträumt ?”.

Wieder ist Srulik in der Welt der Erwachsenen. Kein Zaddik, keine Insel, kein Lag B´Omer, ein wenig tröstet ihn, dass wenigstens vom Dr.Hecht nichts mehr zu sehen ist. ” Ach Srulik”,sagt die Mutter, “vor wenigen Minuten hat Miriam angerufen, stell dir vor, es ist ein Wunder geschehen, sie hat doch noch einen Platz für Lag B´Omer gefunden !.”

” Sicher “, sagt Srulik zur Mutter, “das war der Zaddik, der geholfen hat. Weißt du, man muss nur ganz fest daran glauben.”

Und Srulik beschließt, gleich am nächsten freien Tag mit dem Großvater zum Grab des Zaddik zu gehen und einen Stein auf sein Grab zu legen.

(1) Srulik = Koseform von Israel

p.k.

Links :

Omer – Zählenספירת העומר

Lag B’Omerלַ״ג בָּעוֹמֶר

J.M. Barrie : Peter Pan

 

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1908 : Benützung der “ Elektrischen “am Sabbath ת.ב.: ביצה

Aus : Die Wahrheit, 28.Februar 1908 (Compact Memory, UB Frankfurt/Main ) :

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Siehe auch :

Talmud – ein Streit um ein Ei ( Hyperlink anklicken )

תלמוד בבלי – ביצה

דף ב – א

מתני’ ביצה שנולדה ביום טוב בית שמאי אומרים תאכל ובית הלל אומרים לא תאכל בית שמאי אומרים שאור בכזית וחמץ בככותבת ובית הלל אומרים זה וזה בכזית השוחט חיה ועוף ביום טוב בית שמאי אומרים יחפור בדקר ויכסה ובית הלל אומרים לא ישחוט אלא אם כן היה לו עפר מוכן מבעוד יום ומודים שאם שחט שיחפור בדקר ויכסה שאפר כירה מוכן הוא: גמ’ במאי עסקינן אילימא בתרנגולת העומדת לאכילה מאי טעמייהו דבית הלל אוכלא דאפרת הוא אלא בתרנגולת העומדת לגדל ביצים מאי טעמייהו דבית שמאי מוקצה היא ומאי קושיא דלמא בית שמאי לית להו מוקצה קא סלקא דעתין אפילו מאן דשרי במוקצה בנולד אסר מאי טעמייהו דבית שמאי אמר רב נחמן לעולם בתרנגולת העומדת לגדל ביצים ודאית ליה מוקצה אית ליה נולד ודלית ליה מוקצה לית ליה נולד בית שמאי כר’ שמעון ובית הלל כר’ יהודה ומי אמר רב נחמן הכי והתנן בית שמאי אומרים מגביהין מעל השלחן עצמות וקליפין ובית הלל אומרים מסלק את הטבלא כולה ומנערה ואמר רב נחמן אנו אין לנו אלא בית שמאי כרבי יהודה ובית הלל כר”ש אמר לך רב נחמן גבי שבת דסתם לן תנא כרבי שמעון דתנן מחתכין את הדלועין לפני הבהמה ואת הנבלה לפני הכלבים מוקים לה לבית הלל כרבי שמעון אבל

המשך : דף ב – ב

ראו גם : בית הלל ובית שמאי

p.k.

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Proselyten und ihre Akzeptanz im Judentum–Theorie und Praxis

(1)  תלמוד בבלי , יבמות דף מז, ב : דאמר רבי חלבו” קשים גרים לישראל כספחת

T..B.Jewamot , 42, b : „Rabbi Chelbo sprach :  Die Proselyten sind für Israel schwer wie ein Ausschlag 

Dieser Ausspruch des Rabbi Chelbo mag, aus dem Zusammenhang gerissen, ein verzerrtes Bild ergeben, deshalb empfiehlt sich die Lektüre des kompletten Abschnitts :  בבלי יבמות דף מז

Eine gegenteilige Aussage finden wir in T.B., Pesachim 87 :

ואמר ר”א לא הגלה הקדוש ברוך הוא את ישראל לבין האומות אלא כדי שיתוספו עליהם גרים שנאמר (הושע ב, כה) וזרעתיה לי ארץ :

תלמוד בבלי,פסחים פז ב

Rabbi Elasar sprach: Der Heilige, gelobt sei er, hat Israel nur darum unter die Völker verbannt, damit ihnen Proselyten hinzugefügt werden, denn es steht geschrieben ” Ich will sie mir in die Erde einsäen ” (Hosea 2,25a

Aus : Judenthum und jüdische Religion ( B.Felsenthal ) in : Die Wahrheit , 3.1. 1902 :

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(2)

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(1) ספחת – היא אחד הנגעים

‘אדם כי יהיה בעור בשרו שאת או ספחת או בהרת והיה בעור בשרו לנגע צרעת…’ (ויקרא יג,ב)

שאת, ספחת ובהרת שמות נגעים הם ולבנות הם זו מזו (רש”י)

חולי שיתחבר (שיסתפח) אל מקום אחד (ר”א אבן עזרא)

קטע מאת :  דעת

(2)  So kann etwa ein Mamzer ( ממזר )  nur eine Mamzeret oder eine Proselytin (גיורת ) ehelichen –> נישואין עם גיורת .

Es gilt im Judentum als verpönt, einen Proselyten seine nichtjüdische Vergangenheit fühlen zu lassen. Die Praxis sieht manchmal ein wenig anders aus !

Nachlese :

Henryk M. Broder : Zur Hölle mit den Konvertiten!

p.k.

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Wien, 1934 : Der Fluch Chaim Nachman Bialik’s

Aus : Die Wahrheit, 4.1.1935, Seite 4 ( Freimann- Sammlung, Uni-Bibliothek Frankfurt ):

 

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Weiterlesen : Die Wahrheit

Chaim Nachman Bialik ( Wikipedia )

חיים נחמן ביאליק ויקיפדיה

שירים שנכתבו ע”י חיים נחמן ביאליק

 

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