Proselyten und ihre Akzeptanz im Judentum–Theorie und Praxis

(1) בבלי יבמות דף מז, ב : דאמר רבי חלבו” קשים גרים לישראל כספחת

T..B.Jewamot , 42, b : „Rabbi Chelbo sprach :  Die Proselyten sind für Israel schwer wie ein Ausschlag 

Dieser Ausspruch des Rabbi Chelbo mag, aus dem Zusammenhang gerissen, ein verzerrtes Bild ergeben, deshalb empfiehlt sich die Lektüre des kompletten Abschnitts :  בבלי יבמות דף מז

Eine gegenteilige Aussage finden wir in T.B., Pesachim 87 :

ואמר ר”א לא הגלה הקדוש ברוך הוא את ישראל לבין האומות אלא כדי שיתוספו עליהם גרים שנאמר (הושע ב, כה) וזרעתיה לי ארץ :

פסחים פז ב

Rabbi Elasar sprach: Der Heilige, gelobt sei er, hat Israel nur darum unter die Völker verbannt, damit ihnen Proselyten hinzugefügt werden, denn es steht geschrieben ” Ich will sie mir in die Erde einsäen ” (Hosea 2,25a

Aus : Judenthum und jüdische Religion ( B.Felsenthal ) in : Die Wahrheit , 3.1. 1902 :

image

(2)

image

(1) ספחת – היא אחד הנגעים

‘אדם כי יהיה בעור בשרו שאת או ספחת או בהרת והיה בעור בשרו לנגע צרעת…’ (ויקרא יג,ב)
שאת, ספחת ובהרת שמות נגעים הם ולבנות הם זו מזו (רש”י)
חולי שיתחבר (שיסתפח) אל מקום אחד (ר”א אבן עזרא)

קטע מאת :  דעת

(2)  So kann etwa ein Mamzer ( ממזר )  nur eine Mamzeret oder eine Proselytin (גיורת ) ehelichen –> נישואין עם גיורת .

Es gilt im Judentum als verpönt, einen Proselyten seine nichtjüdische Vergangenheit fühlen zu lassen. Leider sieht die Praxis oft ein wenig anders aus ! Wer möchte, kann seine/ihre persönlichen Erfahrungen

 HIER

einbringen, Vertraulichkeit wird in jedem Fall garantiert.

Nachlese :

Martin Engelberg : Die tatsächlichen Fragen des Judentums heute

Henryk M. Broder : Zur Hölle mit den Konvertiten!

p.k.

HOME

Wien, 1934 : Der Fluch Chaim Nachman Bialik’s

Aus : Die Wahrheit, 4.1.1935, Seite 4 ( Freimann- Sammlung, Uni-Bibliothek Frankfurt ):

 

image

Weiterlesen : Die Wahrheit

Chaim Nachman Bialik ( Wikipedia )

חיים נחמן ביאליק ויקיפדיה

שירים שנכתבו ע”י חיים נחמן ביאליק

 

HOME

Galizien 1868 : Der Fluch des Rabbiners , der “ Cherem “ als letzte Konsequenz

image

Aus : Die Debatte, 15.1.1868, Seite 2 (OENB-Anno)

image

image

Weiterlesen : Der Morgen – Wiener Morgenblatt – 31.1.1927, Seite 4 (OENB-Anno)

image

Oben : Linzer Zeitung , 3.April 1844, Seite 3 (OENB-Anno)

Nachlese :

Rabbinerin Antje Yael Deusel :    Cherem (Jüdische Allgemeine )

חרם- ויקיפדיה

1882 : Einige Bemerkungen über Jaffa und Jerusalem – Die Neuzeit, 31.3.1882-Seite 2 (OENB-Anno)

1918 : Der “ Cherem “ in Suwalki – Rabbinischer Bannfluch gegen Lebensmittelspekulanten und Wucherer- Jüdische Korrespondenz 7.11.1918 (OENB-Ann0)

Baruch de Spinoza (Wikipedia)Ebenfalls 1927 erklärte Joseph Klausner, ordentlicher Professor für hebräische Literatur an der Hebrew University in Jerusalem, das jüdische Volk habe mit dem Cherem gegen Spinoza eine schreckliche Sünde begangen und solle den Ketzer-Bannfluch aufheben. Aus seiner Rede: „Spinoza, dem Juden, rufen wir … zu: …(Wikipedia)

The Text of Spinoza’s Excommunication

Asa Kasher and Shlomo Biderman : WHY WAS BARUCH DE SPINOZA EXCOMMUNICATED?

Why Baruch Spinoza is still excommunicated ( THE JEWISH CHRONICLE)

p.k.

HOME

Rabbis for Human Rights : Some Israelis think human rights are incompatible with Judaism. They’re wrong

We must reject the false choice between giving up on our traditions and accepting narrow, tribal, and racist interpretations of Judaism.

By Yariv Mohar

Judaism and humanism are increasingly seen as diametrically opposed in Israel today. Labor Party chairman Avi Gabbay’s recent remarks, in which he echoed Netanyahu’s infamous comment that “the Left has forgotten what it means to be Jewish,” thrust back into the public discourse the sad and false notion that Judaism is incompatible with the belief in equality of all human beings…

Continue reading : Rabbis for Human Rights

HOME

Trouw : In trance naar Nachmans tombe

Michiel Driebergen

In het Oekraïense Oeman hebben tienduizenden chassidische joden uit de hele wereld Rosj Hasjana gevierd, ofwel Joods Nieuwjaar. Met hun ‘Oekraïense’ achtergrond zijn de pelgrims niet bezig. “We zoeken spirituele vernieuwing voor het dagelijkse leven. We hebben zoveel rijkdom en toch zijn we bezorgd of boos.”…

Lees verder : TROUW

 

HOME

Die “ schwarze Liste “ des Israelischen Oberrabbinats oder “ Wie viele Divisionen hat der Papst “ ?

Seit einiger Zeit sorgt eine angebliche “ Blacklist “ des Oberrabbinats in Israel für Gesprächsstoff in der “ Jüdischen Gasse “. Es wurden Namen von Rabbinern “ geleakt “, deren Entscheidungen von den religiösen Behörden in Israel  in der Vergangenheit  nicht akzeptiert wurden.

In Ha Aretz (engl.) sowie ISRASWISS , neben anderen Medien, wurde diese Liste veröffentlicht. Dass  darauf Namen von nicht – orthodoxen Rabbinern wie Dr. Walter Rothschild , Menno ten Brink (LJG Amsterdam) und Henry Brandt  aufscheinen verwundert nicht und die Betroffenen nehmen dies in Stellungnahmen ( Jüdische Allgemeine , ISRASWISS , Nieuw Israëlietisch Weekblad ) auch  mit Gelassenheit (1) .

Es war schließlich von jeher bekannt, dass Akte nicht orthodoxer Rabbiner  vom Oberrabbinat in Israel nicht anerkannt werden. Nur – diese Liste beinhaltet auch Namen von Rabbinern die als orthodox gelten. Dass in  היכל שלמה “ schwarze Datenbänke “  existieren wurde schon lange vermutet, darüber hinaus  kursierten in Israel Gerüchte über  Listen von  ממזרים , dies wurden  jedoch stets dementiert  (2) .

 “ Wie viele Divisionen hat der Papst “ ? ( Provokante Frage, einem  Staatsmann gegen Ende des 2. Weltkriegs zugeschrieben ) , im gegenständlichen Fall : “ Wie weit reicht der tatsächliche  Einfluss des Israelischen Oberrabbinats “ ? Seit Jahren gewinnt , wie zu beobachten ist, dessen Ansicht in Bezug auf Konversionen und Angelegenheiten des Familienstandes  in orthodoxen Gemeinden der Diaspora  stetig mehr an Gewicht (3) . Wenn man im Beitrag  “ Die Oberrabbiner-Story – Ari beruft Arie “  von Rene Wachtel, erschienen in “ NU “, ein wenig zwischen den Zeilen liest, dann entsteht der Eindruck , dass der Einfluss Jerusalem’s auch in Österreich zunimmt. Dazu : “ Kommt die Gegensäkularisierung “ von Peter Menasse .

Denjenigen , die vor einem nicht – orthodoxen Bet Din konvertiert sind und die weder Aliyah beabsichtigen noch in Israel heiraten oder sich dort beerdigen lassen wollen, bereitet die Frage, ob ein Rabbiner vom Oberrabbinat in Jerusalem anerkannt wird oder nicht , keine schlaflosen Nächte. Jedoch -im Verlauf der letzten Jahrzehnte waren in einschlägigen Medien häufig Erfahrungsberichte von Einwanderern, welche sich selbst als orthodox betrachteten, zu finden , Klagen über Hindernisse bei  Eheschließungen in Israel, über die Verweigerung der Anerkennung des jüdischen Status sowie in einigen Fällen  über  die rückwirkende Annullierung ihrer  Konversion durch die  Religionsbehörden . Von einem derartigen  Rechtsstreit berichtet THE TIMES OF ISRAEL :

Top court backs rabbis who revoked conversion over secular lifestyle “.

In welche Richtung sich das Judentum weltweit, sowohl orthodox als auch (bislang) liberal , entwickeln wird, das lässt sich nicht mit Bestimmtheit voraussagen. Nur steht zu  befürchten, dass immer mehr der durch die rigide Haltung der  Religionsbürokratie Frustrierten  “ mit den Füßen abstimmen “ und die Gemeinden verlassen könnten !

“ מַה לָּנוּ חֵלֶק בְּדָוִד וְלֹא נַחֲלָה בְּבֶן יִשַׁי “

 

(1) Zitat :  Ich bin in der Sache nicht überrascht, denn eine Anerkennung durch das Oberrabbinat in Israel habe ich niemals gesucht, gewünscht oder erwartet. In gewisser Weise fühle ich mich geadelt durch diese Aufmerksamkeit “ – Rabbiner Henry G. Brandt in : Jüdische Allgemeine .

(2) Barring ‘bastards’: Israel’s marriage blacklist said to break privacy laws ( Times of Israel )

(3) Zitat : “Oberrabbinate im Allgemeinen sind sowieso Institutionen ohne wirkliche Wurzeln in der jüdischen Tradition, von fremden Herrschern oft aufoktroyiert oder aufgeschwatzt. ..”- Rabbiner Henry G. Brandt in : Jüdische Allgemeine

Nachlese : בית הדין הרבני הגדול

                   ברוך ………… שלא עשני רבי

Peter Menasse : Jüdische Gretchenfrage

p.k.

HOME

רגע של עברית : תפילת הדרך

יְהִי רָצוֹן מִלְפָנֶיךָ יי אֱלֹהֵינוּ וֵאלֹהֵי אֲבוֹתֵינוּ,
שֶׁתּוֹלִיכֵנוּ לְשָׁלוֹם וְתַצְעִידֵנוּ לְשָׁלוֹם וְתַדְרִיכֵנוּ לְשָׁלוֹם, וְתִסְמְכֵנוּ לְשָׁלוֹם,
וְתַגִּיעֵנוּ לִמְחוֹז חֶפְצֵנוּ לְחַיִּים וּלְשִׂמְחָה וּלְשָׁלוֹם.
אם דעתו לחזור מיד אומר וְתַחְזִירֵנוּ לְשָׁלוֹם
וְתַצִּילֵנוּ מִכַּף כָּל אוֹיֵב וְאוֹרֵב וְלִסְטִים וְחַיּוֹת רָעוֹת בַּדֶּרֶךְ,
וּמִכָּל מִינֵי פֻּרְעָנֻיּוֹת הַמִּתְרַגְּשׁוֹת לָבוֹא לָעוֹלָם,
וְתִתְּנֵנוּ לְחֵן וּלְחֶסֶד וּלְרַחֲמִים בְּעֵינֶיךָ וּבְעֵינֵי כָל רֹאֵינוּ,
כִּי אל שׁוֹמֵעַ תְּפִלָּה וְתַחֲנוּן אַתָּה.
בָּרוּךְ אַתָּה לפי נוסח ספרד יי שׁוֹמֵעַ תְּפִלָּה:
כִּי מַלְאָכָיו יְצַוֶּה לָךְ לִשְׁמָרְךָ בְּכָל דְרָכֶיךָ:
יי יִשְׁמָר צֵאתְךָ וּבוֹאֶךָ מֵעַתָּה וְעַד עוֹלָם:
וְיַעֲקֹב הָלַךְ לְדַרְכּוֹ וַיִּפְגְּעוּ בוֹ מַלְאֲכֵי אֱלֹהִים.
וַיֹּאמֶר יַעֲקֹב כַּאֲשֶׁר רָאָם ר”ת רפאל אוריאל מיכאל:
מַחֲנֵה אֱלֹהִים זֶה, וַיִּקְרָא שֵׁם הַמָּקוֹם הַהוּא מַחֲנָיִם.
יְבָרֶכְךָ יי וְיִשְׁמְרֶךָ:
יָאֵר יי פָּנָיו אֵלֶיךָ וִיחֻנֶּךָּ:
יִשָּׂא יי פָּנָיו אֵלֶיךָ וְיָשֵׂם לְךָ שָׁלוֹם

 

תפילת הדרך לטיסה

הברכה

יְהִי רָצוֹן מִלְּפָנֶיךָ יְהֹוָה אֱלֹהֵנוּ וֵאֱלֹהֵי אֲבוֹתֵנוּ, הַשָּׂם עָבִים רְכוּבוֹ, הַמְהַלֵּךְ עַל כַּנְפֵי רוּחַ, שֶׁתִּשָׂאֵנוּ לְשָׁלוֹם וְתּוֹלִיכֵנוּ לְשָׁלוֹם, וְתַגִּיעֵנוּ לִמְחוֹז חֶפְצֵנוּ לְחַיִּים וְלְשִּׂמְחָה וּלְשָׁלוֹם וְתַצִּילֵנוּ מִכַּף כָּל אוֹיֵב וְאוֹרֵב בַּשָּׁמַיִם וּבָאָרֶץ, ומרוחות שאינן מצויות, ומכל מיני תקלות בהמראה באויר ובנחיתה, וּמִמִינֵי פֻּרְעָנוּיּוֹת הַמִּתְרַגְּשׁוֹת לָבוֹא. כִּי אַתָּה תִּשְׁמַע מִן הַשָּׁמַיִם תְּפִלַּת עַמְּךָ יִשְׂרָאֵל בְּרַחֲמִים. בָּרוּךְ אַתָּה יְהֹוָה שׁוֹמֵעַ תְּפִלָּה

תוספות

כִּי מַלְאָכָיו יְצַוֶּה לָּךְ לִשְׁמָרְךָ בְּכָל דְּרָכֶיךָ

HOME

נשים וצרות – Frauen und " Zores " ( Ungemach) – Vrouwen en sores ????

תלמוד בבלי ( Babylonischer Talmud ) – סדר נשים (Frauen) – מסכת יבמות (Schwägerinnen) :

יבמות דף ב.א
חמש עשרה נשים ־ פוטרות צרותיהן וצרות צרותיהן מן החליצה ומן היבום, עד סוף העולםֹ
ואלו הן: בתו, ובת בתו, ובת בנו, בת אשתו, ובת בנה, ובת בתה, חמותו, ואם חמותו, ואם חמיו,
אחותו מאמו, ואחות אמו, ואחות אשתו, ואשת אחיו מאמו

נשים ( Nashim) : Frauen

צרות : ( Zarot  ), Plural von צרה (Zarah), ging in den Jargon als “ Zores “ (Ärger, Ungemach) ein, im Niederländischen : “ Sores “.

Frauen und “ Zores “ – eine leidvolle  Erfahrung , die so mancher (Ehe)Mann machen musste ?  Tatsächlich ?

Konsultieren wir  unser schlaues Wörterbuch, Hebräisch – Deutsch, von Langenscheidt :

 צרה (Zarah )  hat zwei Bedeutungen :

1.: Not, Bedrängnis, Sorge

2.: Nebenfrau, Nebenbuhlerin (der Ehefrau p.k.).

Ein Merksatz , ihr Ehemänner  : Wenn ihr euch eine צרה (Nebenfrau) zulegt, dann lassen die צרות ( Zores ) mit der holden Gattin meist nicht lange auf sich warten, und das kann teuer werden ! (1)

Tatsächlich handelt der zitierte talmudische Text von Beziehungen zu Frauen , siehe die Talmudübersetzung in Englisch , herausgegeben von Rabbi I. Epstein ( Jews College London) : Babylonian Talmud: Tractate Yebamoth Folio 2a :

“ MISHNAH. FIFTEEN [CATEGORIES OF] WOMEN EXEMPT THEIR RIVALS1 AND THE RIVALS OF THEIR RIVALS2 AND SO ON, AD INFINITUM,3 FROM THE HALIZAH4 AND FROM THE LEVIRATE MARRIAGE;5 AND THESE ARE THEY: HIS DAUGHTER,6 THE DAUGHTER OF HIS DAUGHTER7 AND THE DAUGHTER OF HIS SON;7 THE DAUGHTER OF HIS WIFE,8 THE DAUGHTER OF HER SON AND THE DAUGHTER OF HER DAUGHTER; HIS MOTHER-IN-LAW,9 HIS MOTHER-IN-LAW’S MOTHER,10 AND HIS FATHER-IN-LAW’S MOTHER;10 HIS MATERNAL SISTER,11 HIS MOTHER’S SISTER,11 HIS WIFE’S SISTER AND HIS MATERNAL BROTHER’S WIFE;12

GEMARA. Consider: All these13  are deduced from the [exemption of] a wife’s sister.14  Why then was not HIS WIFE’S SISTER mentioned15  first?16  And if it be replied that the Tanna enumerated17  [the forbidden relatives] in the order of the degrees of their respective severity,18  and that it [our Mishnah] represents the view of R. Simeon who regards burning19  as the severest,20  [it may be retorted that], if that is the case,21  HIS MOTHER-IN-LAW should have been mentioned16  first, since [Scripture] enunciated the principle of burning in the case of a mother-in-law.22  And, furthermore, HIS DAUGHTER-IN-LAW should have come15  immediately after HIS MOTHER-IN-LAW, since, next to burning, stoning23  is the severest penalty! — But [this in fact is the proper reply]: Since [the prohibition of intercourse with] ‘HIS DAUGHTER’24  has been arrived at by exposition25  it is given preference.26

Weiterlesen : come-and-hear

(1)  Kein Gift ist schlimmer  als Schlangengift und kein Zorn ist schlimmer als Frauenzorn “ – Ben Sirach, 25,15 (Universität Innsbruck )

Statenvertaling : “ Alle plaag is te verdragen, maar niet de plaag des harten, en alle boosheid, doch niet de boosheid van een vrouw “ – Ben Sirach, 25, 17

p.k.

HOME