Wien, 1910 : Aus dem, hoffentlich koscheren, Wurstkessel……

     Die Wahrheit 22.8. 1913 – Anzeigen der im “ Klagelied der Wiener Würste “ genannten  Hersteller von Wurst – und Selchwaren :

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Die vollständige Geschichte, bei welcher es “ um die Wurst “ geht :

 JÜDISCHE VOLKSSTIMME, 26. Jänner 1910 , Seite 2

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p.k.

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St. Pölten : Sowjetischer Soldatenfriedhof

Sie starben noch  in den letzten Tagen eines sinnlosen Krieges :

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Unten : Hier ruhen Soldaten der Sowjetarmee, der Identität nicht geklärt werden konnte :

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Unten : Galina Alexandrowna Barakova – verstarb in Österreich 1954 , es war ihr nicht mehr vergönnt, die Heimat wiederzusehen .

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Unten : Was erzählt dieser Grabstein ?

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Fotos : p.k.

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St.Pölten : Sturmschaden auch am jüdischen Friedhof..

In der letzten Oktoberwoche 2017 verursachte  ein Sturmtief in Europa beträchtliche Schäden. Aus Sicherheitsgründen waren an vielen Orten Parks und Friedhöfe gesperrt , wie hier am städtischen Friedhof in St.Pölten :

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St. Pölten – neuer jüdischer Friedhof, Zeremonienhalle :

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Der Friedhof ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich :

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Ein Blick über die Friedhofsmauer – auch hier musste ein Baum den Naturgewalten weichen :

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Fotos : p.k.

Links :

Bilder zu : St.Pölten – neuer jüdischer Friedhof

MEMORBUCH – Juden in St.Pölten

Synagoge St.Pölten ( Wikipedia )

Institut für jüdische Geschichte Österreichs

St.Pölten 2016 : “..und sie malten Davidsterne…”

Buchempfehlung :

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p.k.

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Israel : Historische Jüdische Zeitungen digitalisiert abrufbar

Ein Gemeinschaftsprojekt von  Tel- Aviv University  und  National Library of Israel.

Startseite : Historical Jewish Press

Terms of Use

Liste von 119 (1) Zeitungen, alphabetisch geordnet

Hier einige Beispiele :

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5. Juni 1905

 

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1. Jänner 1920 – דאר היום

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3.Jänner 1890

Herausgeber : Eliezer Ben Jehuda (אֱלִיעֶזֶר בֶּן־יְהוּדָה  ) und sein Sohn

 Itamar Ben Avi ( איתמר בן-אב”י )

 

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מה השעה -Über Frauen und über die Zeit als variable Größe

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Ulm a.d.Donau : Hier stand das Geburtshaus von Albert Einstein

Fotos : p.k.

ראו גם :  שעוני שמש בירושלים

Neulich hatte ich  mit einer netten älteren Dame eine Verabredung zu einem genau festgelegten Zeitpunkt. Mit ihren Gepflogenheiten vertraut, war ich ein wenig verwundert, als die gute Frau nur  wenig mehr als eine Stunde verspätet erschien, was in ihrem Fall als geradezu  pünktlich gewertet werden konnte.

Die Wartezeit bot Gelegenheit ein wenig über das Phänomen “ Zeit “ zu meditieren. Ist Zeit eine fixe Größe oder, wie Einsteins Relativitätstheorie  (1905) behauptet und  wie es  Stephen Hawking in “ A Brief History Of Time “ in den Raum stellt, variabel ?

Darf MANN  die gewagte These äußern, dass unsere lieben Frauen, seit Urmutter Eva  genetisch dazu konditioniert , ohne sich jemals mit Einstein oder Hawking abgemüht zu haben, die Relativität der Zeit tagtäglich in die Praxis umsetzen? Smiley  An dieser Stelle einige Betrachtungen über die Zeit in  Palästina . Vor der Einführung der modernen Zeitrechnung unter der osmanischen Herrschaft galten im täglichen Leben  vielfach noch  שעות זמניות, wie sie auch  heute im religiösen Gebrauch üblich sind :

 

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Oben : Ausschnitt,  aus einem jüdischen Kalender , die Stunde – Sha’a Zmanit – passt sich an die Länge des Tagelichtes an (am 27.4. 2017 13 Stunden, 19 Minuten und 9 Sekunden ) und dauert an  diesem Tag

1 Stunde , 6 Minuten und 35 Sekunden nach bürgerlicher Zeit

   משנה סדר זרעים מסכת ברכות פרק א.

א,א  מאימתיי קורין את שמע בערבין:  משעה שהכוהנים נכנסין לאכול בתרומתן, עד סוף האשמורת הראשונה, דברי רבי אליעזר.  וחכמים אומרין, עד חצות.  רבן גמליאל אומר, עד שיעלה עמוד השחר.

( “ Von wann an liest man das SHMA ..) – Mishna , Seder Seraim (Saaten), Abteilung Brachot (Segenssprüche).

Der Kalenderausschnitt gibt , abhängig von der geografischen Länge und Breite, Beginn und Ende der jeweiligen Gebetszeiten sowie Beginn und Ende des Schabbat an. Spätestens gegen Ende des 19. Jahrhunderts und nicht zuletzt auf Grund  des Baues von Eisenbahnen, deren Betrieb eine einheitliche Zeit erfordert , wurde in Palästina  durch die türkischen Behörden die 24-Stunden Zeitrechnung eingeführt. Dazu errichtete man öffentliche Uhren , ein schönes Beispiel findet sich in Jaffaפו ) :

 מגדל השעון – ein Uhrturm , 1900 zum 25 – jährigen Regierungsjubiläum von Sultan Abdul Hamid erbaut :

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Foto : WIKIPEDIA

In Jerusalem werden heute noch Sonnenuhren gezeigt, die wiederum einer gänzlich anderen Zeiteinteilung folgen. Wollen wir also der holden Weiblichkeit gegenüber nachsichtig sein und über den flexiblen Umgang mit der Zeit großzügig hinwegsehen ? Smiley

 

p.k.

 

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Aus dem Jüdischen Museum Hohenems : Davidstern oder “ Bierstern “ ?

Yitzchak M. Feuerstein

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Fotos : p.k.

Dieses Hexagramm mit eingeschlossenem  Bierkrug befindet sich am Gasthaus zum Sünfzen  in Lindau am Bodensee. Ähnliche Darstellungen sind im südddeutschen Raum nicht selten anzutreffen. Ob gnostisches SymbolZunftzeichen der Brauer und Mälzer, Schutzsymbol gegen Dämonen ( böse Zungen behaupten, dieses Zeichen sollte zänkische Ehefrauen davon abhalten ihren Männern den Biergenuss zu verleiden ) oder “Scutum Davidicum“, darüber wird manchmal gerätselt.

Wie Yitzchak M. Feuerstein zu berichten weiß, verursachte   das oben gezeigte Wirtshausschild zu Zeit der Nazidiktatur Probleme, mehr dazu von Bernhard Purin.

Die  Symbolik des Hexagramms war am 16 Oktober 2016 Thema eines vom Jüdischen Museum Hohenems veranstalteten Podiumsgesprächs :

Das Fenster mit Hexagramm – das alternative Oktoberfest im Jüdischen Museum – Ein Gespräch mit Bernhard Purin (München) über Davidsterne und Brauereisterne

Mit Craft Beer aus Münchner und Israelischer Koproduktion

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Ein Fenster mit einem farbigen, sechseckigen Stern wurde 1990 für das Jüdische Museum Hohenems als „Fenster einer Synagoge“ gekauft. Dieses Fenster löste damals heftige Diskussionen aus, hatte ein literarisches Nachleben und verschwand 25 Jahre in der Sammlung des Museums, um nicht ausgestellt zu werden. Nun wird das Fenster in der Ausstellung „übrig“ als Rätsel präsentiert. Ist das „jüdisch?“ – oder handelt es sich statt eines Davidsterns „nur“ um einen Brauereistern, wie es sie zu tausenden gibt?
Anlass für einen Blick auf die Hohenemser Museumsdebatten von 1990 und eine Ausstellung über die jüdisches Geschichte des Bieres, die gerade im
Münchner Jüdischen Museum erzählt wird – und dafür, Bernhard Purin einzuladen, der 1990/91 die erste Dauerausstellung des Hohenemser Museums mitaufbaute und heute das Jüdische Museum München leitet.

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Dr. Hanno Loewy (li.) im Gespräch mit Bernhard Purin (re.)

Eine Videoaufzeichnung des Gesprächs mit Bernhard Purin (  3 Teile ) ist HIER abrufbar !

 

Links :

Jüdisches Museum Hohenems , Vorschau :

 Die weibliche Seite Gottes – 30. April bis 8. Oktober 2017

Jüdisches Museum Frankfurt a. Main

Museum of the Bible, Washington DC

Het Joodse museum in Hohenems (Oostenrijk)

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Wien : Jüdische Mausoleen und Prunkgräber

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Zentralfriedhof Wien : Wegweiser zur “ Israelitischen Abteilung “ ( 1-er Tor ). (1)

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Oben : Traditionelle Gräber

Die Emanzipation der Juden in Österreich-Ungarn  (2)die den Juden Aufstiegsmöglichkeiten in früher verschlossene Bereiche verschaffte, hatte , besonders innerhalb der sozial höherstehenden Schichten, ein beträchtliches Maß an kultureller Assimilation zur Folge. Dies beeinflusste nicht zuletzt die Gestaltung der Grabstätten, an die Stelle traditioneller Formen traten aufwendige Bauwerke, wovon einige griechischen Tempeln nachempfunden waren. Zahlreiche  österreichische Juden wurden in dieser Zeit auf Grund ihrer Verdienste in den Adelsstand erhoben .

Unten : Grabstätten der Familie von Guttmann

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David , Ritter von Gutmann (* 2. Dezember 1834 in Lipník nad Bečvou; † 14. Mai 1912 in Baden) war ein österreichischer Großindustrieller. Er gründete mit seinem Bruder Wilhelm von Gutmann die Firma „Gebrüder Gutmann“. Im Jahr 1878 erfolgte gemeinsam mit seinem Bruder die Nobilitierung. Er war erster Präsident der Israelitischen Allianz in Wien und Vorsitzender der Baron-Hirsch-Stiftung für das galizische jüdische Schulwesen. Mit seinem Bruder Wilhelm stiftete er das Israelitische Mädchenwaisenhaus in der Ruthgasse in Döbling.Verheiratet war er mit Sophie von Gutmann, geborene Latzko (1838–1902 ) Quelle : WIKIPEDIA

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Jüdische Grabmale im “ klassisch – griechischen “ Stil :

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In der “ sephardischen Abteilung “ : Mausoleum  des Jacques Menachem Elias (1844-1923), eines aus Rumänien stammenden Industriellen und Philanthropen.

Informationen zur Baugeschichte : Baudenkmäler in Österreich- Elias Mausoleum

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Zu Ludwig von Pollak konnten  keine biografischen Daten gefunden werden !

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Die letzte Ruhestätte von Moritz Benedikt , Herausgeber “ Neue Freie Presse “ :

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Durch Fliegerbomben während des 2. Weltkriegs beschädigt :

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Unten : Mögen auch die weniger “ Reichen und Schönen “ vor dem Vergessen bewahrt werden ! (3)

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(1) 1877 wurde der jüdischen Gemeinde Wiens ein Areal  von 260.000 Quadratmetern zur Anlage eines Friedhofs überlassen. Bis zum Jahr 1916  wurden hier etwa 80.000 Menschen beerdigt. Aus neuerer Zeit stammen u.a. die Gräber von

 Arthur Schnitzler, Harry Weber und Gerhard Bronner.

Sie betreten diesen Teil des Friedhofs durch das Tor Nummer 1 ( Haltestelle der Straßenbahnlinie 71 )-> Google Maps

Der Besucher / die Besucherin sollte über ausreichend Zeit verfügen  sowie einen offenen Geist mitbringen , um die Geschichten, welche  uns die Grabsteine von vergangenen Geschlechtern erzählen, verstehen zu können !

(2) Geschichte der Juden in Österreich

(3) Dieser Teil des Zentralfriedhofs (1-er Tor, jüdische Abteilung ) wird von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien betreut –> IKG Wien – Friedhöfe

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Fotos : p.k.

p.k.

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