Wien, 1934 : Der Fluch Chaim Nachman Bialik’s

Aus : Die Wahrheit, 4.1.1935, Seite 4 ( Freimann- Sammlung, Uni-Bibliothek Frankfurt ):

 

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Weiterlesen : Die Wahrheit

Chaim Nachman Bialik ( Wikipedia )

חיים נחמן ביאליק ויקיפדיה

שירים שנכתבו ע”י חיים נחמן ביאליק

 

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Satire : Wir lassen unsere lieben Juden nicht nach Palästina..

Eduard Thöny (1) , geboren in Brixen, Wahlmünchner, langjähriger Mitarbeiter der Satirezeitschrift SIMPLICISSIMUS :

“ Weaner Gmüat “ , 1925 :   “ Wir lassen unsere lieben Juden nicht nach Palästina – wir wollen sie in Wien totschlagen”.

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Aus : Simplicissimus“, Heft 23 vom 07.09.1925

Dazu : Karikaturen von Eduard Thöny

Weitere Bilder zu SIMPLICISSIMUS

Eduard Thöny – Karikaturmuseum Krems

(1) Thöny war in der NS-Zeit ein hoch geschätzter Künstler. Er erhielt Ehrungen und Auszeichnungen. 1933 wurde er von der Münchner Kunstakademie zum Ehrenmitglied und am 20. April 1938 von Adolf Hitler zum Professor ernannt, ein Ehrentitel ohne Amt und Besoldung. 1941 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Er war mit insgesamt 38 Werken auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen im Münchner Haus der Deutschen Kunst vertreten, darunter 1940 mit dem Ölgemälde Westwallarbeiter und 1943 mit dem Ölgemälde Waffen-SS im Einsatz. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs nahm ihn Hitler im August 1944 in die Gottbegnadeten-Liste auf.

Quelle : WIKIPEDIA

p.k.

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Wien 1848 : Juden im revolutionären Kampf

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Aus : Wienbibliothek-Digital, Flugblätter März 1848

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Aus : Wienbibliothek-Digital, Flugblätter- Mai 1848

Im Frühjahr 1848 erreichten die revolutionnären Erschütterungen nach Frankreich und nach den Staaten des Deutschen Bundes  auch Wien. Neben “christlichen “ Arbeitern, Bürgern und Studenten (1) standen  Wiens Juden an vorderer Stelle der Aufstandsbewegung, sei es mit der Feder oder mit der Waffe in der Hand.Wir können hier, stellvertretend , nur einige Namen erwähnen :

Karl Isidor BeckLieder vom armen Mann , der Trödeljude , an Rothschild, warum sind wir arm..

Adolf Fischhof :  

Eine übelberathene Staatskunst hat die Völker Österreichs bisher auseinandergehalten;
sie müßen sich jetzt brüderlich zusammenfinden u. ihre Kräfte durch Vereinigung erhöhen.
13. März 1848
” – Inschrift auf dem Grabdenkmal von Adolf Fischhof –  ( Zentralfriedhof Wien,  alte jüdische Abteilung – 1er Tor ).

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Aus : Der Humorist , 22.März 1848

Dr. Adolf Fischhof : An die Medizinerlegion

Unten : Protocoll der Vormittag-Sitzung vom 3. Juli 1848 Vom Ausschuß der Bürger Nationalgarde und Studenten ….Dr. Fischhof Vorsitzer ; Dr. Schick Schriftführer  :

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Aus : Wienbibliothek – Digital – Flugschriften zur Revolution, Juli 1848

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Aus : Der Humorist, 16.März 1848

Zum Gesuch um Rehabilitierung Dr. Fischhof’s – Die Neuzeit , 6. Mai 1864  ( Dr. Fischof erhielt seine bürgerlichen Rechte im Zuge einer Amnestie 1867 zurück ).

Hirsch, Samson RaphaelEin Wort zur Zeit an unsere christlichen Brüder ……

Ludwig August Frankl  :

Sein Gedicht Die Universität, zu Beginn der Märzrevolution des Jahres 1848 entstanden, erregte als erstes zensurfreies Flugblatt großes Aufsehen, wurde in mehr als einer Million Exemplaren verbreitet und von zahlreichen Komponisten in Musik gesetzt.

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Aus : Illyrisches Blatt, 12.März 1848

  Moritz Hartmann , Enkel des Rabbiners von Jung-Bunzlau (Mladá Boleslav ) R. Isak Spitz und Vater von Moritz Ludo Hartmann , verfasste nach der widerrechtlichen Hinrichtung von Robert Blum (2) eine Satire mit dem Titel “ Die Reimchronik des Pfaffen Mauritius “ . Diese Abrechnung mit der Reaktion galt in den Augen der Obrigkeit als gefährlich und die Verbreitung  war mit beträchtlichen Risiken verbunden. Im Roman “ Der Pojaz “ von Karl Emil Franzos wird bei einem wegen der Teilnahme am Märzaufstand  zu lebenslangem Militärdienst verurteilten “ Furbes “ ( Trainsoldat) Hartmanns “ Reimchronik” entdeckt. Der Soldat , harte Bestrafung fürchtend, attackiert daraufhin seine Vorgesetzten.……

Hermann Jellinek (jüngerer Bruder des Rabbiners Adolf Jellinek ) wurde , nach der Niederschlagung des Wiener Oktoberaufstandes als besonders gefährlicher “ Schreibtischtäter” zum Tode durch den Strang verurteilt (Wikipedia).

Isaak Noah Mannheimer :

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Weiterlesen : Der Humorist, 28.März 1848

Moritz Gottlieb Saphir  : Der tote Zensor ( Der Humorist, 16.März 1848 ) , 108 Aphorismen und 2 Gedichte, weitere Werke von M.G.Saphir in WIKISOURCE .

 

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M.G. Saphir : Der erste Frühlingsstrahl der Preßfreiheit ( Der Humorist , 15. März 1848  )

M.G. Saphir : Preßfreiheit und Repressivgesetz ( Der Humorist, 16.März 1848 )

M.G. Saphir : Die Studenten beim Leichenbegängnisse der Tapferen ( Den Studierenden Wiens gewidmet )

M.G. Saphir : Mein Taschenkatechismus in Noth und Tod. ( 31. März 1848 )

 

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Aus : Der Humorist – 21. März 1848

Carl Heinrich Spitzer  –  Rabbis and Revolution sowie :

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Aus : Wienbibliothek – Digital, Flugeschriften zur Revolution 1848

 

Josef Samuel Tauber :

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Abb. aus :  Wien-Digital

Bernhard Knöpfelmacher , März 1848 :

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Aus : Wien – Digital

Der Kantor Salomon Sulzer :

“..daneben war Sulzer als Komponist weltlicher Lieder tätig. Neben Revolutionsliedern (“National-Garden_Lied”, “Lied der Todtenkopflegion“) (3) vertonte er unter anderem Gedichte von Goethe.
Als am 13. März 1848 auf dem Friedhof auf der Schmelz in Wien die Opfer des Militäreinsatzes gegen die Revolution bestattet wurden, nahm Salomon Sulzer, gemeinsam mit einem katholischen Priester, einem protestantischen Pfarrer und dem Prediger der Wiener Synagoge, Isak Noa Mannheimer, an den Beerdigungsfeierlichkeiten teil. Ein damals unerhörtes Beispiel einer ökumenischen Totenfeier….”

Aus : Hohenemsgenealogie

(1) Franz Grillparzer : Halloh, die Wiener Studenten

(2)  “ Was zieht dort zur Brigittenau ´im blutgen Morgerot ..” . Im 20. Wiener Gemeindebezirk (Brigittenau) wurde eine Straße nach Robert Blum benannt.

(3)   Musik und Revolution  – Die Produktion von Identität und Raum  durch Musik in Zentraleuropa 1848/49

        sowie : Der weltliche Oberkantor – Ergebnisse der Recherche zu Sulzers weltlicher bzw. nicht liturgischer Musik

Judentum, Nationalitätenprinzip und Identität: die jüdische Revolutionspresse von 1848 :

Adolph Buchheim, März 1848 :

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Aus : Wienbibliothek-Digital , Flugblätter März 1848

Die Neuzeit, 27. Februar1863 :

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Siehe auch : Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich

p.k.

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Ben Sira’s ethical teachings and his attitude towards women….

Ben Sira (aka Jesus son of Sirach ) – a misogynist ?

 Ben Sira, Chapter 25 : (Women – Evil and Virtuous)

12 Worst of all wounds is that of the heart, worst of all evils is that of a woman.
13 Worst of all sufferings is that from one’s foes, worst of all vengeance is that of one’s enemies:
14 No poison worse than that of a serpent, no venom greater than that of a woman.
15 With a dragon or a lion I would rather dwell than live with an evil woman.
16 Wickedness changes a woman’s looks, and makes her sullen as a female bear.
17 When her husband sits among his neighbors, a bitter sigh escapes him unawares.

Ben Sira, Chapter 26 :

5 There are three things at which my heart quakes, a fourth before which I quail:
Though false charges in public, trial before all the people, and lying testimony are harder to bear than death,
6 A jealous wife is heartache and mourning and a scourging tongue like the other three.
7 A bad wife is a chafing yoke; he who marries her seizes a scorpion.
8 A drunken wife arouses great anger, for she does not hide her shame.
9 By her eyelids and her haughty stare an unchaste wife can be recognized.
10 Keep a strict watch over an unruly wife, lest, finding an opportunity, she make use of it;
11 Follow close if her eyes are bold, and be not surprised if she betrays you:
12 As a thirsty traveler with eager mouth drinks from any water that he finds,
So she settles down before every tent peg and opens her quiver for every arrow.

 

The Jewniverse   : “…believe it or not, the fact that the prophet Jeremiah is both Ben Sira’s father and grandfather is not the weirdest thing about him. ….”

Read more : The Jewniverse

See also :

THE BOOK OF BEN SIRA

 Alphabet of Ben Sira (JEWISH VIRTUAL LIBRARY )

Alphabet of Ben Sira: mocking learning with justice (purple motes – a journal of whimsy  and hope )

 

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Josephus Flavius : Wendehals und Mathematikgenie ?

Josephus Flavius –  Verräter oder Held –  יוסף בן מתתיהו‎ בוגד או גיבור

Die Frage , wie der Kommandant der Festung Jotapata , damals noch יוסף בן מתתיהו‎ , dem kollektiven Suizid entkam , wird wohl niemals mit Sicherheit beantwortet werden können.

Mit dem Aufkommen von Computern im 20. Jahrhundert benutzten Programmierer die “ Josephus – Flavius “ Legende um Programmiertechniken zu demonstrieren .

Ein Beispiel, in der Programmiersprache C++ , aus einem Standardwerk entnommen, finden sie hier unten . Für die Fehlerfreiheit des C++ –Codes kann ich jedoch nicht garantieren !!!!!!!!!!!

Weitere Quellcodes, gleichfalls in C++, finden sie hier :
http://users.cis.fiu.edu/~weiss/adspc++2/code/Josephus.cpp

http://www.dreamincode.net/forums/topic/191266-c-josephus-2/ sowie an vielen anderen Stellen .

Compiler/ Linker für C/C++ für verschiedene Plattformen sind im Netz kostenlos erhältlich !!

Und hier ein noch Quelltext für die Programmiersprache ADA : http://rosettacode.org/wiki/Josephus_problem

Aus : C/C++ – Professionell programmieren
Autor : Dirk Louis
Markt + Technik Verlag 2002
ISBN : 3- 8272 – 6335 – 2 :

“..von dem jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus (geboren um 37 n. Chr.) ist überliefert, dass er während der jüdischen Aufstände gegen Rom (70 n. Chr.) mit 39 weiteren Juden in eine Höhle eingeschlossen wurde. Allen drohte die Sklaverei, und um dieser zu entgehen, entschieden sie sich für den kollektiven Freitod. Sie wollten sich in einem Kreis aufstellen und dann sollte jeder Siebente getötet werden, bis nur noch einer übrig blieb. Dieser sollte dann Selbstmord begehen.
Josephus stellte sich so auf, dass er als Letzter übrig blieb. Und da die Geschichte überliefert wurde und sich Josephus zum hellenistischen Römer wandelte, können wir davon ausgehen, dass Josephus den letzten Schritt nicht getan hat.
Es steht uns nicht an, über Josephus Verfehlung zu urteilen, aber wir sollten uns fragen, an welcher Position wir uns aufgestellt hätten?

/* Josephus.cpp Lösung des Josephus-Problems */
#include <stdio.h>
#include <stdlib.h>
#include <alloc.h>
void anleitung()
{
printf(“Algorithmus zur Loesung des Josephus-Prob!emsnn”); printf(“n”);
printf(“Das Programm fragt von Ihnen die Gesamtzahl der n”); printf(“teilnehmenden Personen sowie die Laenge des Ab- n”);
printf(“zaehlreims ab.n”);
printf(“Dann werden der Reihe nach die Positionen ausge?n”);
printf(“geben, die herausfallen. nn”);
printf(“Zuletzt wird die Position ausgegeben, die ” “uebrig bleibt.nn”);
}
int main() int gesamtzahl, Silben,i;
int *pO; // Zeiger auf vollst. Personenkreis
int *p; // Zeiger auf aktuelle Person
int a[100];

anleitung();
printf(“Geamtzahl der Personen: “);
scanf(“%d”,&gesamtzahl);
printf(“Anzahl der Silben in Abzaehlreim: “);
scanf(“%d”,&siIben);
/* reserviere Feld für die Personen */
/* jede Person ist durch einen int-Wert vertreten, der */
/* den Abstand zu seinem Nachfolger angibt */
p0= (int*) malloc(gesamtzahl*sizeof(int));

// anfangs ist der Abstand zwischen den Personen 1
p=p0;
for (i=1; i <=gesamtzahl -1; i++)
{
*p=1;
p++;
}
// Abstand vom Letzten zum Ersten ist 1-n !!
*p = p0-p;
// Jetzt beginnt das Auszaehlen
while (*p!=0
{
// Abzaehlreim aufsagen
for ( i= 1; i<silben-1;i++)
{
p+=*p;
}
printf(” Ausgeschieden ist : %d n“,p-p0+1+*p);
p+=(p+(*p)); // Ueberspringt eine Person( ausscheiden)
printf(” Ausgeschieden ist : %d n“, p-p0+1+*p);
}
printf(” Uebrig ist %d n“,p-p0+1);
free(p0);
return 0;
}

Das Programm illustriert noch einmal den Umgang mit Zeigern. Wenn Sie es ausführen und mit einer Gesamtzahl von 40 Personen und einem Abzählreim von 7 Silben starten, verrät es Ihnen auch, an welcher Position sich Josephus aufgestellt hat. Was es uns allerdings nicht verrät, ist, wie Josephus so schnell herausfinden konnte, an welcher Position er sich aufstellen musste…” (Zitatende )

p.k.

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Stockerau (A) : Davidstern und Sowjetstern….. …

STOCKERAU – zum Gedenken an die für die Befreiung Österreichs gefallenen Soldaten der Roten Armee :

Stockerau : Ehemalige Synagoge , heute “ Martin – Luther Kirche “ :

Gedenkstein vor der ehemaligen Synagoge :

Blick in den Jüdischen Friedhof von Stockerau :

Fotos : p.k.

Ausführlicher Beitrag  zum Jüdischen Friedhof Stockerau : Kulturzeitschrift DAVID

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