Wien : Jüdische Mausoleen und Prunkgräber

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Zentralfriedhof Wien : Wegweiser zur “ Israelitischen Abteilung “ ( 1-er Tor ). (1)

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Oben : Traditionelle Gräber

Die Emanzipation der Juden in Österreich-Ungarn  (2)die den Juden Aufstiegsmöglichkeiten in früher verschlossene Bereiche verschaffte, hatte , besonders innerhalb der sozial höherstehenden Schichten, ein beträchtliches Maß an kultureller Assimilation zur Folge. Dies beeinflusste nicht zuletzt die Gestaltung der Grabstätten, an die Stelle traditioneller Formen traten aufwendige Bauwerke, wovon einige griechischen Tempeln nachempfunden waren. Zahlreiche  österreichische Juden wurden in dieser Zeit auf Grund ihrer Verdienste in den Adelsstand erhoben .

Unten : Grabstätten der Familie von Guttmann

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David , Ritter von Gutmann (* 2. Dezember 1834 in Lipník nad Bečvou; † 14. Mai 1912 in Baden) war ein österreichischer Großindustrieller. Er gründete mit seinem Bruder Wilhelm von Gutmann die Firma „Gebrüder Gutmann“. Im Jahr 1878 erfolgte gemeinsam mit seinem Bruder die Nobilitierung. Er war erster Präsident der Israelitischen Allianz in Wien und Vorsitzender der Baron-Hirsch-Stiftung für das galizische jüdische Schulwesen. Mit seinem Bruder Wilhelm stiftete er das Israelitische Mädchenwaisenhaus in der Ruthgasse in Döbling.Verheiratet war er mit Sophie von Gutmann, geborene Latzko (1838–1902 ) Quelle : WIKIPEDIA

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Jüdische Grabmale im “ klassisch – griechischen “ Stil :

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In der “ sephardischen Abteilung “ : Mausoleum  des Jacques Menachem Elias (1844-1923), eines aus Rumänien stammenden Industriellen und Philanthropen.

Informationen zur Baugeschichte : Baudenkmäler in Österreich- Elias Mausoleum

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Zu Ludwig von Pollak konnten  keine biografischen Daten gefunden werden !

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Die letzte Ruhestätte von Moritz Benedikt , Herausgeber “ Neue Freie Presse “ :

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Durch Fliegerbomben während des 2. Weltkriegs beschädigt :

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Unten : Mögen auch die weniger “ Reichen und Schönen “ vor dem Vergessen bewahrt werden ! (3)

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(1) 1877 wurde der jüdischen Gemeinde Wiens ein Areal  von 260.000 Quadratmetern zur Anlage eines Friedhofs überlassen. Bis zum Jahr 1916  wurden hier etwa 80.000 Menschen beerdigt. Aus neuerer Zeit stammen u.a. die Gräber von

 Arthur Schnitzler, Harry Weber und Gerhard Bronner.

Sie betreten diesen Teil des Friedhofs durch das Tor Nummer 1 ( Haltestelle der Straßenbahnlinie 71 )-> Google Maps

Der Besucher / die Besucherin sollte über ausreichend Zeit verfügen  sowie einen offenen Geist mitbringen , um die Geschichten, welche  uns die Grabsteine von vergangenen Geschlechtern erzählen, verstehen zu können !

(2) Geschichte der Juden in Österreich

(3) Dieser Teil des Zentralfriedhofs (1-er Tor, jüdische Abteilung ) wird von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien betreut –> IKG Wien – Friedhöfe

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Fotos : p.k.

p.k.

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