Innsbruck : Pseudo–Hebräisch am Goldenen Dachl ?

 

Jahr für Jahr besuchen unzählige Touristen Innsbrucks Wahrzeichen, das “ Goldene Dachl “………

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..nur wenige der Schaulustigen dürften den im oberen Relief dargestellten Schriftzeichen, die hebräischen Buchstaben ähneln, Beachtung schenken. Soweit bekannt, konnte die Bedeutung der Inschriften bis  heute nicht zweifelsfrei geklärt werden, es existieren jedoch einige Theorien (1).

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Zu den beiden untenstehenden Bildern gibt es einen (boshaften ) Deutungsversuch , der jedoch, wie so viele andere, einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhalten  dürfte : Kaiser Maximilian I. , durch Frauen zu beträchtlichen Ausgaben verleitet….

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….muss bei einem Geldverleiher ein Darlehen aufnehmen. In der Hand hält der Kaiser die Urkunde, mit welcher er sein gesamtes Hab und Gut verpfändet. Smiley 

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Hier könnten maurische Gaukler ( Moriskentänzer ) dargestellt sein…

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Fotos : p.k.

..denn am Platz vor dem “ Goldenen Dachl “ fanden zu dieser Zeit allerlei Belustigungen statt, dazu zählten nach dem damaligem Zeitgeschmack auch öffentliche Hinrichtungen. So wurde am 25. Februar 1536 Jakob Hutter ,  der Anführer der Tiroler Wiedertäufer, an dieser Stelle verbrannt. Eine Gedenktafel erinnert daran.

(1). Dazu schreibt der Standard am 13. Oktober 2009 :

Rätselhafte Inschrift am Goldenen Dachl soll poetisch decodiert werden

“..Innsbruck – Seit 1899, seit der Reinschrift des Schriftbandes durch den Denkmalschützer Johann Deininger, versuchen Wissenschaftler, die geheimnisvollen Zeichen am Innsbrucker Prunkerker, dem Goldenen Dachl, zu enträtseln. Dem Hebräischen ähnlich, konnte es bisher nicht “sinnvoll” übersetzt werden, sagt Stadtarchivleiter Lukas Morscher.

Mit der “Schule für Dichtung” und dem Tiroler Haus- und Hofschriftsteller Felix Mitterer wird jetzt übers Internet nach lyrischen “Übersetzungen” gefahndet. Für Mitterer könnten die 58 geheimnisvollen Zeichen am Innsbrucker Wahrzeichen durchaus Stoff für einen Dan-Brown-Krimi sein. Er selbst sei aber immer achtlos an den Schriftzeichen vorbeigegangen…” –> Weiterlesen

Lukas Morscher : Die unterste Schublade des “ Goldenen Dachls “

Sowie : Goldenes Dachl – ein Briefwechsel (pdf)

“..dass der Geheimcode nicht bloß aus banalen „Fantasiezeichen“ besteht, bestätigt auch Esther Fritsch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Tirol. Sie konnte belegen, dass etliche Chiffren „eindeutig hebräische Buchstaben“ sind. Allerdings stünden manche davon „auf dem Kopf, andere sind spiegelverkehrt“ angebracht. Erschwert würde eine exakte Entzifferung auch deshalb, weil manche Buchstaben bereits „zu stark verwittert sind, in den Einbuchtungen der Profilleiste verschwinden, oder teilweise von Körperteilen der Figuren verdeckt sind“.
Aus : Mystikum – Die Geheimzeichen vom “ Goldenen Dachl “ (pdf)

Siehe auch : BURGENSEITE

 

Fazit : NICHTS GENAUES WEISS MAN NICHT !

p.k.

 

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