Schweiz : Und wieder steht eine Synagoge vor dem AUS….

Schweiz : Der letzte Beter macht das Licht aus

Kleinstgemeinde Kreuzlingen schließt zum Jahresanfang ihre Pforten

07.01.2016 – von Peter Bollag

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Nach der streng orthodoxen Gemeine Luzern ( siehe APIKOROSTYROL ) wird  in der Schweiz nun auch eine eher liberale  Gemeinde geschlossen ! Kreuzlingen schließt, so die Jüdische Allgemeine, jedoch nicht wegen Überalterung, sondern wegen  Abwanderung der jungen Leute in die Ballungszentren.

Die Jüdische Gemeinde St.Gallen beklagt, so war zu hören, gleichfalls beträchtlichen Mitgliederschwund. Seit jedoch in St. Gallen der Rabbiner Tovia Ben Chorin ( vor Jahren Rabbiner von OR CHADASCH Zürich ) amtiert, besuchen , wie “unter vorgehaltener Hand “ zu erfahren war, einige Juden aus Vorarlberg die Synagoge St.Gallen CH , obwohl sie dadurch “ fremdgehen “, denn die Vorarlberger  Juden sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts “ Untertanen “:-)) der  Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg  , eine Regelung, aus den damaligen Gegebenheiten heraus entstanden, deren Sinnhaftigkeit  im Angesicht der heutigen Situation zu hinterfragen wäre. Im Lauf der vergangenen Jahre nahm die Zahl der in Vorarlberg lebenden Juden stetig zu und es entwickelte sich, nicht zuletzt durch den rührigen Direktor desJüdischen Museums Hohenems  gefördert, in Vorarlberg beachtliches jüdisch- kulturelles  Leben .

Wen würde es überraschen, sollten unsere Vorarlberger Freunde früher oder später “ mit den Füßen abstimmen “ denn keine Verfassung der IRG und auch kein Israelitengesetz kann das Arlbergmassiv “ wegjudizieren “ !

Ob man/frau in der IRG Wien und in der IKG Innsbruck sich dieser Entwicklung bewusst und gewillt sind, den neuen Umständen Rechnung zu tragen ?

Wer zu spät kommt – den bestraft das Leben “ – Michail Gorbatschow anlässlich seines Besuches 1989 in der DDR zugeschrieben.

p.k.

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